Emotionale Abschiede beim Wahlpflichtkurs „Jung hilft Alt – Jung trifft Alt“

Emotionale Abschiede beim Wahlpflichtkurs „Jung hilft Alt – Jung trifft Alt“

Mit zwei emotionalen Abschlussveranstaltungen ging der Wahlpflichtkurs „Jung hilft Alt – Jung trifft Alt“ der Jahrgangsstufe 10 der Großauheimer Lindenauschule zu Ende. Über ein Jahr lang hatten Schülerinnen und Schülern Freundschaften mit den Bewohnerinnen und Bewohnern verschiedener Senioreneinrichtungen der Martin-Luther-Stiftung Hanau gepflegt.

Zum Abschluss des Schuljahres besuchten die Jugendlichen zunächst ihre Briefpartnerinnen und Briefpartner im Bernhard-Eberhard-Stiftung. Bei einem gemeinsamen Eisessen, vielen persönlichen Gesprächen und Besuchen auf den Zimmern der Bewohner wurde deutlich, wie eng die Beziehungen zwischen Jung und Alt im Laufe des Jahres geworden waren.

Zwei Wochen später fand ein weiteres großes Treffen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses am Brunnen statt. Bei Kaffee und Kuchen wurde gemeinsam gelacht, erzählt und über die unterschiedlichen Erfahrungen von jungen und älteren Menschen gesprochen. Viele Begegnungen waren dabei von großer Herzlichkeit geprägt.

Die Kooperation zwischen der Martin-Luther-Stiftung Hanau und der Lindenauschule besteht bereits seit vielen Jahren und soll auch im kommenden Schuljahr fortgeführt werden. Krisztina Kiraly und Birgit Streich von den beteiligten Einrichtungen zeigten sich stolz auf das Engagement der Jugendlichen während des gesamten Schuljahres.

Das Projekt sei für beide Seiten ein Gewinn: Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit älteren Menschen kennen und setzen sich intensiv mit dem Thema Älterwerden auseinander. Gleichzeitig freuen sich die Seniorinnen und Senioren über die Aufmerksamkeit, die Gespräche und den Austausch mit der jüngeren Generation.

Für viele Beteiligte stand am Ende fest: Die Begegnungen zwischen Jung und Alt waren für beide Generationen eine wertvolle Erfahrung.

Erfolge und beeindruckende Auftritte der Tanz-AGs unter Leitung von Frau Safie

Erfolge und beeindruckende Auftritte der Tanz-AGs unter Leitung von Frau Safie

Orientalische Tanz-AG eröffnet den Theaterabend der Oberstufe

Am 19. März begeisterten die Tänzerinnen der orientalischen Tanz-AG der Lindenauschule mit einem eindrucksvollen Eröffnungstanz beim Theaterabend der Oberstufe.

Im Mittelpunkt der Aufführung stand die Geschichte der Prinzessinnen aus den zwei Reichen Rosavella und Rubina. Die Rubinas nahmen den Rosavellas ihre magischen Teppiche weg, nachdem sie ihnen einen Schlaftrunk gegeben hatten. Daraufhin machten sich die Rosavellas auf die Suche nach ihren verlorenen Teppichen.

Während der Reise entwickelte sich aus der anfänglichen Feindschaft schließlich eine Freundschaft, die durch Tanz ihren Anfang fand.

Mit ausdrucksstarken Bewegungen, farbenfrohen Kostümen und viel Engagement sorgten die Tänzerinnen für einen gelungenen Auftakt des Theaterabends und erhielten großen Applaus vom Publikum.

 

Erfolgreiche Teilnahme der IBDAW Tanz-AG beim Landesentscheid

Die IBDAW Tanz-AG nahm am 19.05.2026 am Landesentscheid „Tanz“ im Rahmen von Jugend trainiert für Olympia Teil.

Die Schülerinnen präsentierten ihre Choreografie zum Thema Vaiana mit großem Einsatz und zeigten deutliche Fortschritte in Technik, Ausdruck und tänzerischer Gestaltung. Besonders bemerkenswert war, dass die Gruppe in diesem Jahr in einer höheren Altersklasse antreten musste und sich damit einer zusätzlichen Herausforderung stellte.

