Schulleiterin der Pflegeschule Martin Luther Stiftung besucht die Lindenauschule

Schulleiterin der Pflegeschule Martin Luther Stiftung besucht die Lindenauschule

Frau Christina Lademann, Schulleiterin der Pflegeschule des Martin Luther Altenhilfe GmbH Hanau, besuchte die Lindenauschule in Hanau- Großauheim. Sie informierte Den Wahlpflichtunterricht 2 der Jahrgangsstufe 9/10 „Jung hilft Alt“ über den Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers. Frau Lademann informierte über Ausbildung, Tätigkeitsbereich, Aufgaben, Bezahlung und Zukunftsperspektive dieses Berufes. Auch über Aufstiegsmöglichkeiten nach der Berufsausbildung informierte sie.

Die Lindenauschule ist seit mehreren Jahren fester Kooperationspartner der Martin Luther Altenhilfe. Im Rahmen des Wahlpflichtkurses gab es schon ein gemeinsames Rollstuhlexperiment, bei dem sich  die Schülerinnen und Schüler in die Rolle eines Rollstuhlfahrers_in  hineinversetzten. Eine gemeinsame  Weihnachstfeier mit den Bewohnern_innen des Haus am Brunnen in Großauheim wurde vorbereitet und gefeiert.

Im Juni ist noch ein  Ausflug mit den Bewohnern_innen und dem Kurs in die Fasanerie nach Klein-Auheim vorgesehen.

Die Kooperation wird unterstützt von Herrn Sascha Lippert,  Pflegedienstleiter im Haus am Brunnen. Auch für das neue Schuljahr sind weitere Aktionen geplant.

 

S. Schleicher- für den Wahlpflichtkurs II, 9/10

Vorlesewettbewerb Stadtentscheid

Vorlesewettbewerb Stadtentscheid

Im neuen Jahr ging es am 25.02.2019 in die nächste Runde des Vorlesewettbewerbs, der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgeschrieben wird. Nachdem im letzten Jahr Jannis Fiedler (6e) unseren Schulentscheid gewonnen hat, ist er für die Lindenauschule beim Stadtentscheid angetreten. Gegen insgesamt 7 Mitbewerber hat er den 2. Platz für sich entscheiden können. Das Niveau des Wettbewerbs war insgesamt hoch: Das Vorlesebuch beim Stadtentscheid musste von einem anderen Autor stammen als bei den Vorrunden in der Schule und durfte auch kein Titel aus der gleichen Buchserie sein. Zudem hat der Veranstalter einen unbekannten Text vorgegeben. Eine regionale Jury ermittelte den Stadtsieger, der die nächsthöhere Ebene erreicht. Alle Teilnehmer erhielten einen Buchpreis und eine Urkunde.

50 Jahre Schulpartnerschaft mit Frankreich

50 Jahre Schulpartnerschaft mit Frankreich

Die Lindenauschule hatte Grund zum Feiern: Vom 23.-30.03.2019 war auch in diesem Jahr wieder eine Gruppe von französischen Austauschschülerinnen und Austauschschülern in Hanau zu Gast. Die Schulpartnerschaft besteht seit 1969.

Die Französisch-Fachschaft hatte gemeinsam mit den deutschen Schülerinnen und Schülern, die am diesjährigen Austausch beteiligt sind, den französischen Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften der Lindenauschule und der Fachschaft Musik ein feierliches Programm für die Jubiläumsfeier zusammengestellt, zu der auch Bürgermeister Herr Weiss-Thiel für die Stadt Hanau, Herr Rau für das Staatliche Schulamt des Main-Kinzig-Kreises, Herr Dunkel als Ortsvorsteher von Großauheim-Wolfgang und weitere verschiedene Ehrengäste gekommen waren.

Eröffnet wurde die Veranstaltung musikalisch durch einen deutsch-französischen Chor, anschließend begrüßte  der kommissarische Schulleiter Herr Eckrich die Gäste und die Schulgemeinde anlässlich der „Goldenen Hochzeit“ der Lindenauschule mit dem College du Bois d`Aulne.

