Lindenauschule bildet Babysitter von morgen aus

Lindenauschule bildet Babysitter von morgen aus

Seit über 15 Jahren bietet die Schulseelsorge der Lindenauschule Großauheim einen Babysitterkurs an. In diesem Jahr nahmen Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe der Hauptschule daran teil. Viele von ihnen absolvieren ein ganzjähriges Betriebspraktikum im sozialen Bereich, beispielsweise in Kindertagesstätten, um erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Wie bereits in den vergangenen Jahren nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, bei Kursleiterin Lina Wunderwald das „Babysitter-Diplom“ zu erwerben. Wunderwald ist Familienbegleiterin und angehende Familientherapeutin und führt den Kurs in Kooperation mit der katholischen Familienbildungsstätte Hanau durch.

Mit großem Engagement und viel Interesse beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler sowohl an den theoretischen Inhalten als auch an den praxisnahen Übungen. Besonders gefragt waren praktische Einheiten wie das Wickeln oder das sichere Tragen von Babys und Kleinkindern. Darüber hinaus setzten sich die Teilnehmenden mit zentralen Fragen auseinander: Welche Eigenschaften sollte ein guter Babysitter mitbringen? Wie können Unfälle vermieden werden? Und wie verhält man sich im Notfall richtig?

Nach erfolgreicher Teilnahme erhielten die Schülerinnen und Schüler ihr Babysitter-Diplom. Dieses stellt nicht nur eine sinnvolle Ergänzung für zukünftige Bewerbungen dar, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, in die Babysitter-Kartei der Familienbildungsstätte aufgenommen zu werden. Von dort aus werden die ausgebildeten Babysitterinnen und Babysitter an interessierte Familien vermittelt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedankten sich herzlich bei der Referentin sowie bei der katholischen Familienbildungsstätte für die Organisation und Durchführung des Kurses. Eine weitere Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler der Real- und Gymnasialzweige ist noch vor den Sommerferien geplant.

Steffen Schleicher

„Das Ziel vor Augen“

„Das Ziel vor Augen“

Am Freitag, dem 27. März 2026, versammelten sich die Abiturientinnen und Abiturienten der Lindenauschule im Forum der Schule zum diesjährigen Abi-Impuls. Unter dem Leitgedanken „Das Ziel vor Augen“ bot die Veranstaltung einen feierlichen und zugleich nachdenklichen Rahmen, um innezuhalten und auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen zu blicken.

Der Abi-Impuls begann um 8:45 Uhr und wurde musikalisch von der Lehrerband – bestehend aus Ann-Kathrin Seidler, Alejandro Veciana, Sebastian Saliger, David Hoffmann und Uli Zahn – begleitet, die mit dem Song „Wild World“ einen stimmungsvollen Auftakt setzte.

Nach der offiziellen Begrüßung folgte ein besonders bewegender Moment: Die Schülerin Paula Hock ließ in ihrem „Blitzlicht“ den Blick zurückschweifen. Sie teilte persönliche Erinnerungen aus der gemeinsamen Schulzeit und machte sichtlich emotional deutlich, wie prägend diese Jahre für den Jahrgang gewesen sind. Dabei wurde spürbar, dass die erlebten Momente und Erfahrungen die Schülerinnen und Schüler auch über die Schulzeit hinaus miteinander verbinden werden.

Im anschließenden Impuls vertiefte Schulpfarrerin Lisa Hennigsen das Thema des Tages und hob die Bedeutung von Zielstrebigkeit, Orientierung und Zuversicht hervor. Mit viel Empathie sprach sie über die möglichen Gefühle der Schülerinnen und Schüler in dieser Übergangsphase und machte ihnen Mut für die kommenden Herausforderungen. Musikalische Beiträge wie „Stop This Flame“ und „Shine“ setzten dabei weitere emotionale Akzente und unterstrichen die besondere Atmosphäre der Veranstaltung.

Auch die Tutorinnen und Tutoren richteten sich mit persönlichen Worten an den Jahrgang. Sie würdigten die gemeinsame Zeit und die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler und wünschten ihnen für die anstehenden Prüfungen viel Erfolg und Zuversicht.

