Verabschiedungsfeiern an der Lindenauschule

Verabschiedungsfeiern an der Lindenauschule

In mehreren stimmungsvollen Feiern entließ die Lindenauschule in Hanau-Großauheim vergangene Woche ihre Haupt- und Realschülerinnen und -schüler.

Aufgrund der Corona-Pandemie bekamen die Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse jeweils klassenweise überreicht. In der Mehrzweckhalle der Integrierten Gesamtschule fand die Zeugnisausgabe im Beisein der Klassenlehrerinnen und -lehrer, der Schulleitung, der Elternvertreter sowie der Mitglieder des Fördervereins statt.

Zunächst verabschiedete die Lindenauschule am Mittwoch, dem 01. Juli 2020, die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen.

Die Absolventinnen und Absolventinnen durften ihre Abschlusszeugnisse aus den Händen der Klassenlehrerinnen und -lehrer entgegennehmen. Insgesamt bestanden 69 von 71 Schülerinnen und Schülern die Hauptschulprüfungen. 55 von ihnen erreichten sogar den Qualifizierenden Hauptschulabschluss und werden zumeist die zweijährige Berufsfachschule besuchen, um dort den Realschulabschluss zu erlangen.

Die Schüler Erik Kofahl (Notendurchschnitt 1,8 und damit Jahrgangsbester), Ismael Saissi (Notendurchschnitt 2,1) sowie die Schülerin Astha Lund (1,9) bestanden den Hauptschulabschluss als Klassenbeste. Sie wurden von der Rektorin Anke Ott geehrt und erhielten jeweils Buchgutscheine.

Am Donnerstag, dem 03. Juli 2020, verabschiedete die Lindenauschule dann ihre Realschülerinnen und -schüler.

Die Klassenlehrerinnen und -lehrer überreichten den 72 strahlenden Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlusszeugnisse. 43 von ihnen erlangten den Qualifizierenden Mittleren Abschluss und weitere 29 erreichten den Mittleren Abschluss. Da viele Schülerinnen und Schüler ihre Schullaufbahn in der Gymnasialen Oberstufe fortsetzen werden, bleiben sie der Lindenauschule auch im nächsten Schuljahr erhalten.

Außerdem wurden die besten Schülerinnen und -schüler der vier Klassen Sylvia Anim (Notendurchschnitt 1,8 und damit Jahrgangsbeste), Tim Breiden sowie Lea Kaiser (Notendurchschnitt 2,0) und Anissa El Hamdaoui (Notendurchschnitt 2,3) mit Buchgutscheinen geehrt.

Nun freuen sich aber erst einmal alle auf die Sommerferien, an deren Ende die Weiterführung der schulischen Laufbahn oder der Beginn einer beruflichen Ausbildung stehen werden.

Julia Völker

 

 

„Wir sind in Deutschland zu Hause.“

„Wir sind in Deutschland zu Hause.“

„Ich liebe Sauerkraut“, bekennt Carmen Ortega, die ursprünglich aus Huelva (Andalusien) stammt und 1963 nach Deutschland um zunächst als Kindermädchen für amerikanische Familien in Frankfurt zu arbeiten. Später fand sie neben anderen Tätigkeiten in Hanau bei Heraeus Arbeit.

Das deutsche Essen habe sie inzwischen liebgewonnen: Dabei habe sie das anfangs gar nicht gemocht. Eine deutsche Freundin habe ihr dann ein besonderes Rezept verraten – Jetzt esse die ganze Familie Sauerkraut.

Carmen Ortega war mittlerweile die fünfte ehemalige Gastarbeiterin aus der Region, die von den Schülerinnen und Schülern des WP2-Kurses interviewt wurde. Die Interviews bilden die Grundlage für eine spätere Ausstellung zur Arbeitsmigration, die in Kooperation mit dem Museum Philippsruhe gestaltet wird und Ende 2021 eröffnet werden soll. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fragen selbstständig in einem halbstündigen Vorgespräch. Am Computer werden die Interviews schließlich gemeinsam mit ihrem Lehrer Sebastian Saliger und einem Kameraexperten, Herrn Rindermann von der Werbeagentur United Power Fields, gesichtet und bei Bedarf nachbearbeitet. Besonderes Engagement zeigte ein Lindenauschüler, der seinen Familienangehörigen selbstständig zu Hause interviewte: Herr Puligheddu kam als Jugendlicher nach Deutschland und arbeitete u.a. bei der Firma Honeywell.