Herr Weiss-Thiel überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und hatte auch kleine Präsente für die französischen Austauschschüler im Gepäck. Er betonte die Wichtigkeit von Partnerschaften und Freundschaften zwischen Städten, Vereinen, Schulen und Menschen zur Förderung des gegenseitigen Verstehens und der Wahrung  des Friedens in einem starken Europa.

Herr Rau dankte den verantwortlichen Lehrkräften und den Schulleitungen für das Engagement und den langen Atem, denn Schulpartnerschaften erforderten Kraft und Herzblut, um am Leben erhalten zu werden. Er betonte den völkerverbindenden Gedanken, der hinter Schulpartnerschaften und Austauschfahrten stehe. Die interkulturelle Bildung sei ein Grund, warum aus zwei Nationen mit einer besonderen Geschichte wie Deutschland und Frankreich Freunde geworden seien.

Nun durften sich die Anwesenden über ein Musikstück freuen: Die Lehrer Herr Seidel (Querflöte)  und Herr Zahn (Gitarre) spielten das Stück „Pavane“ von Gabriel Fauré.

Im Anschluss würdigten Herr Reuling, Ehrenvorsitzender des Partnerschaftskomitees, Herr Wenzel und Frau Berthet Vorsitzende des Partnerschaftskomitees und Frau Cordovan in ihrer Funktion als Fachsprecherin der Fachschaft Französisch mit Grußworten die Erfolgsgeschichte der Schulpartnerschaft.

Die Gruppe der französischen Schülerinnen und Schüler bedankte sich für die nette Aufnahme in den Gastfamilien, indem sie Zitate zum Thema Freundschaft auf Deutsch und Französisch vorlasen.

Bevor das Orchester der Lindenauschule mit dem Menuett „Farandole“ von G. Bizet die Veranstaltung abrundete, wurde es noch einmal offiziell: Die Fachschaft Französisch der Lindenauschule hatte Urkunden für die 50-jährige Schulpartnerschaft angefertigt, die Herrn Eckrich für die Lindenauschule und Frau Maignien für das College du Bois d`Aulne überreicht wurden.

Damit niemand hungrig die Lindenauschule verlassen musste, hatte das Partnerschaftskomitee abschließend zu einem Büffet eingeladen.

Katholische Religionskurse der Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule setzen sich mit dem Thema „Tod und Sterben in den Religionen und in unserer Gesellschaft“ auseinander

Katholische Religionskurse der Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule setzen sich mit dem Thema „Tod und Sterben in den Religionen und in unserer Gesellschaft“ auseinander

Im Rahmen ihrer Unterrichtseinheit „ Tod, Sterben, Auferstehung in unserer Gesellschaft und den Religionen“ bekamen die katholischen 10er Religionskurse der Lindenauschule Besuch von Frau Pfarrerin Brigitte Rhode. Sie berichtete einfühlend über das Thema Sterben und über die Arbeit im Bereich Hospiz. Da sie viele Jahre als evangelische Pfarrerin und Seelsorgerin der Martin Luther Stiftung Seniorinnen und Senioren betreute und sterbende Menschen begleitete, liegt ihr besonders das Thema Hospiz am Herzen. „Hospiz“ ist eine Form des begleitenden Sterbens, zu dem sowohl die häusliche als auch die Betreuung in einer Einrichtung gehören. Der Kranke und die Angehörigen stehen im Zentrum der Hospizarbeit. Auch die Trauerbegleitung ist wichtig in diesem Bereich. Frau Rhode schilderte ihre Erfahrungen einfühlsam und bewegend. Da das Thema „Sterben und Tod“ in unserer Zeit immer weiter aus unserer Gesellschaft verdrängt wird, plädierte Frau Pfarrerin Rhode für eine offensive Auseinandersetzung mit dem Thema.