Für eine besondere Überraschung sorgten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 – auch wenn sie selbst nicht anwesend waren: Ihre im Vorfeld verfassten Wünsche an die Abiturientinnen und Abiturienten waren unter deren Stühlen angebracht worden und konnten am Ende der Veranstaltung entdeckt und gelesen werden.

Zum Abschluss versammelten sich alle Anwesenden in einem großen Kreis. In dieser Gemeinschaft wurden das Gebet gesprochen und der Segen erteilt, bevor allen Beteiligten gedankt wurde. Im Anschluss wurde noch ein gemeinsames Abschlussfoto gemacht, bevor die Schülerinnen und Schüler in der dritten Stunde ihre Zeugnisse erhielten.

Der Abi-Impuls bleibt damit als ein wertvoller Moment des Innehaltens und der Verbundenheit in Erinnerung – ein bewusster Übergang zwischen Schulzeit und dem, was nun vor den Abiturientinnen und Abiturienten liegt. Das Ziel ist in Sicht.

 

Julia Völker

Zeitzeuge berichtet über sein Leben in der DDR an der Lindenauschule

Zeitzeuge berichtet über sein Leben in der DDR an der Lindenauschule

Der Zeitzeuge Rolf Leipold besuchte im Rahmen der Erinnerungskultur die Politik- und Geschichtskurse der Jahrgangsstufe 10 an der Großauheimer Lindenauschule.

„Mein Leben in der sogenannten Deutschen Demokratischen Republik war nicht demokratisch“, betonte Leipold gleich zu Beginn seines Vortrags. Er lebte und arbeitete mit seiner Familie 33 Jahre lang im anderen Teil Deutschlands, im heutigen Bundesland Thüringen. Sein Ausreiseantrag im Jahr 1984 sei für ihn der endgültige Bruch mit dem von ihm als diktatorisch empfundenen Regime gewesen. Kurz vor dem Mauerfall wurde er schließlich ausgebürgert.

In seinem fast zweistündigen Vortrag spannte Leipold den Bogen vom Bau der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze bis hin zum Alltag in der DDR. Besonders eindrücklich waren seine persönlichen Schilderungen: Er berichtete von der Lebensmittelversorgung und dem alltäglichen „Schlange stehen“, aber auch von den stark eingeschränkten Reisemöglichkeiten. „Freies Reisen und Meinungsfreiheit sind hohe demokratische Güter, für die ihr dankbar sein solltet“, appellierte er an die Schülerinnen und Schüler.

Neben seiner kritischen Perspektive verschwieg Leipold jedoch auch die positiven Aspekte des DDR-Systems nicht. So seien Kinderbetreuung und medizinische Versorgung gesichert gewesen, und auch der gesellschaftliche Zusammenhalt sei häufig stärker ausgeprägt gewesen als heute. Gleichzeitig habe jedoch die permanente ideologische Beeinflussung – insbesondere von Kindern – sowie die allgegenwärtige Bespitzelung das Leben für ihn auf Dauer unerträglich gemacht. Dies habe letztlich zu seinem Entschluss geführt, die DDR zu verlassen.

„Ich wurde freigekauft – damit hat das DDR-Regime sogar noch an mir verdient“, berichtete Leipold. Für seine Ausreise habe die Bundesrepublik Deutschland 40.000 DM gezahlt. Dies bezeichnete er als eine Form von „modernem Menschenhandel“.

Rolf Leipold ist Mitglied im VdK Hessen-Thüringen, einem festen Kooperationspartner der Schulgemeinde. Im Rahmen seiner Tätigkeit im Sozialverband engagiert er sich für die Aufarbeitung der innerdeutschen Vergangenheit und besucht regelmäßig Schulen als Zeitzeuge.

„Ein Leben in Freiheit und demokratischen Werten ist eines der höchsten Güter, für die wir jeden Tag dankbar sein sollten“, lauteten seine Schlussworte.

Im Anschluss nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit für zahlreiche Nachfragen, bevor die Kurse mit vielen eindrücklichen Gedanken aus dem Vortrag entlassen wurden.

