Der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ an der Lindenauschule

Der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ an der Lindenauschule

Am Mittwoch, dem 12. Februar 2020 fand im Klausurraum der Lindenauschule der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ für die 11. Jahrgangsstufe statt. Louis Hein (11B) und Paul Heugabel (11C) qualifizierten sich mit ihrer Debattierleistung für den diesjährigen Regionalwettbewerb am 04. März an der Otto-Hahn-Schule.

 

Es ist schon eine kleine Tradition, dass die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 im Januar in den Fächern Deutsch und Politik&Wirtschaft (POWI) die Kunst des Debattierens erlernen. Zum Abschluss der Unterrichtsreihe absolviert jede/r Schüler/in eine Debatte und der/die Klassensieger/in wird ermittelt.

Beim Schulwettbewerb galt es nun herauszufinden, wer von den vier Klassensiegerinnen und -siegern die Jury am meisten überzeugen, und in die nächste Runde, den Regionalwettbewerb, einziehen kann. Zakaria Kaddour (11A), Louis Hein (11B), Paul Heugabel (11C) und Marijana Miljus (11D) führten in Anwesenheit aller Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 sowie der gleichzeitig wohlmeinenden und kritischen Jury, bestehend aus den Deutsch und POWI-Lehrerkräften Frau Sauerwein, Frau Lukas, Herrn Wunderlich und Herrn Schachtner, zwei Debatten.

In der ersten Debatte ging es um die Frage: Sollen Jugendoffiziere der Bundeswehr auch an unserer Schule für den Dienst in der Bundeswehr werben?

Dass Werbung für die Bundeswehr an Schulen ein heikles Thema ist, wurde in der Debatte schnell klar. Die Bundeswehr stehe aufgrund zahlreicher Vorfälle im Verdacht, zunehmend eine Armee zu sein, in der der demokratische Grundkonsens verlassen werde und Gewaltverherrlichung und politisch extreme Haltungen an der Tagesordnung seien. Gleichzeitig sei die Bundeswehr ein Arbeitgeber, der vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung biete, bei dem gute Gehälter gezahlt und Pensionsansprüche erworben werden könnten. Beide Seiten waren sich darin einig, dass gegen Informationsveranstaltungen der Bundeswehr wenig einzuwenden sei, denn, für die Bildung eines eigenen Urteils sei es von Vorteil, bereits in der Schule über die Bundeswehr Bescheid zu wissen und sie nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch als die nationale Armee kennenzulernen. Eine Werbung sei jedoch von der Informierung zu unterscheiden, da dabei gerade keine kritische, mehrdimensionale Betrachtung ermöglicht werde, sondern Jugendliche lediglich einseitig ermuntert würden, bei der Bundeswehr anzuheuern.

Nachdem die Debattierenden Rückmeldung und Tipps für die Vervollkommnung ihres Debattierstils erhalten hatten, wurde die zweite, entscheidende Debatte zum Thema: Soll in der Schule ein Fach „Ökologisches Verhalten“ eingeführt werden? eingeläutet.

Da in Bezug auf den Gegenstand, das ökologische Verhalten selbst, bei allen Debattierenden Einigkeit herrschte, d. h. alle auf dem Standpunkt standen, dass dieses zu fördern und zu praktizieren sei, drehte sich die Debatte im engeren Sinne um die Frage der Umsetzung. So wurde argumentiert, dass alle Kinder und Jugendlichen durch ein eigenes Schulfach „Ökologisches Verhalten“  in den Genuss der Umweltbildung kommen sollten. Nicht alle Lernenden hätten, so wie an unserer Schule, die Gelegenheit, sich in einem Ökoseminar intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Auf der anderen Seite wurde der Zeitfaktor betont, es dauere lange, Lehrpläne zu entwickeln und Lehrkräfte für dieses neue Fach auszubilden. Was wir aber in der Sache gerade nicht hätten, sei Zeit, sondern es müsse sofort gehandelt werden. Zudem gäbe es zahlreiche weitere Möglichkeiten, das Leben im Einklang mit der Natur zu erlernen, nicht zuletzt könnten sich auch die bestehenden Schulfächer selbst verstärkt um die Umweltbildung kümmern.

 

Ein herzliches Dankeschön geht an Timuçin Sen aus der Klasse 11B, welcher beide Debatten als Zeitwächter begleitet hat.

 

Den Schulsiegern Louis Hein und Paul Heugabel wünsche ich im Namen der Schulgemeinde viel Erfolg und gutes Gelingen beim Regionalwettbewerb von Jugend debattiert!

 

 

Sandra Hartmann

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