Die Fragen der Schülerinnen und Schüler des WP2-Kurses drehen sich nicht nur ums Essen, doch sind die mitgerbachten Rezepte für die „Gastarbeiter“ oft bis heute noch eine Verbindung zu ihrem Geburtsland.

Frau Giacomini hingegen überraschte mit der Aussage, dass sie keine Nudeln mag. Rippchen mit Sauerkraut oder Pellkartoffeln mit Quark esse sie hingegen regelmäßig. Frau Porcellini variiert gerne deutsche Gerichte und kreiert ein Schnitzel “all´italiana“, indem sie die Soße mit mediterranem Gemüse verfeinert.

Manche Zeugnisse deuten jedoch auch auf Probleme hin: So war die Wohnsituation der Gastarbeiter oft prekär. Antonio Cabrera berichtet in seinem Buch Barraca 5 ausführlich von dem Leben in den „Baracken“, ohne ausreichende Waschmöglichkeiten. Diese standen an der Stelle, wo sich heute der Lidl-Supermarkt in Großauheim befindet. Nicht selten war das Heimweh so stark, dass seine Landsleute Deutschland schnell wieder verließen.

Die Arbeit war der häufigste Grund, warum sich die Gastarbeiter auf die Reise nach Deutschland machten. Der Vater von Frau Giacomini kaufte sich mit dem ersten verdienten Geld einen VW-Käfer – das Symbol des deutschen „Wirtschaftswunders“. Auch unterstützten die ehemaligen Arbeitsmigranten die Familien in der Heimat. Für die Überweisungen mussten spezielle Formulare ausgefüllt werden, welche von der Post bearbeitet worden. Dies Überweisungsträger besitzt Herr Porcellini bis heute und brachte sie zum Interview mit.

Viele ehemalige Arbeitsmigranten sind noch heute gut untereinander vernetzt. Carmen Ortega gehe regelmäßig mit ihren Freundinnen frühstücken und spiele Karten mit ihnen. Sie ist mit Spanien immer noch verbunden. Allerdings reichen ihr ein paar Wochen Urlaub in ihrem Geburtsland. Wenn sie wieder nach Deutschland zurückkehre, merke sie, dass Deutschland längst ihre Heimat geworden sei: „Ich bin glücklich gekommen und glücklich geblieben“, sagt sie. Frau Giacomini könne sich nicht vorstellen in einem anderen Ort als Großauheim zu leben. Das Ehepaar Porcellini betont: Wenn wir aus dem Italienurlaub zurückkommen, sagen wir immer: „Wir sind wieder zu Hause.“

Aufgrund der aktuellen Situation und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen ruht das Projekt und wird, sobald es die Lage wieder zulässt, fortgesetzt werden.

 

Sebastian Saliger

Eine etwas andere Abiturfeier

Eine etwas andere Abiturfeier

Am Freitag, dem 19. Juni 2020, verabschiedete die Lindenauschule in Hanau-Großauheim in einer kleinen akademischen Feier ihre Abiturientinnen und Abiturienten. Die arbeitsreichen Monate für 62 Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe sind nun endlich vorüber. Nach der langen Zeit des Lernens und Büffelns für Prüfungen und Klausuren und den großen Einschränkungen in den letzten Monaten durch die Coronavirus-Pandemie beginnt für die 60 Schülerinnen und Schüler, die sowohl die schriftliche als auch die mündliche Abiturprüfung bestanden haben, nun eine Zeit der Neuorientierung. Der Notendurchschnitt lag in diesem Jahr bei 2,68.