Steffen Schleicher

Jung hilft Alt – Jung trifft Alt

Jung hilft Alt – Jung trifft Alt

Im Rahmen des Wahlpflichtkurses „Jung hilft Alt – Jung trifft Alt“ der Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule haben Schülerinnen und Schüler über ein halbes Jahr lang Briefkontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern des Altenhilfezentrums Bernhard Eberhard – einer Einrichtung der Martin Luther Stiftung in Hanau – gehalten. In dieser Zeit wurden regelmäßig Briefe geschrieben, in denen sich Jung und Alt über ihren Alltag, ihre Interessen und persönliche Erfahrungen austauschten.

Die Freude war nun besonders groß, als es im zweiten Schulhalbjahr 2026 endlich zum ersten persönlichen Treffen zwischen den Briefpartnern kam. Das Wiedersehen – beziehungsweise das erste Kennenlernen – war von großer Herzlichkeit geprägt. Viele waren gespannt darauf, die Menschen zu treffen, mit denen sie zuvor über Monate hinweg geschrieben hatten.

Schnell entstanden lebendige Gespräche. Es wurde über Hobbys, Lebensgeschichten, Familien, Freizeitaktivitäten und auch über das Leben in der Einrichtung gesprochen. Die Begegnung zeigte, wie viel Jung und Alt voneinander lernen können.

Bereits eine Woche später kam es zu einem weiteren Treffen. Bei einem gemeinsamen Backtag wurden Osterplätzchen gebacken. Dabei herrschte eine fröhliche und ausgelassene Stimmung. Es wurde viel gelacht, gemeinsam gearbeitet – und sogar ein wenig mit Mehl herumgealbert. Die Freude und die Offenheit zwischen den Generationen waren deutlich zu spüren. Neben dem Backen ergaben sich auch viele persönliche Gespräche.

Begeistert von dem Engagement der jungen Leute zeigte sich auch Birgit Streich, Leiterin des Sozialen Dienstes der Einrichtung. Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen hatte sie das Projekt geplant und begleitet. Sie freute sich besonders darüber, wie offen und herzlich die Begegnungen zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Bewohnerinnen und Bewohnern verliefen.

Im Laufe des zweiten Schulhalbjahres 2026 sind weitere gemeinsame Aktivitäten geplant. Unter anderem ist ein Besuch eines Eiscafés in der Hanauer Innenstadt vorgesehen.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll Begegnungen zwischen jungen und älteren Menschen sein können. Der Austausch fördert Verständnis, gegenseitigen Respekt und schafft persönliche Verbindungen zwischen den Generationen. Für die Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule sowie für die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenhilfezentrums Bernhard Eberhard ist das Projekt eine bereichernde Erfahrung, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Steffen Schleicher

Die 5d besucht die Stadtbibliothek im Kulturforum Hanau

Die 5d besucht die Stadtbibliothek im Kulturforum Hanau

Am 24. Februar machte ich mit der 5d einen Ausflug in die Stadtbibliothek im Kulturforum Hanau. Wir wurden herzlich von Frau Buschbeck empfangen, die uns zunächst einen umfassenden Überblick über die Bibliothek gab. So konnten wir gleich sehen, wo welche Bereiche sind und welche Angebote es für uns gibt.

Anschließend durften wir mit Tablets eine spannende Rallye durch die Bibliothek machen. Dabei erkundeten wir verschiedene Abteilungen, lösten Aufgaben und lernten spielerisch, wie man Informationen findet. Zum Abschluss der Führung erhielt jeder von uns einen kostenlosen Bibliotheksausweis, sodass wir nun jederzeit Bücher ausleihen können. Außerdem wissen wir jetzt genau, wo wir Referate vorbereiten oder Materialien ausdrucken können.

Nach der Bibliotheksführung gingen wir noch auf den Marktplatz. Dort hatten wir das Glück, dass zufällig das Spielmobil vorbeikam. Die Kinder konnten verschiedene Spiele ausprobieren, sich austoben und hatten jede Menge Spaß. Überraschenderweise kam dann auch der Bürgermeister von Hanau vorbei. Er unterhielt sich mit den Kindern, beantwortete ihre Fragen und machte sogar Fotos – ein besonderer Höhepunkt für uns alle.

Es war ein gelungener und abwechslungsreicher Ausflug, bei dem wir viel gelernt, neue Eindrücke gewonnen und einen schönen Tag zusammen verbracht haben.