Trotz der starken Konkurrenz erreichte die Tanz-AG einen respektablen 11. Platz von insgesamt 14 teilnehmenden Gruppen. Die Teilnahme am Landesentscheid war für alle Tänzerinnen eine wertvolle Erfahrung und ein weiterer Schritt in ihrer tänzerischen Entwicklung.

Neues Wandgemälde bringt frischen Glanz an die Lindenauschule

Neues Wandgemälde bringt frischen Glanz an die Lindenauschule

Die Lindenauschule in Hanau-Großauheim erhält ein dringend benötigtes optisches Make-over. Zwar haben die geplanten Sanierungsarbeiten bereits begonnen und sollen nach und nach ausgeweitet werden, vielen Schülerinnen und Schülern – besonders aus der Oberstufe – geht die Veränderung jedoch nicht schnell genug. Seit Jahren wünschen sich ältere Jahrgänge eine modernere und ansprechendere Gestaltung der Schule.

Denn Schule ist weit mehr als nur ein Lernort. Sie ist ein Ort der Begegnung, der Erinnerungen und der Gemeinschaft. Eine angenehme Atmosphäre und ein ansprechendes Umfeld tragen dazu bei, dass sich Schülerinnen und Schüler stärker mit ihrer Schule verbunden fühlen. Aus diesem Gedanken heraus entstand die Idee, die Lindenauschule nicht nur optisch aufzuwerten, sondern gleichzeitig auch ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl zu schaffen.

Betreut wurde das Projekt von Lehrer Michael Gurnik, der die Idee über einen langen Zeitraum begleitete und schließlich gemeinsam mit einem Künstler umsetzte. Im Mittelpunkt stand dabei ein großes Wandgemälde aus den 1990er-Jahren, das über die Jahre deutlich an Strahlkraft verloren hatte. Dieses sollte nicht nur überarbeitet, sondern vollständig neu interpretiert und erweitert werden. Um die Verbindung zur Stadt Hanau und ihrer Geschichte herzustellen, fiel die Wahl auf Motive rund um die Gebrüder Grimm und einige ihrer bekannten Märchen. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern einen stärkeren Bezug zur Geschichte ihrer Heimatstadt zu vermitteln und Stolz auf die Zugehörigkeit zur Schulgemeinschaft und zur Stadt zu fördern.

Für die künstlerische Umsetzung wurde der Streetartist „Kunst_sm“ gewonnen, der in der Hanauer und Seligenstädter Umgebung bereits zahlreiche beeindruckende Wandgemälde geschaffen hat und in der regionalen Szene zunehmend Bekanntheit erlangt. Hinter dem Pseudonym steckt Sebastian Matheja, der bereits vor fast zwei Jahren für das Projekt begeistert werden konnte.

Gemeinsam wurde die Idee „Schule verschönern, Identität schaffen“ schließlich in den Osterferien umgesetzt. Auch Sebastian Matheja zeigte sich von der Zusammenarbeit begeistert. Besonders gereizt habe ihn das Projekt als Künstler und Wertevermittler mit pädagogischem Hintergrund. Eine erneute Zusammenarbeit mit der Schule könne er sich daher gut vorstellen.

Die Reaktionen nach den Ferien waren überwältigend. Viele Schülerinnen und Schüler staunten beim ersten Anblick des neuen Kunstwerks nicht schlecht. Besonders erfreulich sei, dass sich das Wandgemälde seit seiner Fertigstellung großer Beliebtheit erfreut. Viele Schülerinnen und Schüler halten sich gerne dort auf, nutzen den Bereich als Treffpunkt und identifizieren sich sichtbar mit der neugestalteten Umgebung. Das Projekt zeige eindrucksvoll, was mit Zeit, Ausdauer und ehrenamtlichem Engagement möglich sei. Gleichzeitig könne eine solche positive Gestaltung des Schulumfelds auch dazu beitragen, Vandalismus entgegenzuwirken – einem Problem, mit dem heutzutage nahezu alle Schulen konfrontiert seien.