Nachdem der Fotograf die Aufnahmen der Tutoriumfotos zur Erinnerung an diesem besonderen Tag abgeschlossen hatte, begrüßte Schulleiter Dr. Hermann Alig gegen 16 Uhr die anwesenden Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte in der Mehrzweckhalle. Zu Beginn seiner Ansprache gratulierte er den Absolventinnen und Absolventen zum bestandenen Abitur. Im weiteren Verlauf zitierte Alig Forrest Gump aus dem gleichnamigen Film: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“ Der Protagonist des Films begibt sich nach seinen Lehrjahren auf Wanderschaft, um dann – häufig wieder zurück in der Heimat – mit den erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten seine Meisterjahre, den leistungsstärksten Teil des Lebens, zum Wohle der Gesellschaft zu gestalten und dieser etwas zurückzugeben. Für ihre Zukunft wünschte Alig den Abiturientinnen und Abiturienten alles erdenklich Gute.

Den Höhepunkt des Nachmittags stellte die Übergabe der Abiturzeugnisse durch die jeweiligen Tutorinnen und Tutoren, Tom Dedina (13A), Dr. Johannes van de Locht (13B), Sabine Krempel-Hesse (13C) sowie Dr. Martina Süßenguth (13D), dar. Die Absolventinnen und Absolventen bekamen einzeln ihr Zeugnis überreicht, wobei die Tutorinnen und Tutoren die Übergabe traditionell jeweils mit einer kurzen Charakterisierung des Betreffenden verbanden und seine besonderen Eigenschaften hervorhoben.

Die Abiturientin Ermira Limani führte gekonnt durch das abwechslungsreiche Programm. Neben einer kurzweiligen Abiturientenrede von Begüm Yurtsever und Yonas Isaq begeisterten die Musik- und Gesangsbeiträge der Lehrkräfte Herr Zahn und Herr Hoffmann alle Anwesenden. Auch der Auftritt der Lehrerband, bestehend aus den Lehrern Benedict Blaumeiser, David Hofmann, Alejandro Veciana und Ulrich Zahn wurde mit Begeisterung aufgenommen.

Die Schüler Ilias Hassani (Notendurchschnitt 1,4) und Malik Alwan (1,5) sowie die Schülerin Ela Deniz Ünal (1,6), die das Abitur als Jahrgangsbeste bestanden, wurden ausgezeichnet und erhielten jeweils Buchgutscheine. Die Abiturientinnen Leanne Koob und Vivian Buchwalter erhielten für ihre sehr gute Prüfungsleistung im Fach Katholische Religion jeweils eine Urkunde sowie einen Sachpreis. Ebenfalls ausgezeichnet für ihre Erfolge im Fach Physik wurden der Schüler Tim Elbert sowie die Schülerinnen Maja Engbert und Selma Engbert, die sich über eine einjährige Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der ältesten nationalen und weltweit größten physikalischen Fachgesellschaft, freuen durften.

Auch wenn die Vergabe der Abiturzeugnisse strengsten Auflagen und Hygieneanordnungen unterlag, herrschte zum Ende der Abschlussfeier eine gelöste Stimmung unter den Anwesenden. Die Schülerinnen und Schüler zelebrierten das Ende ihrer Schulzeit den Vorgaben entsprechend einfach „etwas anders“.

Julia Völker

Das Ökosystem Schulteich

Das Ökosystem Schulteich

‚Ein Teich stinkt doch nur und bringt Ungeziefer in den Schulgarten?‘ Weit gefehlt! Seit Februar 2019 besteht an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim die sogenannte Teich-Arbeitsgruppe. Hier erforschen und erkunden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 den Lebensraum Schulteich und beobachten diesen auch in seiner Wechselbeziehung zu angrenzenden Ökosystemen.

‚Sind das aber viele Moderlieschen – warum sind das so viele?‘ So in etwa fiel die Reaktion der AG-Teilnehmerinnen und AG-Teilnehmer aus, als sie nach sechswöchiger Sommerferien-pause an den Schulteich zurückkehrten. Vor den Ferien wurden in den Teich etwa 30 Moderlieschen eingesetzt, nach den Sommerferien hatten sie sich auf ca. 300 Fische vermehrt. Warum vermehren sich die Moderlieschen so gut?‘ Dies war dann für die nächste Zeit die bestimmende Fragestellung. Die Lernenden hatten hierzu natürlich auch schon Vermutungen angestellt, welche im Laufe der Zeit untersucht und überprüft wurden. Gleichzeitig lernten die Schülerinnen und Schüler die Tier- und Pflanzenwelt des Teichs kennen, beschäftigten sich mit dessen Nahrungsnetz und erkannten, dass alles eines feinen Zusammenspiels bedarf. Ebenso erfuhren sie, welche möglichen Probleme auftauchen können, wenn das Zusammen-spiel zwischen Tieren und Pflanzen gestört ist.