 

Irem Akbayrak

Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher besucht Politikunterricht der Lindenauschule

Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher besucht Politikunterricht der Lindenauschule

Kurz vor der Kommunalwahl in Hessen erhielt die Pusch-Klasse 9H der Lindenauschule besonderen Besuch im Politikunterricht. Wolfgang Schaffert, stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher im Hanauer Stadtparlament und Mitglied der Sozialdemokratische Partei Deutschlands, sprach mit den Schülerinnen und Schülern über Kommunalpolitik und seine Arbeit im Stadtparlament.

Im Rahmen einer „politischen Stunde“ beschäftigte sich die Klasse intensiv mit dem Thema Kommunalwahlen. Die Schülerinnen und Schüler bereiteten den Besuch im Unterricht gründlich vor und entwickelten zahlreiche Fragen, die sie ihrem Gast stellen wollten.

Während des Gesprächs berichtete Wolfgang Schaffert anschaulich über seine Aufgaben als Kommunalpolitiker. Er erklärte unter anderem, welche Aufgaben ein Stadtparlament hat, wie man in ein kommunales Amt gewählt wird und welche Besonderheiten das hessische Wahlrecht mit sich bringt – etwa das Kumulieren und Panaschieren. Auch persönliche Fragen der Jugendlichen standen im Mittelpunkt: Warum wird man eigentlich Politiker? Wie viel Zeit nimmt ein politisches Amt in Anspruch? Und welche Aufwandsentschädigungen erhalten Kommunalpolitiker?

Ein weiteres wichtiges Thema war die Beteiligung junger Menschen an der Politik. Wolfgang Schaffert erläuterte, wie Jugendliche sich politisch engagieren können – etwa durch Mitarbeit in Parteien, Jugendorganisationen oder kommunalen Gremien. Auch die Frage, welche politischen Gremien bei den Kommunalwahlen gewählt werden, etwa Ortsbeiräte oder das Stadtparlament, wurde gemeinsam besprochen.

Mit großem Interesse verfolgten die Schülerinnen und Schüler die Ausführungen des Gastes – besonders mit Blick auf die bevorstehenden hessischen Kommunalwahlen. Auch wenn die Jugendlichen selbst noch nicht wählen dürfen, fühlen sie sich nun gut informiert darüber, was am kommenden Wahlsonntag passiert.

Am Ende des Unterrichts bedankten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9H herzlich bei Wolfgang Schaffert für den offenen Austausch und den spannenden Einblick in die kommunalpolitische Arbeit.

Steffen Schleicher

Workshop „Storytelling in einer Minute“

Workshop „Storytelling in einer Minute“

Am 24. Februar 2026 nahm die Klasse 8b der Lindenauschule am Workshop „Storytelling in einer Minute“ des Hessischen Rundfunks teil.

Zu Beginn beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, was ein gutes Video ausmacht. Gemeinsam erarbeiteten sie Kriterien für einen gelungenen Aufbau: ein spannender Einstieg, eine klare Struktur und Inhalte, die die Aufmerksamkeit der Zuschauerinnen und Zuschauer halten. Dabei wurde auch besprochen, warum manche Videos in sozialen Medien sofort fesseln und andere beim Scrollen schnell übersprungen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem bewussten Umgang mit Social Media. Die Klasse reflektierte, wie Inhalte auf Plattformen wirken, wie schnell sich Informationen verbreiten und welche Verantwortung mit dem Erstellen und Teilen von Beiträgen verbunden ist. Ziel war es, die Medienkompetenz der Jugendlichen zu stärken und sie zu einem kritischen Umgang mit digitalen Inhalten zu ermutigen.

Im praktischen Teil arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit Fact Sheets zu verschiedenen Themen, etwa „Wie teuer ist Schulschwänzen?“, „Berufe nach der mittleren Reife“ oder „Berufe mit Tieren“. In Kleingruppen entwickelten sie eigene Ideen, schrieben kurze Scripts und setzten diese in kreative Kurzvideos um.

Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre Videos im Plenum und erhielten wertschätzendes Feedback. Der Projekttag bot den Jugendlichen eine spannende Mischung aus Kreativität, Medienbildung und Präsentationserfahrung.

