Lindenauschule wird als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet

Lindenauschule wird als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet

Seit dem 22. November 2019 ist die Lindenauschule in Hanau-Großauheim eine von 48 „MINT-freundlichen Schulen“ in Hessen.

Mit dieser Auszeichnung wird das besondere Engagement der Lindenauschule in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (die Abkürzung MINT setzt sich aus den Anfangsbuchstaben dieser Studienfachbereiche zusammen) anerkannt und von der Wirtschaft auch besonders unterstützt.

Bundesweite Partner der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Unter den Partnern und Förderern der MINT-Initiative finden sich sowohl große Firmen wie die Deutsche Bahn AG und Cisco Systems als auch engagierte Vereine wie der MNU (Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V.), aber auch mittelständische Unternehmen, die in diesem Bereich aktiv sind.

Auch die Lindenauschule in Hanau-Großauheim kann zehn von insgesamt 14 geforderten Kriterien wie z. B. einen erweiterten Fächerkanon, die Teilnahme an Wettbewerben oder die Kooperation mit Wirtschaftspartnern und anderen Schulen erfüllen. Schließlich bietet die Integrierte Gesamtschule ihren Lernenden schon seit Jahren ein breites Angebot im MINT-Bereich und wird auch weiterhin das Ziel verfolgen, das Interesse ihrer Schülerinnen und Schüler hieran zu fördern. Nähere Informationen zum konkreten MINT-Angebot der Lindenauschule finden Sie auf der Schulhomepage: www.lindenauschule.de

Sowohl die Schüler-, die Lehrer-, als auch die Elternschaft der Lindenauschule freuen sich sehr über die Anerkennung als „MINT-freundliche Schule“, denn Absolventinnen und Absolventen von MINT-Ausbildungs- und -Studiengängen sind in der heutigen Zeit sehr gefragt und finden attraktive Berufseinstiege und Karrierewege – nicht nur in Unternehmen der Metall-, Chemie- und Elektroindustrie, sondern auch in der IT-Branche und immer mehr in der Dienstleistungsbranche wie z. B. in Banken und Versicherungen.

Der Bürgermeister der Stadt Hanau, Axel Weiss-Thiel, sowie Manuela Brademann vom Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis kamen extra vorbei, um gemeinsam mit Schulleiter Dr. Hermann Alig und Dirk Eckrich, seinem Stellvertreter, diese Auszeichnung entgegenzunehmen. Die Fotos zeigen sie mit der Urkunde sowie vor der neuen Hinweistafel, die sie zuvor gemeinsam enthüllt haben.

Katrin Devic

Julia Völker

Werbung für die Altenpflege-Ausbildung

Werbung für die Altenpflege-Ausbildung

Da fehlten sogar dem neuen Koordinator für die praktische Ausbildung, Sascha Lippert, die Worte: Im Rahmen des Projektes „Jung hilft Alt“, das die Vereinte Stiftung vor einigen Jahren mit der Hanauer Lindenauschule ins Leben rief, fand unlängst ein Projektnachmittag statt. Das Besondere: Er wurde komplett selbstständig von Kurs 52 der Pflegeakademie vorbereitet und durchgeführt. Lippert: „Einfach nur ‚Wow!‘“ Die Altenpflegeschüler ergriffen die Gelegenheit beim Schopf und machten Werbung für ihren Beruf. Sie zeigten an fünf Stationen eines Lernzirkels, wie vielfältig die Ausbildung in der Altenpflege ist, moderierten die präsentierten Lerninhalte, fungierten als Zeitwächter und beantworteten unzählige Fragen der Lindenauschüler zu Puls und Blutdruck, zum Aufbau des Herzens, Hygiene in der Pflege, zu Wundverbänden und Kinästhetik. Die Neunt- und Zehntklässler, die das Kooperationsprojekt als Wahlpflichtkurs ausgesucht haben, waren begeistert von der passgenauen Aufbereitung des Materials, denn das Gelernte fließt auch in ihre mündliche Abschlussprüfung der Realschule. Weitere Projekte bei „Jung hilft Alt“: Ein gemeinsames Handy- und Internetseminar mit dem Seniorenbüro der Stadt Hanau, ein Erste Hilfe-Kurs, Unterricht zu Themen der Altenpflege sowie ein Rollatoren- und Rollstuhltraining mit der HSB. „Alle Beteiligten hatten sichtlich große Freude an dem Projektnachmittag. Der Lernzirkel wurde liebevoll und fachlich auf hohem Niveau vorbereitet, und die Schüler konnten wirklich etwas mitnehmen. Ich bin sehr stolz“, so Sascha Lippert, der die Kooperation seinerzeit gemeinsam mit Steffen Schleicher, Lehrer an der Lindenau, initiierte.