Sozialverband VdK an der Lindenauschule

Sozialverband VdK an der Lindenauschule

Der Sozialverband VdK (Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V.) ist seit längerer Zeit ein fester Kooperationspartner der Lindenauschule in Hanau-Großauheim.

Am Donnerstag, dem 30. April 2026, ermöglichte der Verein den Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern des Wahlpflichtkurses „Jung trifft / hilft Alt“ eine ganz besondere Erfahrung.

In der Großsporthalle der Integrierten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe nahmen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen von bis zu vier Personen an einem sogenannten Sensibilisierungsparcours teil.

Im Rahmen dieses Projekts konnten sie sich an verschiedenen Stationen in die Lebenssituation älterer und behinderter Menschen hineinversetzen und am eigenen Leib erfahren, wie Menschen mit Einschränkungen ihren Alltag bewältigen – eine prägende Erfahrung für die Jugendlichen.

So hatten sie unter anderem die Möglichkeit, mit einem Rollstuhl zu fahren, einen Rollator zu nutzen, die Blindenschrift kennenzulernen, blind Wasser in einen Becher einzuschenken oder mit eingeschränktem Sehvermögen alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Unterstützt wurden sie dabei auch von Menschen, die selbst von einer Beeinträchtigung betroffen sind und ihre persönlichen Erfahrungen einbrachten.

Ein besonderes Highlight war das Tragen eines Alters- sowie eines Schlaganfallsimulationsanzugs. Diese speziell entwickelten Anzüge simulieren durch Gewicht, Bewegungseinschränkungen und veränderte Wahrnehmung alters- und gesundheitsbedingte Beeinträchtigungen. Beim An- und Ausziehen wurden die Schülerinnen und Schüler von Mitarbeitenden des VdK unterstützt. Spätestens beim Laufen oder Treppensteigen wurde deutlich, wie stark sich das Körpergefühl verändert und wie sehr die Mobilität eingeschränkt ist. „Ich habe mich ein bisschen wie gelähmt gefühlt“, berichtete eine Schülerin. Die Anzüge konnten zwar wieder abgelegt werden, die Eindrücke jedoch werden den Jugendlichen noch lange in Erinnerung bleiben.

Der Sensibilisierungsparcours des VdK war ein voller Erfolg: Er schärfte das Bewusstsein der Jugendlichen für die alltäglichen Herausforderungen älterer und behinderter Menschen und regte zur Reflexion an. „Wir können froh und dankbar sein, dass es uns als jungen Menschen so gut geht“, resümierte ein Schüler. Genau darum geht es: das eigene Verhalten zu hinterfragen und zu überlegen, wie jeder Einzelne zu einer selbstbestimmten Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben beitragen kann.

Steffen Schleicher

 

Fasten und Teilen

Fasten und Teilen

Am Donnerstag, den 23. April 2026, fand an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim eine besondere Aktion ihren Abschluss: Die gesammelten Lebensmittelspenden wurden feierlich an die Hanauer Tafel übergeben. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte hatten sich in den Wochen zuvor engagiert, um im Rahmen der Aktion „Fasten und Teilen“ haltbare Lebensmittel zu sammeln.

Die Spenden wurden von der Leiterin der Hanauer Tafel, Frau Annette Geier-Neugebauer, persönlich entgegengenommen. Unterstützt wurde die Übergabe tatkräftig von Schülerinnen und Schülern der Klasse 7c, die beim Verladen der Kisten in das Fahrzeug halfen. Auch der Schulleiter, Dr. Hermann Alig, ließ es sich nicht nehmen, bei diesem Anlass anwesend zu sein und das Engagement der Schulgemeinschaft zu würdigen.

Die Sammelaktion stand in diesem Jahr im Zeichen der christlichen Fastenzeit sowie des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Unter dem Motto „Fasten und Teilen“ wurde nicht nur zum Verzicht angeregt, sondern auch zur Solidarität mit Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Frau Geier-Neugebauer zeigte sich sichtlich erfreut und dankbar über die gesammelten Spenden. Sie betonte, wie wichtig solche Initiativen gerade in der aktuellen Zeit sind, in der viele Lebenshaltungskosten spürbar steigen. Umso mehr zähle jede einzelne Spende, um Menschen in schwierigen Situationen unterstützen zu können. Die Kooperation zwischen der Lindenauschule und der Hanauer Tafel besteht bereits seit mehreren Jahren und soll auch in Zukunft fortgeführt werden.