Besuch der Hanauer Tafel an der Lindenauschule

Besuch der Hanauer Tafel an der Lindenauschule

Am 5. März 2026 erhielt die Lindenauschule in Großauheim besonderen Besuch: Annette Geier-Neugebauer, Leiterin der Hanauer Tafel, sprach im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts mit den Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen über die Arbeit der Hilfsorganisation.

In ihrem Vortrag erklärte Geier-Neugebauer anschaulich, was die Hanauer Tafel ist und wie sie arbeitet. Sie berichtete, wie überschüssige, aber noch einwandfreie Lebensmittel gesammelt und an Menschen weitergegeben werden, die Unterstützung benötigen.

Im Anschluss an die Präsentation hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Fünftklässler zeigten sich dabei neugierig und interessiert und wollten unter anderem wissen, wie viele Menschen von der Tafel unterstützt werden und wie die Lebensmittel verteilt werden.

Der Besuch stand im Zusammenhang mit der jährlichen Spendenaktion der integrierten Gesamtschule. Seit mehreren Jahren unterstützt die Lindenauschule die Hanauer Tafel durch das Sammeln haltbarer Lebensmittel. In diesem Jahr findet die Aktion parallel zur christlichen Fastenzeit sowie zum muslimischen Ramadan statt. Beide religiösen Zeiten stehen traditionell auch für Besinnung, Teilen und Solidarität mit Menschen, denen es nicht so gut geht.

Der Besuch von Annette Geier-Neugebauer bot den Schülerinnen und Schülern einen direkten Einblick in die Arbeit der Tafel und verdeutlichte, wie wichtig soziales Engagement im Alltag ist. Die Veranstaltung wurde von allen Beteiligten als gelungen wahrgenommen und stärkte das Bewusstsein der Jugendlichen für Hilfsbereitschaft und gesellschaftliche Verantwortung.

Julia Völker

 

Jung hilft Alt

Jung hilft Alt

Im Rahmen der Kooperation „Jung hilft / trifft Alt“ zwischen der Martin-Luther-Stiftung Hanau und der Lindenauschule haben Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses der Jahrgangsstufe 10 ein besonderes Projekt umgesetzt: In der Hauptstelle der Stiftung in Hanau gestalteten sie ein Smartphone- und Tablet-Seminar für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Für einen Nachmittag wechselten die Jugendlichen die Rollen und wurden selbst zu Lehrkräften. Geduldig erklärten sie den älteren Herrschaften grundlegende Funktionen rund um Smartphone und Tablet. Viele praktische Fragen standen im Mittelpunkt:

Wie richte ich ein Adressbuch ein?

Wie mache und speichere ich Fotos?

Wie versende ich Bilder oder kleine Filme?

Wie finde ich im Internet eine passende Bahn- oder Busverbindung?

Auch die Handhabung von Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Nutzung im Alltag interessierte die älteren Herrschaften sehr.

Mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen unterstützten die Schülerinnen und Schüler die Teilnehmenden Schritt für Schritt. Die Seniorinnen und Senioren zeigten großes Interesse, stellten zahlreiche Fragen und arbeiteten motiviert mit. So entstand eine lebendige Lernatmosphäre, in der beide Seiten voneinander profitierten.

Organisiert und begleitet wurde der Nachmittag von Lucia Zeh, Leiterin der sozialen Betreuung an der Hauptstelle der Martin-Luther-Stiftung. Sie sorgte für einen reibungslosen Ablauf und einen passenden Rahmen für die Begegnung zwischen Jung und Alt.

Neben dem digitalen Lernen stand vor allem der persönliche Austausch im Vordergrund. Die Jugendlichen erfuhren mehr über den Alltag und das Leben in der Einrichtung, während die Bewohnerinnen und Bewohner Einblicke in die Lebenswelt der jungen Generation erhielten. Es wurde gelacht, erzählt und gemeinsam ausprobiert.

Ein weiteres Smartphone-Seminar ist bereits für Ende März geplant. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie gewinnbringend generationenübergreifende Zusammenarbeit sein kann: Die Älteren erweitern ihre medialen Kompetenzen – und die Jüngeren erleben, wie es ist, Verantwortung zu übernehmen und selbst in die Rolle des Lehrenden zu schlüpfen.

Steffen Schleicher

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