Sauberkeitspaten der Lindenauschule aktiv in Hanau-Großauheim unterwegs

Sauberkeitspaten der Lindenauschule aktiv in Hanau-Großauheim unterwegs

Am Montag, den 16. Dezember 2019, waren Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aus der Lindenauschule hoch aktiv. Nachdem sie zuerst beim Schwimmfest der 5ten-Klassen ihr Bestes gaben und ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellten, sammelten die Jungen und Mädchen im Anschluss noch rund 150 kg Müll in den Gebieten rund um die Lindenauschule ein. Neben den zu erwartenden Einwegbechern, Zigarettenstummeln, Altzeitungen, Taschentüchern und jeglichem Verpackungsmaterial zählten ein Teppich, ein Benzinkanister, eine große Salatschüssel, eine 3m-Metallstange, ein Sessel, eine Couch und zwei Einkaufswagen zu den eher unerwarteten Funden des Tages. Etwas erschrocken waren die Schülerinnen und Schüler darüber, dass sie teils ganze Säcke voll Hausmüll unter den Büschen hervorzogen. Zudem kam sogar noch die Polizei zum Einsatz, da ein Fund stark auf die Überreste eines Diebstahls hinwies. Selbstverständlich wurden alle Entdeckungen von den Schülerinnen und Schülern genauestens dokumentiert.

Am Ende kamen die Fünftklässler für sich zu dem Ergebnis, dass die Menschen viel sorgloser mit ihrem Müll und der Umwelt umgehen, als sie vermutet hätten und dass sie zwar fix und fertig, jedoch sehr stolz auf sich seien, so viel geschafft zu haben.

Claudia Horst

Spendenübergabe an die Hanauer Tafel und Weihnachtsgottesdienst der Lindenauschule

Spendenübergabe an die Hanauer Tafel und Weihnachtsgottesdienst der Lindenauschule

Dreieinhalb Wochen lang wurden an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim von den Schülerinnen und Schülern haltbare Lebensmittel gesammelt, um damit bedürftigen Menschen zu helfen.

Am 19. Dezember wurden die Lebensmittel an einen Mitarbeiter der Hanauer Tafel übergeben, der sich für die große Spendenbereitschaft der Lindenauschule herzlich bedankte und versicherte, dass durch die Spenden vielen Menschen geholfen und damit die Weihnachtszeit ein bisschen heller gemacht werde, da gerade haltbare Lebensmittel bei der Hanauer Tafel Mangelware und daher herzlich willkommen seien. Für viele Menschen sind schon kleine Dinge wie beispielsweise eine Packung Nudeln, ein Glas Nutella oder ein Duschgel eine große Hilfe.

Die Spendenaktion, die von der Schülervertretung und der Schulseelsorge organisiert und bereits in den letzten beiden Jahren großen Anklang fand, war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg.

Ebenso großen Anklang fand der traditionelle Weihnachtsgottesdienst, der in diesem Jahr unter dem Motto „Macht hoch die Tür“ stand und von der Fachschaft Religion/Ethik organisiert wurde. Das Motto zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst, beispielsweise in einem Rollenspiel, welches von einem Religionskurs der Jahrgangsstufe 5 präsentiert wurde sowie in der Predigt von Pfarrer Eckhard Kleppe.

Auch in den Fürbitten, die von einem Religionskurs der Jahrgangsstufe 7 vorbereitet und vorgetragen wurden, war das Thema gegenwärtig, denn durch die Geburt von Jesus Christus wird uns die Tür zu Gottes Liebe geöffnet.

Durch die musikalische Umrahmung der Musiklehrer David Hoffmann und Uli Zahn wurde im vollbesetzten Forum der Lindenauschule die weihnachtliche Stimmung noch verstärkt.

Abschließend bedankten sich der Fachsprecher der Fachschaft Religion/Ethik, Steffen Schleicher, und die katholische Religionslehrerin Esther Lang für das Engagement und den Einsatz der Schülerinnen und Schüler bei unterschiedlichen Ereignissen und Aktionen der vergangenen Wochen und Monate, wie zum Beispiel bei der Gedenkveranstaltung für die deportierten Großauheimer Juden am 09. November oder der Spendenaktion zugunsten der Hanauer Tafel.

Ebenfalls wandte sich der Schulleiter Herr Dr. Alig an die Schulgemeinde, dankte der Fachschaft Religion/ Ethik für den gelungenen Gottesdienst und wünschte allen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2020.

Am Ende des Gottesdienstes sangen alle zusammen noch das Lied „Alle Jahre wieder“ und verabschiedeten sich danach in die wohlverdienten Weihnachtsferien.