Im Rahmen der Unterrichtseinheit besuchten die katholischen Religionskurse ebenfalls den Hauptfriedhof in Hanau. Herr Asbach, Leiter der Friedhofsgärtnerei in Hanau, führte die Religionskurse über den Hanauer Friedhof. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler über technische Details von Sarg und Gräbern informiert. Der Bereich der Kriegsgräber des 1. und 2. Weltkrieges wurde erklärt. Das Leid der Menschen in den Bombenangriffen auf Hanau wurde so den Kursen eindringlich sichtbar. Auch wurden Trauerhalle und Krematorium besucht. Bewegende Momente gab es an den Kindergräbern, wo Herr Asbach anonym und einfühlsam über die Kinderschicksale und den Schmerz der Eltern berichtete. Ebenfalls wurde über christliche, muslimische aber auch jüdische Bestattungsrituale gesprochen.

Besucht wurde deshalb auch noch der jüdische Friedhof in Hanau. Schülerinnen und Schüler waren beeindruckt von den Grabsteinen, deren Bedeutung erkundet und erklärt wurde, und der Geschichte des jüdischen Friedhofs. Dies lud zu Diskussionen über die jüdische Religion und die Geschichte der Hanauer Juden ein.
Im Rahmen der Unterrichtseinheit konnte so das Thema Tod und Sterben von verschiedenen Seiten beleuchtet und bearbeitet werden.

Steffen Schleicher- katholischer Religionslehrer Jahrgangsstufe 10

„Mentales Tai-Chi“ als Antwort auf Rassismus

„Mentales Tai-Chi“ als Antwort auf Rassismus

Auf die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Lindenauschule wartete in der vergangenen  Woche ein Kinoerlebnis der besonderen Art: Sie sahen am Donnerstag, d. 21.03. im Forum der Schule den Dokumentarfilm „Die Arier“ von Mo Asumang und hatten am Freitag, d. 22.03. die Möglichkeit mit Mo Asumang persönlich reden zu können.

Der Film geht der Frage nach, welche Ziele rechtsradikale Gruppen verfolgen, wie sie ihre Theorien begründen und welche Rolle der Bezug auf die Arier dabei spielt.

Mo Asumang, die Regisseurin und „Protagonistin“ ihres Filmes ist, hat afrikanische und deutsche Wurzeln. Für sie waren mehrere leidvolle Erfahrungen mit Rassisten der Grund, dem Hass nachzugehen, dem sie selbst  zum Teil in Wort und Tat ausgesetzt gewesen ist.

Für ihren Film hat sie Rechtsradikale und Rassisten aufgesucht und versucht mit ihnen ins Gespräch zu kommen, wie z.B. auf einer rechten Demonstration in Wismar oder mit einem Vertreter der NPD. Auch auf einem Burschenschaftstreffen  auf der Wartburg war sie zugegen und konnte in Erfahrung bringen, dass ihr Vater auch heute noch, im 21. Jahrhundert, aufgrund seiner schwarzen Hautfarbe nicht in diese Burschenschaften aufgenommen würde.

Die Momente und Gespräche, die die Kamera auf den verschiedenen Etappen einfängt, sind teilweise erschreckend und lassen den Zuschauer sprachlos zurück.

Mo Asumang hat sich aber nicht nur in Deutschland mit Rassismus und Rassisten auseinandergesetzt, sondern ist auch in der USA unterwegs gewesen, wo sie sich mit Mitgliedern des Ku-Klux-Klans und anderen, teils sehr bekannten Rassisten auseinandergesetzt hat. Schließlich ist sie auch in den Iran gereist, um die wirklichen Arier zu treffen.

Die Diskussionen, die die Schülerinnen und Schüler am Freitag mit Mo Asumang führen durften, waren sehr intensiv. Dadurch, dass alle drei Klassen nacheinander mit der Regisseurin sprechen konnten, war der Rahmen persönlich und die Gespräche sehr angeregt.