Die Aktion verdeutlicht einmal mehr, wie gemeinschaftliches Handeln und soziales Engagement einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten können.

Julia Völker

Lindenauschule hilft Grundschule im Pioneer Park bei den Bundesjugendspielen

Lindenauschule hilft Grundschule im Pioneer Park bei den Bundesjugendspielen

Am 17. April 2026 unterstützte die Klasse 11b der Großauheimer Lindenauschule gemeinsam mit ihren Sportlehrern Herrn Behnsen und Herrn Häusser die Grundschule im Pioneer Park in Hanau-Wolfgang bei der Durchführung der Bundesjugendspiele.

Die Stationen „Sprung“ und „Stoßen“ wurden in der Sporthalle aufgebaut, während die Disziplinen „Sprint“ und „Ausdauer“ bei bestem Frühlingswetter auf dem Pausenhof stattfanden.

Die Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule erklärten den Grundschulkindern die einzelnen Übungen, motivierten sie während der Wettbewerbe und dokumentierten ihre Leistungen sorgfältig. Diese verantwortungsvolle Aufgabe übernahmen die Oberstufenschülerinnen und -schüler der Integrierten Gesamtschule mit großem Engagement und viel Freude.

So wurde der Vormittag für alle Beteiligten zu einer rundum gelungenen und gewinnbringenden Erfahrung.

Lindenauschule bildet Babysitter von morgen aus

Lindenauschule bildet Babysitter von morgen aus

Seit über 15 Jahren bietet die Schulseelsorge der Lindenauschule Großauheim einen Babysitterkurs an. In diesem Jahr nahmen Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe der Hauptschule daran teil. Viele von ihnen absolvieren ein ganzjähriges Betriebspraktikum im sozialen Bereich, beispielsweise in Kindertagesstätten, um erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Wie bereits in den vergangenen Jahren nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, bei Kursleiterin Lina Wunderwald das „Babysitter-Diplom“ zu erwerben. Wunderwald ist Familienbegleiterin und angehende Familientherapeutin und führt den Kurs in Kooperation mit der katholischen Familienbildungsstätte Hanau durch.

Mit großem Engagement und viel Interesse beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler sowohl an den theoretischen Inhalten als auch an den praxisnahen Übungen. Besonders gefragt waren praktische Einheiten wie das Wickeln oder das sichere Tragen von Babys und Kleinkindern. Darüber hinaus setzten sich die Teilnehmenden mit zentralen Fragen auseinander: Welche Eigenschaften sollte ein guter Babysitter mitbringen? Wie können Unfälle vermieden werden? Und wie verhält man sich im Notfall richtig?

Nach erfolgreicher Teilnahme erhielten die Schülerinnen und Schüler ihr Babysitter-Diplom. Dieses stellt nicht nur eine sinnvolle Ergänzung für zukünftige Bewerbungen dar, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, in die Babysitter-Kartei der Familienbildungsstätte aufgenommen zu werden. Von dort aus werden die ausgebildeten Babysitterinnen und Babysitter an interessierte Familien vermittelt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedankten sich herzlich bei der Referentin sowie bei der katholischen Familienbildungsstätte für die Organisation und Durchführung des Kurses. Eine weitere Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler der Real- und Gymnasialzweige ist noch vor den Sommerferien geplant.

Steffen Schleicher

„Das Ziel vor Augen“

„Das Ziel vor Augen“

Am Freitag, dem 27. März 2026, versammelten sich die Abiturientinnen und Abiturienten der Lindenauschule im Forum der Schule zum diesjährigen Abi-Impuls. Unter dem Leitgedanken „Das Ziel vor Augen“ bot die Veranstaltung einen feierlichen und zugleich nachdenklichen Rahmen, um innezuhalten und auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen zu blicken.

Der Abi-Impuls begann um 8:45 Uhr und wurde musikalisch von der Lehrerband – bestehend aus Ann-Kathrin Seidler, Alejandro Veciana, Sebastian Saliger, David Hoffmann und Uli Zahn – begleitet, die mit dem Song „Wild World“ einen stimmungsvollen Auftakt setzte.