Esther Lang





Projekttag über den Start in die Berufswelt

Projekttag über den Start in die Berufswelt

Am 17. Dezember 2019 fand zum wiederholten Male der „Projekttag“ an der Lindenauschule statt. Diese kleine Berufsmesse bietet Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10 die Möglichkeit, sich über den Start in die Berufswelt und weiterführende Schulen zu erkundigen.

Zahlreiche Betriebe aus der Region wie zum Beispiel AOK, Brillux, Engelbert Strauss, die Feuerwehr Hanau, Heraeus, das Klinikum Hanau, die Martin Luther Stiftung Hanau, die Stadt Hanau, die Sparkasse Hanau und Umicore hatten Vertreter entsandt und informierten am vergangenen Dienstag über Ausbildung und Bewerbungsverfahren. Sie erteilten den interessierten Schülerinnen und Schülern Auskunft über ihre Ausbildungsangebote sowie die damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten.

Die Experten aus den verschiedenen Berufszweigen beantworteten die Fragen der Schülerinnen und Schüler. Diese reichten von den Anforderungen an die Zeugnisnoten für eine bestimmte Bewerbung bis hin zu den Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten, die einzelnen Firmen bieten. Dabei gaben ehemalige Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule, die eine erfolgreiche Bewerbung in den angeführten Betrieben bereits geschafft haben, natürlich die wertvollsten Auskünfte und Hinweise für die zukünftigen Azubis.

Dieses Jahr hatten auch die anwesenden Vertreter der weiterführenden Schulen in Hanau (Eugen-Kaiser-Schule, Kaufmännische Schulen Hanau sowie Ludwig-Geissler-Schule) großen Zulauf. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei die Aufnahme-modalitäten für diese Fachoberschulen und Berufsfachschulen. Last but not least trat auch die Lindenauschule selbst als Integrierte Gesamtschule mit ihrer Gymnasialen Oberstufe auf.

Der jährlich stattfindende „Projekttag“ war für alle Teilnehmenden wieder ein voller Erfolg: die anwesenden Experten zeigten sich begeistert von dem großen Interesse der Lernenden und von den freundlichen Schülerlotsen, die sie in die jeweiligen Räumlichkeiten begleiteten. Den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10 bot dieser Tag die Möglichkeit, sich über die Ausbildung an weiterführenden Schulen und den Start in die Berufswelt zu informieren. Schließlich ist ein erfolgreicher Start ins Berufsleben von großer Wichtigkeit – und er will daher gut geplant sein.

Julia Völker

Lindenauschule macht Geschichte erlebbar

Lindenauschule macht Geschichte erlebbar

„Es geht um diese eine Nacht, am 19. März 1945, in der Hanau aufgehört hat zu existieren.“ Geschichte erlebbar machen – darum ging es am Freitag, den 13. Dezember in der Lindenauschule in Hanau-Großauheim. Anlässlich des 75. Jahrestages der Bombardierung der Stadt Hanau führten die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen sowie eines Geschichtskurses des zwölften Jahrgangs Gespräche mit fünf Zeitzeugen. Diese, die Älteste mit stolzen 98 Jahren, sprachen über ihr Leben und Erleben in dieser schweren Zeit. Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Hanau.

„Geschichte, die begreifbar und somit erlebbar ist, wird niemals vergessen.“, so Steffen Schleicher, Lehrer der Lindenauschule. Zusammen mit seiner Mitorganisatorin Regina Shams eröffnete er die Veranstaltung, gefolgt von einem kurzen Vortrag des Leiters des Fachbereichs Kultur der Stadt, Martin Hoppe. Hier konnten sich die Schülerinnen und Schüler anhand der mitgebrachten Fotografien eine bildliche Vorstellung der tragischen Ereignisse machen. „Das ist quasi die letzte Chance, etwas mitzuerleben und für nachfolgende Generationen etwas mitzunehmen“, so Hoppe. Es sei eine ganz schwierige Zeit gewesen, der man sich stellen müsse. Den Schülerinnen und Schülern heute stehe die Welt offen. Die Zeitzeugen mussten in diesem Alter selbst in den Krieg ziehen und „aus dem Nichts das Leben wieder in den Griff bekommen.“

In Einzelgesprächen in ihren Klassenräumen bekamen die Schülerinnen und Schüler im Anschluss von den Zeitzeugen Dietrich Brüggemann, Johanna Leipold, Henrik Lotz, Alfred Schendzielorz und Hans Fischer einen sehr persönlichen Einblick in eben diese Erlebnisse.