Mo Asumang begegnete den Schülerinnen und Schülern mit großer Freundlichkeit und Offenheit, erzählte weitere Details, die im Film nicht gezeigt wurden, und beeindruckte die Jungen Zuhörerinnen und Zuhörer. Auf die Frage, ob sie Gesprächspartner aus dem Film zu einem Umdenken habe anregen können, erklärte sie, dass sie versucht habe, die Menschen, mit denen sie ins Gespräch gekommen sei, und die sie zum Teil beleidigt und provoziert hätten, nicht in ihrer Aggression zu bestärken. Sie habe es mit „mentalem Tai-Chi“ versucht, indem sie sich nicht auf die Aggressions- und Hass-Spirale eingelassen habe, sondern ihre Gesprächspartner durch Fragen zur Reflexion angeregt habe. Dadurch habe sie zum Nachdenken und in einem Fall auch zum Umdenken anregen können.

Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch die finanzielle Unterstützung des Ausländerbeirats Hanau, die das Honorar für Frau Asumang übernommen haben, und die VHS Hanau, die die übrigen Kosten  getragen hat.  Die Schulgemeinde bedankt sich herzlich für die Unterstützung!

Auf diesem Wege auch ein großes Dankeschön der Schulgemeinde an Herrn Gerlach, Leiter der AG „Schule ohne Rassismus“  an der Lindenauschule, der Frau Asumang zu uns eingeladen hat, Frau Hohmann von der Volkshochschule Hanau, die ebenfalls in die Planung involviert war, und natürlich an Mo Asumang!

Seniorenbüro der Stadt Hanau und die Lindenauschule bieten wieder Smartphone- und Internetseminare an

Seniorenbüro der Stadt Hanau und die Lindenauschule bieten wieder Smartphone- und Internetseminare an

An zwei Nachmittagen im März boten Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule im Rahmen des Projekts „ Jung hilft Alt“ Smartphone- und Internetseminare für Ältere im Seniorenbüro der Stadt Hanau an. Dieses erfolgreiche Projekt gibt es schon seit über 14 Jahren. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts 2 und der Schulseelsorge der Schule wurden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 und10 intensiv auf das Thema „älter werden“ vorbereitet. Dabei spielte der Aspekt „jung sein- alt werden“ eine prägende Rolle in der Vorbereitung.

Vor dem Einsatz der Lehrtätigkeit wurden die Jugendlichen- im Rahmen des Unterrichts für die Seminare geschult. Sie setzten sich mit den bevorstehenden Aufgaben intensiv auseinander, klärten mögliche Fragen der Senioren zu Tablet, Smartphone, I- Phone und Internet. Sie übten in Rollenspielen und besprachen ihre Aufgaben auch unter dem Aspekt Ehrenamt. Dieter Rohrbach, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Seniorenbüro, stand als PC- Kursleiter allen Kleingruppen mit Rat und Tat zur Seite. Das Gesamtprojekt wird geleitet von Karin Dunkel, Seniorenbüro Hanau.

Während der Seminare traten die jungen „Lehrkräfte“ kompetent, mit großem Einfühlungsvermögen und Geduld auf, so dass alle viel lernen konnten. Nicht nur die technischen Details, sondern auch praktische Tipps rund um das Smartphone standen im Vordergrund. Zum Schluss waren nahezu alle Fragen geklärt und die Seniorinnen und Senioren hatten sich viel neues Wissen angeeignet. Auch der Austausch unter den Generationen wurde lebhaft gepflegt. Mit viel Freude und Erfolgserlebnissen ging man auseinander. Eine weitere Zusammenarbeit für die Zukunft ist geplant.

Für den WPK 2 Unterricht und die Schulseelsorge der Lindenauschule

Steffen Schleicher

Hannah Roth gewinnt den Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ in der Sekundarstufe II

Hannah Roth gewinnt den Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ in der Sekundarstufe II

Der Aschermittwoch, 06.03.2019 hielt dieses Jahr einige schöne Überraschungen für die Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule bereit. An diesem Nachmittag fand der Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ in der Otto-Hahn-Schule Hanau statt.