Ob sich nun die Moderlieschen für das Gleichgewicht des Teich zu stark vermehrt hat oder ob sich die Populationsgröße von selbst reguliert – das wird in der kommenden Zeit von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern genau beobachtet werden. Hierzu wird u.a. in regelmäßigen Abständen der pH-Wert des Teichwassers bestimmt, um eine Übersäuerung frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen. Weiterhin wird geprüft, wie Pflanzen und Tiere miteinander agieren und wie sich all dies auf das Ökosystem des Teiches  auswirkt.

Es bleibt also weiterhin spannend. Und die Schülerinnen und Schüler werden mehr und mehr zu Experten und entwickeln ein Gefühl für den Umgang mit der Natur. Darüber hinaus haben sie schon jetzt fundierte Kenntnisse über die Artenvielfalt des Lebensraums Schulteich erworben und – geschult am Original – ein Verständnis für die Ökologie  entwickelt.

David Haamel

Hotels für Wildbienen & Co.

Hotels für Wildbienen & Co.

Eine Wanderung in den Hanauer Wald zum Domizil des Vogel- und Naturschutzvereins Großauheim unternahm der Wahlpflichtkurs ’Schulhofgestaltung‘ der Lindenauschule noch kurz vor Schließung der Schulen. Im Gepäck der Schülerinnen und Schüler befanden sich Insektenhotels, die sie während des Winters im Unterricht unter Anleitung ihrer Lehrerin, Frau Pfeifer-Jung, gebaut hatten. Der Verein hatte dabei die Materialkosten übernommen.  Auf dem idyllisch gelegenen Vereinsgelände übergaben die Schülerinnen und Schüler die Werkstücke an den versammelten Vorstand unter Vorsitz von Herrn Herbert Bauer. Die Insektenhotels wurden auf dem Areal aufgehängt, sodass nunmehr viele Nisthilfen und Überwinterungsmöglichkeiten für Wildbienen, Marienkäfer, Florfliegen und Schmetterlinge vorhanden sind.

Die Übergabe der Insektenhotels war eine willkommene Gelegenheit, die seit Jahren bestehende Kooperation zwischen dem Vogel- und Naturschutzverein und der integrierten Gesamtschule in Hanau-Großauheim fortzusetzen. So bleiben die Vogelschützer mit ihren 300 Vogelnistkästen im Großauheimer Wald nicht nur die ‚größten Immobilienbesitzer‘ der Stadt; mit den neuen Insektenhotels dürften sogar noch ein paar hundert zusätzliche Unterschlupfmöglichkeiten für verschiedene Insektenarten hinzugekommen sein.

Ursula Pfeifer-Jung

Herbert Bauer

Vorbereitungen an der Lindenauschule laufen auf Hochtouren

Vorbereitungen an der Lindenauschule laufen auf Hochtouren

Am kommenden Montag, dem 27. April 2020, beginnt nach langer Durststrecke wieder der Unterricht an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim – wenn auch nur für einen Teil der Schülerinnen und Schüler. Nach der Lockerung der Beschränkungen anlässlich Covid-19 soll nun ein Hauch von Schulalltag in die Lindenau einziehen. Zunächst werden die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen beschult; jedoch nur diejenigen, die Ende Mai 2020 ihre Abschlussprüfungen ablegen werden. Auch für die Oberstufenschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe 12 beginnt der Unterricht wieder. Alle übrigen Schülerinnen und Schüler müssen ihre Unterrichtszeit weiterhin in den eigenen vier Wänden verbringen. 

Zunächst werden nur die abschlussbezogenen Hauptfächer unterrichtet, d. h. in den Jahrgangsstufen 9 und 10 die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch, im Jahrgang 12 ebenfalls die Fächer Deutsch, Mathematik sowie die jeweiligen Leistungskurse.