Nach der offiziellen Begrüßung folgte ein besonders bewegender Moment: Die Schülerin Paula Hock ließ in ihrem „Blitzlicht“ den Blick zurückschweifen. Sie teilte persönliche Erinnerungen aus der gemeinsamen Schulzeit und machte sichtlich emotional deutlich, wie prägend diese Jahre für den Jahrgang gewesen sind. Dabei wurde spürbar, dass die erlebten Momente und Erfahrungen die Schülerinnen und Schüler auch über die Schulzeit hinaus miteinander verbinden werden.

Im anschließenden Impuls vertiefte Schulpfarrerin Lisa Hennigsen das Thema des Tages und hob die Bedeutung von Zielstrebigkeit, Orientierung und Zuversicht hervor. Mit viel Empathie sprach sie über die möglichen Gefühle der Schülerinnen und Schüler in dieser Übergangsphase und machte ihnen Mut für die kommenden Herausforderungen. Musikalische Beiträge wie „Stop This Flame“ und „Shine“ setzten dabei weitere emotionale Akzente und unterstrichen die besondere Atmosphäre der Veranstaltung.

Auch die Tutorinnen und Tutoren richteten sich mit persönlichen Worten an den Jahrgang. Sie würdigten die gemeinsame Zeit und die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler und wünschten ihnen für die anstehenden Prüfungen viel Erfolg und Zuversicht.

Für eine besondere Überraschung sorgten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 – auch wenn sie selbst nicht anwesend waren: Ihre im Vorfeld verfassten Wünsche an die Abiturientinnen und Abiturienten waren unter deren Stühlen angebracht worden und konnten am Ende der Veranstaltung entdeckt und gelesen werden.

Zum Abschluss versammelten sich alle Anwesenden in einem großen Kreis. In dieser Gemeinschaft wurden das Gebet gesprochen und der Segen erteilt, bevor allen Beteiligten gedankt wurde. Im Anschluss wurde noch ein gemeinsames Abschlussfoto gemacht, bevor die Schülerinnen und Schüler in der dritten Stunde ihre Zeugnisse erhielten.

Der Abi-Impuls bleibt damit als ein wertvoller Moment des Innehaltens und der Verbundenheit in Erinnerung – ein bewusster Übergang zwischen Schulzeit und dem, was nun vor den Abiturientinnen und Abiturienten liegt. Das Ziel ist in Sicht.

 

Julia Völker

Zeitzeuge berichtet über sein Leben in der DDR an der Lindenauschule

Zeitzeuge berichtet über sein Leben in der DDR an der Lindenauschule

Der Zeitzeuge Rolf Leipold besuchte im Rahmen der Erinnerungskultur die Politik- und Geschichtskurse der Jahrgangsstufe 10 an der Großauheimer Lindenauschule.

„Mein Leben in der sogenannten Deutschen Demokratischen Republik war nicht demokratisch“, betonte Leipold gleich zu Beginn seines Vortrags. Er lebte und arbeitete mit seiner Familie 33 Jahre lang im anderen Teil Deutschlands, im heutigen Bundesland Thüringen. Sein Ausreiseantrag im Jahr 1984 sei für ihn der endgültige Bruch mit dem von ihm als diktatorisch empfundenen Regime gewesen. Kurz vor dem Mauerfall wurde er schließlich ausgebürgert.

In seinem fast zweistündigen Vortrag spannte Leipold den Bogen vom Bau der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze bis hin zum Alltag in der DDR. Besonders eindrücklich waren seine persönlichen Schilderungen: Er berichtete von der Lebensmittelversorgung und dem alltäglichen „Schlange stehen“, aber auch von den stark eingeschränkten Reisemöglichkeiten. „Freies Reisen und Meinungsfreiheit sind hohe demokratische Güter, für die ihr dankbar sein solltet“, appellierte er an die Schülerinnen und Schüler.