In der vergangenen Woche hatten sich Boran Düzgün und Hannah Roth, beide aus der Klasse 11B intensiv auf die Debattenfragen des Regionalwettbewerbs vorbereitet. Hannah Roth ist dankenswerterweise für die leider verhinderte Leonie Stadtmüller als Debattantin für die Lindenauschule eingesprungen und hat diesen Nachmittag für sich zu einem Erlebnis der besonderen Art werden lassen.

Im Wettbewerb der Sekundarstufe II traten Debattant*innen aus sechs Gymnasien und Gesamtschulen aus Hanau, Maintal sowie Großkrotzenburg gegeneinander an, um in zwei Qualifikationsdebatten möglichst viele Punkte zu erzielen, denn nur die vier Schüler*innen mit den meisten Punkten bestreiten die Finaldebatte, welche bei erfolgreichem Abschluss das Erreichen der nächsten Wettbewerbsrunde, die Landesqualifikation Hessen Süd, ermöglicht.

Sehr wohltuend war die Anwesenheit von zehn Schüler*innen der Klasse 11B, die unsere Debattantinnen und Debattanten umsorgten, betreuten, Nervosität niederkämpften und immer wieder Mut zusprachen. Der Klassen- und POWI Lehrer der 11B, Herr Ille hatte ein wachsames Auge auf seine Schülerinnen und Schüler , jurierte jedoch zusammen mit Frau Hartmann in den Wettbewerbsrunden parallel ablaufende Debatten. Schülerinnen und Schüler der eigenen Schule dürfen aus Gründen einer möglichen Bevorzugung, nicht von den schuleigenen Jurorinnen und Juroren beurteilt werden. Die Macher von „Jugend debattiert“ haben sich in diesem Jahr für wahrhaft akrobatisch formulierte Wettbewerbsfragen entschieden und auch die Herausarbeitung von Maßnahmen stellte in den Qualifikationsdebatten eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar.

So erzielte die erste Debattenrunde zur Frage: „Sollen mehr fremdsprachige Filme ohne deutschsprachige Synchronisation gezeigt werden?“ bei den Beteiligten und Zuschauern vor allem den Effekt, den Luxus der deutschen Synchronisationskultur vielleicht erstmals wahrzunehmen und zu würdigen.

In der zweiten Runde lauerte der Zungenbrecher für die, von den Debattant*innen angestrebten, korrekten Zielsätze, denn es galt nun eine gut durchdachte Maßnahme zur Frage zu entwickeln: „Sollen Kommunen für Gärten, Grünflächen und Gewerbegebiete eine biodiversitätsfreundliche Gestaltung vorschreiben?“ Hierbei waren sowohl politische Sachkenntnis als auch Einsichten über die menschliche Natur nötig, denn: wie lassen sich Menschen zu einer Verhaltensänderung am besten bewegen? – Oder: soll man das pflanzliche wilde Wuchern vorschreiben oder belohnen, wer wuchern lässt?

Völlig fasziniert standen die Lindenauer nach den Qualifikationsdebatten auf dem Flur vor dem Wettbewerbsbüro und hörten freudig die Kunde, dass sowohl Boran Düzgün als auch Hannah Roth die Finaldebatte des Regionalwettbewerbs erreicht hatten. Besser konnte es wirklich nicht laufen! Nun galt es für Hannah und Boran, die Unterlagen noch einmal zu sortieren und ein vorerst letztes Mal Konzentration aufzubauen, um die entscheidende Debatte zu bestreiten. Diesmal sollte debattiert werden: „Sollen Bürger per Losverfahren zur Mitarbeit im Gemeinderat verpflichtet werden?“

In der anschließenden Siegerehrung fand das überragende Abschneiden der beiden Debattant*innen der Lindenauschule ihren vorläufigen Höhepunkt. Boran Düzgün ist mit seinem tollen vierten Platz als Nachrücker für die Landesqualifikation am 11. April 2019 qualifiziert und Hannah Roth kommt als Siegerin des Regionalwettbewerbs zunächst in den Genuss der Teilnahme am Regionalsiegerseminar vom 27. – 29. März in Bad Homburg und ist für die Landesqualifikation Hessen Süd am 11. April 2019 direkt qualifiziert.