Die Vorbereitungen an der Integrierten Gesamtschule laufen daher auf Hochtouren. Um die Hygienestandards gewährleisten zu können, werden in jedem Klassenraum nur maximal 15 Lernende sein, die in einem Abstand von mindestens 1,5 m zueinander sitzen werden. Selbst die Pausenräume werden zugewiesen, damit die Abstandsregelungen eingehalten werden können. Alle Klassenräume und Toiletten werden mit Seifen und Papierhandtüchern, teilweise auch mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. Der Aufwand sei enorm, konstatierte Schulleiter Dr. Hermann Alig. „In den Jahrgangsstufen 9 und 10 müssen pro Lerngruppe zwei Lehrkräfte eingesetzt werden, um im Hinblick auf die Haupt- und Realschulprüfungen eine optimale Beschulung garantieren zu können. Zudem müssen die  Stunden- und Raumpläne so verändert werden, dass der Unterricht organisiert werden kann.“, erklärte Alig weiter.

„Die Notbetreuung für die übrigen Jahrgänge der Lindenauschule, die Nachschreibeklausuren für das schriftliche Abitur sowie die mündlichen Abiturprüfungen müssen zudem vorbereitet und durchgeführt werden“, erklärt der Fachbereichsleiter und kommissarische Leiter der Oberstufe, Jörn Schachtner, „in normalen Zeiten ist das kein Problem, aber wir haben auch viele Kolleginnen und Kollegen, die in Risikogruppen fallen und somit keinen Schülerkontakt haben dürfen, was die Organisation umso schwerer macht.“

Trotz der widrigen Umstände sehen Alig und Schachtner ihre Schule gut vorbereitet auf den Unterrichtsbeginn am Montag. „Alle im Kollegium und im nicht pädagogischen Personal ziehen an einem Strang – das ist wichtig in solchen Zeiten“, so Alig. Es kann also wieder losgehen!

Kultur, Geschichte und Glauben zum Anfassen

Kultur, Geschichte und Glauben zum Anfassen

Es ist das meistgedruckte und erfolgreichste Buch der Welt. Über kein anderes Werk wurde so viel geschrieben, so viel nachgedacht und so viel gestritten wie über – die Bibel.

Am Montag, dem 09. März 2020, begaben sich die Schülerinnen und Schüler zweier Religionskurse der Lindenauschule in Hanau-Großauheim auf eine Expedition in die spannende Welt der Bibel und ihre jahrtausendealte Geschichte.

Im Frankfurter Bibelhaus konnten die Sechstklässler die Bibel auf eine neue Weise entdecken: erlebnisreich, zum Anfassen und voller Überraschungen. In den zwei Erlebnisräumen zum Alten und Neuen Testament nahmen sie beispielsweise in einem Nomadenzelt Platz und erfuhren viel Interessantes über das Leben der Nomaden, deren Kleidung sowie ihre Gastfreundschaft. Außerdem konnten sie an einem über 1800 Jahre alten Mahlstein Hand anlegen. In einem originalgetreuen Nachbau eines Fischerbootes aus der Zeit Jesu spielten die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von sogenannten Ocean Drums (das sind Trommeln, die mit vielen kleinen Stahlkugeln befüllt sind) das biblische Gleichnis der Sturmstillung nach. Auf diese Weise bekamen sie einen Einblick in den Alltag Jesu sowie seiner Anhänger am See Genezareth. Weiter lernten die Lindenauschüler viele Details aus der biblischen Zeit kennen, etwa die verschiedenen Währungen, die verwendeten Öllampen oder auch die sogenannten Schofar-Hörner. Letztere stammen von Antilopen und wurden zum Musizieren verwendet. Darüber hinaus ermöglichten viele weitere Mitmachelemente den Sechstklässlern einen sinnlichen Zugang zur Bibel, dem grundlegenden literarischen Werk der christlichen Kultur.

Der Besuch des Frankfurter Bibelhauses war für Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte gleichermaßen ein Gewinn – bot das Erlebnismuseum doch einen intensiven Einblick in die Kultur, Geschichte und Lebenswelt der Bibel.

Julia Völker

Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Leikert an der Lindenauschule

Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Leikert an der Lindenauschule

Am Donnerstag, dem 06. Februar 2020, besuchte die CDU-Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Katja Leikert die Lindenauschule in Hanau-Großauheim.