Neben seiner kritischen Perspektive verschwieg Leipold jedoch auch die positiven Aspekte des DDR-Systems nicht. So seien Kinderbetreuung und medizinische Versorgung gesichert gewesen, und auch der gesellschaftliche Zusammenhalt sei häufig stärker ausgeprägt gewesen als heute. Gleichzeitig habe jedoch die permanente ideologische Beeinflussung – insbesondere von Kindern – sowie die allgegenwärtige Bespitzelung das Leben für ihn auf Dauer unerträglich gemacht. Dies habe letztlich zu seinem Entschluss geführt, die DDR zu verlassen.

„Ich wurde freigekauft – damit hat das DDR-Regime sogar noch an mir verdient“, berichtete Leipold. Für seine Ausreise habe die Bundesrepublik Deutschland 40.000 DM gezahlt. Dies bezeichnete er als eine Form von „modernem Menschenhandel“.

Rolf Leipold ist Mitglied im VdK Hessen-Thüringen, einem festen Kooperationspartner der Schulgemeinde. Im Rahmen seiner Tätigkeit im Sozialverband engagiert er sich für die Aufarbeitung der innerdeutschen Vergangenheit und besucht regelmäßig Schulen als Zeitzeuge.

„Ein Leben in Freiheit und demokratischen Werten ist eines der höchsten Güter, für die wir jeden Tag dankbar sein sollten“, lauteten seine Schlussworte.

Im Anschluss nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit für zahlreiche Nachfragen, bevor die Kurse mit vielen eindrücklichen Gedanken aus dem Vortrag entlassen wurden.

Steffen Schleicher

Jung hilft Alt – Jung trifft Alt

Jung hilft Alt – Jung trifft Alt

Im Rahmen des Wahlpflichtkurses „Jung hilft Alt – Jung trifft Alt“ der Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule haben Schülerinnen und Schüler über ein halbes Jahr lang Briefkontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern des Altenhilfezentrums Bernhard Eberhard – einer Einrichtung der Martin Luther Stiftung in Hanau – gehalten. In dieser Zeit wurden regelmäßig Briefe geschrieben, in denen sich Jung und Alt über ihren Alltag, ihre Interessen und persönliche Erfahrungen austauschten.

Die Freude war nun besonders groß, als es im zweiten Schulhalbjahr 2026 endlich zum ersten persönlichen Treffen zwischen den Briefpartnern kam. Das Wiedersehen – beziehungsweise das erste Kennenlernen – war von großer Herzlichkeit geprägt. Viele waren gespannt darauf, die Menschen zu treffen, mit denen sie zuvor über Monate hinweg geschrieben hatten.

Schnell entstanden lebendige Gespräche. Es wurde über Hobbys, Lebensgeschichten, Familien, Freizeitaktivitäten und auch über das Leben in der Einrichtung gesprochen. Die Begegnung zeigte, wie viel Jung und Alt voneinander lernen können.

Bereits eine Woche später kam es zu einem weiteren Treffen. Bei einem gemeinsamen Backtag wurden Osterplätzchen gebacken. Dabei herrschte eine fröhliche und ausgelassene Stimmung. Es wurde viel gelacht, gemeinsam gearbeitet – und sogar ein wenig mit Mehl herumgealbert. Die Freude und die Offenheit zwischen den Generationen waren deutlich zu spüren. Neben dem Backen ergaben sich auch viele persönliche Gespräche.

Begeistert von dem Engagement der jungen Leute zeigte sich auch Birgit Streich, Leiterin des Sozialen Dienstes der Einrichtung. Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen hatte sie das Projekt geplant und begleitet. Sie freute sich besonders darüber, wie offen und herzlich die Begegnungen zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Bewohnerinnen und Bewohnern verliefen.

Im Laufe des zweiten Schulhalbjahres 2026 sind weitere gemeinsame Aktivitäten geplant. Unter anderem ist ein Besuch eines Eiscafés in der Hanauer Innenstadt vorgesehen.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll Begegnungen zwischen jungen und älteren Menschen sein können. Der Austausch fördert Verständnis, gegenseitigen Respekt und schafft persönliche Verbindungen zwischen den Generationen. Für die Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule sowie für die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenhilfezentrums Bernhard Eberhard ist das Projekt eine bereichernde Erfahrung, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Steffen Schleicher

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