Im Namen der Schulgemeinde wünschen wir den beiden ein lohnendes Seminar und viel Erfolg bei der Landesqualifikation Hessen Süd!

Sandra Hartmann

Von der Vertreibung böser Geister & dem praktischen Wert des Unterrichts in Poesie – Der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ an der Lindenau

Von der Vertreibung böser Geister & dem praktischen Wert des Unterrichts in Poesie – Der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ an der Lindenau

Am Mittwoch, den 20.02.2019 fand im Forum der Lindenauschule der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ für die 11. Jahrgangsstufe statt. Boran Düzgün, 11B und Leonie Stadtmüller, 11A qualifizierten sich mit ihrer Debattierleistung für den Regionalwettbewerb am 06.03.2019 in der Otto-Hahn-Schule.

Es ist schon eine kleine Tradition, dass die Schüler/innen der Jahrgangsstufe 11 im Januar in den Fächern Deutsch und POWI die Kunst des Debattierens erlernen. Zum Abschluss der Unterrichtsreihe absolviert jede/r Schüler/in eine Debatte und der/die Klassensiegerin wird ermittelt.
Beim Schulwettbewerb galt es nun, aus den drei Klassensieger/innen, wiederum die beiden Besten zu ermitteln. Leonie Stadtmüller, 11A, Boran Düzgün, 11B, Adrian Sandor, 11C und Iman El Hamdaoui, 11A führten in Anwesenheit aller Schüler/innen des Jahrgangs 11 sowie der gleichzeitig wohlmeinenden und kritischen Jury aus den Deutsch oder POWI Lehrer/innen Frau Cordovan, Frau Stolzenburg, Herrn Bodtke und Herrn Wunderlich zwei Debatten.
In der ersten Debatte ging es um die Frage: „Soll privates Silvester Feuerwerk verboten werden?“ Mit viel Enthusiasmus wurde das private Silvesterfeuerwerk verteidigt, da zum Beispiel die Vertreibung böser Geister, einem traditionellen Zweck des Feuerwerks, weiterhin möglich bleiben sollte. Auch könnten einige wenige, welchen kein sachgemäßer Gebrauch von Feuerwerkskörpern beizubringen sei, nicht Anlass für die Bestrafung der großen Mehrheit sein. Dem hielten die Gegner von privatem Silvester Feuerwerk die vernichtenden Stickoxid-Belastungen, die Schädigungen von Alten, Kranken, Kindern und Tieren entgegen. Ein offizielles Feuerwerk zum Jahreswechsel, organisiert von öffentlichen Trägern, wie beispielsweise der Gemeinde, reiche aus.
Nachdem die Debattierenden Rückmeldung und Tipps für die Vervollkommnung ihres Debattierstils erhalten haben, wurde die zweite, entscheidende Debatte zum Thema: Soll ein Schulfach „Praktische Lebensführung“ eingeführt werden?“ gestartet. Mit dem originalen Ausspruch des Philosophen Seneca: „Non vitae sed scholae discimus“ (Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir) brachten sich die Fürsprecher eines neuen Schulfachs „praktische Lebensführung“ in Stellung. Da die Jugendlichen immer mehr Zeit in der Schule verbrächten, müssten Lehrer/innen auch weiterführende Aufgaben übernehmen und so auch lebenspraktisches Wissen vermitteln. Ein Schulfach „Praktische Lebensführung“ solle während der 9. Und 10. Klassenstufe unterrichtet werden. Vertreter der Gegenposition gaben jedoch zu bedenken, dass die älteren Generationen, beispielsweise die eigenen Großeltern und Eltern bewiesen, dass es keine negativen Folgen habe, die Einweisung in die Lebensführung den Eltern zu überlassen.
Ein herzliches Dankeschön geht an Cansu Aydin aus der Klasse 11B, welche beide Debatten als Zeitwächterin begleitet hat!