„Das sind aber viele Jugendliche“, stellte sie fest, als sie das prall gefüllte Forum der Integrierten Gesamtschule betrat und in die Gesichter der erwartungsfrohen Lernenden blickte.

Den über 140 Schülerinnen und Schülern aus der zehnten Klasse sowie aus der Oberstufe stand die Politikerin bei ihrem Besuch Rede und Antwort. Und die wollten eine ganze Menge wissen – stellten sie doch Fragen zu ganz unterschiedlichen Themen wie beispielsweise Entwicklungspolitik, Globalisierung, Flüchtlingspolitik und Sterbehilfe.

Darüber hinaus zeigten sich die Schülerinnen und Schüler sehr interessiert an den Arbeitsprozessen einer Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis und im politischen Berlin. Neben ihrer Funktion als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Hanau im Bundestag ist Frau Dr. Leikert eine der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion. Weiterhin ist sie Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte im Dt. Bundestag. Und so gab sie nuanciert und themenübergreifend Auskunft über ihre eigene Position und die Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit.

Interessant war die Veranstaltung auch deshalb, weil es mitunter zu kontroversen Diskussionen kam. Die hervorragend vorbereiteten Schülerinnen und Schüler fragten gezielt, differenziert und kritisch nach. Die Themen reichten dabei von den Zielkonflikten in der Klimapolitik und der nachhaltigen Nutzung von Rohstoffen bis hin zur Position der CDU bei der Befürwortung einer stärkeren Sicherung der EU-Außengrenzen. Auch nach den Gründen ihres divergierenden Abstimmungsverhaltens bei der von der Fraktionsdisziplin befreiten Abstimmung zur Widerspruchslösung bei der Organspende wurde sie befragt.

Die Bundestagsabgeordnete ging professionell und situationsgerecht auf die Fragen der Jugendlichen ein.

Deutlich wurde, dass politische Lösungen nicht nur konstruktiv und lösungsorientiert sein sollten, sondern sich auch immer im Spannungsfeld zwischen unterschiedlichen Interessen bewegen und deshalb grundsätzlich Kompromisse erfordern.

Während der Fragerunde zeigte sich Frau Dr. Leikert beeindruckt vom Detailwissen und den gezielten Fragen der Lernenden. Sie habe seit langer Zeit keine so gut vorbereiteten Jugendlichen mehr erlebt, stellte die Bundestagsabgeordnete fest. So war denn auch die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler sehr positiv. Die einhellige Meinung war, dass sie wichtige Einblicke in die politischen Zusammenhänge erhalten hätten und dass die Veranstaltung noch etwas länger hätte dauern dürfen.

Manu Seidel

Wie funktioniert eigentlich ein Handyakku?

Wie funktioniert eigentlich ein Handyakku?

Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der Lindenauschule im Laborpraktikum an der Frankfurter Goethe-Universität

Diese und viele andere Fragen können die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der Großauheimer Lindenauschule nun ohne Probleme beantworten.

In den vergangenen zwei Wochen nahmen die vier 11. Klassen mit ihren Chemielehrkräften Frau Buschjost, Herr Kretschmann, Frau Morgenroth und Herr Schnitzer an einem jeweils zweitägigen Laborpraktikum im Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt teil.

Zum Thema „Überall Elektronen und Redoxprozesse“ erhielten die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in die Welt der angewandten Chemie. In Kleingruppen untersuchten sie beispielsweise ein Handyakku hinsichtlich seines Aufbaus und seiner chemischen Zusammensetzung. Anschließend fertigten sie mit Hilfe eines handelsüblichen Edelstahltopfkratzers einen eigenen Akku, der nach dem Laden einen kleinen Motor betreiben konnte.

Besonders eindrucksvoll in Erinnerung blieb den Schülerinnen und Schülern das Thermitverfahren zum Schweißen von Eisenbahnschwellen, die Herstellung von pyrophorem Eisen, das sich an der Luft entzündet und glühend zu Boden rieselt, sowie die Herstellung von farbigem Glas in der Mikrowelle.

Das Laborpraktikum war für alle Teilnehmenden ein voller Erfolg – so spielen einige der Lernenden nach dieser rundum gelungenen Veranstaltung sogar mit dem Gedanken, nach ihrem Abitur Chemie zu studieren.

 

Alexandra Morgenroth

Lindenauschule beim Regionalwettbewerb von „Jugend debattiert“ würdig vertreten

Lindenauschule beim Regionalwettbewerb von „Jugend debattiert“ würdig vertreten

Am Mittwoch, dem 04. März 2020, fand der Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ in der Otto-Hahn-Schule in Hanau statt. Ein nicht ganz gewöhnlicher Tag, denn es war auch der Tag der zentralen Trauerfeier für die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau vom 19. Februar. Die Anreise wollte dementsprechend gut geplant sein, denn um die Mittagszeit wurde der öffentliche Nahverkehr nahezu eingestellt und die Innenstadt abgeriegelt.

In den vergangenen Tagen hatten sich Louis Hein (Klasse 11B) und Paul Heugabel (Klasse 11C) intensiv auf die Debattenfragen für den Regionalwettbewerb vorbereitet.

Im Wettbewerb der Sekundarstufe II traten dann Schülerinnen und Schüler aus sechs Gymnasien und Gesamtschulen aus Hanau, Maintal sowie Großkrotzenburg gegeneinander an, um in zwei Qualifikationsdebatten möglichst viele Punkte zu erzielen. Nur die vier Personen mit den meisten Punkten werden die Finaldebatte bestreiten, welche bei erfolgreichem Abschluss das Erreichen der nächsten Wettbewerbsrunde, die Landesqualifikation Hessen Süd, ermöglicht.

Die erste Qualifikationsdebatte wurde zur Frage „Sollen Jugendliche sich selbst verpflichten, ihre tägliche Handyzeit zu begrenzen?“ geführt. Darüber, dass es gut sei, die eigene Handynutzung zeitlich zu begrenzen und im Griff zu behalten, herrschte schnell Einigkeit. Ob Jugendliche dies in Eigenverantwortung gut bewerkstelligen könnten, darüber gingen die Meinungen auseinander. Die Übernahme der Kontrolle wurde hierbei den Eltern angetragen, da die Selbstkontrolle zum Beispiel durch Applikationen im Smartphone nicht effektiv funktioniere, wie die eigenen Erfahrungen der Debattanten mit ihrem Handy zeigten.

Gestärkt durch die Rückmeldung und Ratschläge der Jury ging es in die zweite Qualifikationsdebatte zum Thema: „Soll die Stadt Hanau den Klimanotstand ausrufen?“ Hierbei stellte sich die Maßnahme des Klimanotstandes selbst als Hürde heraus und die Debatte drehte sich schnell um das Umsetzen wirksamer Klimaschutzmaßnahmen in den Kommunen. Dass das Problem des Kampfes gegen den Klimawandel auf Bundesebene und EU-weit schnell angegangen werden müsse, darüber bestand allgemeiner Konsens.

Nach den Qualifikationsrunden erwarteten die zwölf Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II gespannt das Ergebnis. Im Wettbewerbsbüro wurden die Juryergebnisse gesammelt und ausgewertet. Wer wird wohl die meisten Punkte bekommen haben und in das Finale einziehen? Bei dem insgesamt ausgeglichenen Bewerberfeld schien alles möglich… Für Paul Heugabel und Louis Hein reichte es an diesem Tag leider nicht ins Finale. Beide können jedoch sehr stolz auf ihre Leistung sein und sind um eine wertvolle Erfahrung reicher. Louis bemerkte nach einer Runde im Wettbewerb, er habe noch nie an so einer guten Debatte teilgenommen. Am Ende belegte Paul den 8. Platz und Louis den 9. Platz.

Für euer Engagement im Wettbewerb möchte ich mich herzlich bedanken!

Ein riesengroßes Dankeschön geht auch an unsere Jurymitglieder Frau Engelhardt und Herrn Schachtner, die sich bereit erklärt haben, die Lindenauschule im Regionalwettbewerb als Juror/in zu unterstützen! Frau Engelhardt hat sich darüber hinaus freiwillig als Jurorin für die Finaldebatte zur Verfügung gestellt! Chapeau!

Sandra Hartmann

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