Den Schulsieger/innen Boran Düzgün und Leonie Stadtmüller wünsche ich im Namen der Schulgemeinde viel Erfolg und gutes Gelingen beim Regionalwettbewerb von Jugend debattiert!

Sandra Hartmann

Vortrag für die Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule: Die Reichspogromnacht in Großauheim 1938

Vortrag für die Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule: Die Reichspogromnacht in Großauheim 1938

Wie schon im vergangenen November– damals vor den Grundkursen 12 des Faches Geschichte der Lindenauschule- hielt Dr. Manfred Greb, Lokalhistoriker in Großauheim, einen beeindruckenden Vortrag zur Reichspogromnacht 1938 in Großauheim.

Die Schüler erfuhren vom Schicksal des Großauheimer Juden Heinrich Hirschmann, über sein Leid, aber auch Vergebung der Schuld – und waren gebannt. Hirschmanns Leben steht exemplarisch für das Schicksal millionenfacher Entrechtung, Enteignung, Flucht und Deportation deutscher, aber auch europäischer Juden. Als einziges Mitglied seiner Familie konnte Heinrich Hirschmann der Deportation durch seine Emigration 1938 in die USA entkommen.

Als Henry Hirschmann und US Soldat kam er nach dem Krieg nach Großauheim zurück. Sein weiteres Leben war nicht durch Rachsucht, trotz der Ermordung vieler seiner Familienangehörigen, sondern durch Versöhnung und Hilfsbereitschaft geprägt. Seine späteren Besuche in Großkrotzenburg und Großauheim waren gekennzeichnet durch den Willen zur Versöhnung mit den Deutschen.

Nach Dr. Grebs Appell, dass die Nachfolgegeneration nicht an den Geschehnissen der NS-Zeit Schuld trägt aber eine Verantwortung für das weitere Verhalten und Handeln in Zukunft hat, schloss die Veranstaltung, die viele Schüler_innen zum Nachdenken anregte.

Als „Schule ohne Rassismus“ plant die Lindenauschule weitere Veranstaltungen zu diesem und weiteren Themen.

Steffen Schleicher

Generationentreffen im Seniorenbüro: Schüler*innen unterstützen im Umgang mit Smartphone & Co.

Unter dem Motto „Jung hilft Alt“ erhalten Seniorinnen und Senioren kostenfreie Unterstützung beim Umgang mit neuen Medien, wie Smartphone, Computer, Tablet und Co. Mehr als 20 Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule in Großauheim helfen Einsteigern und Fortgeschrittenen an zwei Seminartagen bei der Erkundung der Welt des Internets oder bei der Handhabung des (neuen) Smartphones. Sie beantworten mit Geduld und Kompetenz gerne auch die individuellen Fragen der Seniorinnen und Senioren. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Das erste Seminartreffen findet am Donnerstag 7. März, und das zweite Treffen am Donnerstag, 21. März, (jeweils von14.30 bis 16 Uhr) im Seniorenbüro (Steinheimer Straße 1, 1. OG) statt. Vorbereitet werden die Schülerinnen und Schüler von Steffen Schleicher, katholischer Religionslehrer und für die Schulseelsorge der Lindenauschule verantwortlich, in Kooperation mit dem Seniorenbüro, Karin Dunkel und den Ehrenamtlichen der Projektgruppe „Jung hilft Alt“(Uta Frederking und Dieter Rohrbach). Anmeldung möglichst bis 4. März beim Seniorenbüro, Tel. 06181 66820-0/-50 oder per E-Mail an karin.dunkel@hanau.de.

Pressemitteilung des Seniorenbüros der Stadt Hanau

I.A. S. Schleicher

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