„Das Gefühl der dauernden Todesangst, das ist eine Sache, die man nur schwer vermitteln kann.“, so Zeitzeuge Alfred Schendzielorz. „Die Sirenen und die Bomber kamen, das geht einem durch Mark und Pfennig – heute noch!“ Dass man nur zu festen Zeiten das Haus verlassen konnte, ein Laib Brot eine Woche lang reichen musste, „Bückware“ nicht wie heute in den Regalen stand und man sich an die amerikanische Kultur erst noch gewöhnten musste, brachte die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken. In einer Atmosphäre, wie sie sich ein Geschichtslehrer für den regulären Unterricht nur wünschen würde, hingen sie den Zeitzeugen an den Lippen und stellten durchaus auch kritische Nachfragen zu jenem Zeitgeschehen, das noch heute Fassungslosigkeit auslöst.

„Viele waren Nazis, bis sie merkten, was da lief.“ Am liebsten verdränge man die eigene Schuld, erzählten Fischer und Schendzielorz. Daher sei es umso wichtiger, aufzustehen, wenn Menschen etwas machen, mit dem man selbst nicht zufrieden ist. „Schreien Sie, werden Sie laut, wehren Sie sich!“

Aber auch von den teils fröhlichen Zeiten im Schatten der Geschichte berichteten die Zeitzeugen. „Man war ja noch jung und wollte auch noch etwas haben vom Leben, nicht nur Angst“, antwortete die 98-jährige Johanna Leiphold auf die Frage, wie sie ihre Jugend in Erinnerung habe. Von Tanzstunden oder auch dem Sammeln von Bombensplittern und  Spielen zwischen den Trümmern berichteten die Gäste den Lindenauschülerinnen und -schülern. Man habe sich über kleine Dinge, wie Gläser mit eingemachtem Obst oder Marmelade gefreut, die man in verlassenen Häusern fand und dann heimlich in den leeren Hühnerställen der Nachbarin vernaschte.

„Vieles war früher anders, die Umstände waren anders, die Leute waren anders.“, so die Zeitzeugen, die vor allem von dem Interesse und den vielfältigen, teils tiefgründigen Fragen der Schülerinnen und Schüler erfreut waren. Mit Nachdruck betonten sie, dass sie besonders dankbar sind, an der Lindenauschule zu Gast sein zu dürfen, da sie den Eindruck haben, das es immer weniger Interesse daran gebe, was damals passiert ist.

Alle Schülerinnen und Schüler, Zeitzeugen, Gäste, Unterstützer sowie der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Schaffert zeigten sich sichtlich beeindruckt von dem eindrucksvollen und lehrreichen Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Wertschätzung.

 

Beate Merkel

Schule heute – Schule früher

Schule heute – Schule früher

„Für so etwas hätten wir damals was auf die Finger bekommen!“ Wie sehr sich unser Schulsystem im Laufe der letzten Jahrzehnte gewandelt hat, davon durften sich fünfzehn Seniorinnen und Senioren am Donnerstag, den 05. Dezember 2019, an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim überzeugen.

Im Rahmen der Aktion „Schule heute – Schule früher“, einer Kooperation zwischen dem Seniorenbüro Hanau und dem Wahlpflichtkurs „Jung hilft Alt“, besuchten die „jüngeren“ und „älteren“ Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Unterrichtsstunde in den Fächern Religion und Ethik. Positiv überrascht waren die Rentnerinnen und Rentner von der Offenheit der Unterrichtsgestaltung. Die Lehrkräfte gingen heute viel mehr auf die Lernenden ein. Es sei doch interessant, wie sich das Schulleben verändert habe, so die Seniorinnen und Senioren. Im Anschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen in der Schulmensa sowie eine Gesprächsrunde mit anschließendem Austausch in der Großgruppe.

Große und kleine Schülerinnen und Schüler zwischen fünfzehn und neunzig Jahren, die in angeregten Gesprächen über den Schulhof spazierten, zierten an diesem Tag das Bild der Lindenauschule. So konnten auch die derzeitigen Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die damalige Schulzeit erhalten und erkennen, dass sich der Unterricht zwischen Rohrstock und Digitalisierung doch erheblich gewandelt hat.

Besonders angetan waren die Gäste von ihren jungen „Klassenkameradinnen und -kameraden“, mit denen sie ihren ersten Schultag nach Jahrzehnten verbrachten, sowie der Gastfreundlichkeit der Schule. „Die Aktion hat allen Teilnehmenden einen ungewöhnlichen Perspektivwechsel ermöglicht“, so Kurslehrer Steffen Schleicher, der zusammen mit Karin Dunkel vom Seniorenbüro Hanau zufrieden auf die Aktion zurückblickt.

Beate Merkel

Lindenauschule trägt traditionelles Schwimmfest vor Weihnachtsferien aus

Lindenauschule trägt traditionelles Schwimmfest vor Weihnachtsferien aus

Die Fachschaft Sport der Lindenauschule in Hanau-Großauheim hat in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien wieder ihr traditionelles Schwimmfest der Jahrgangsstufe 5 und 6 ausgetragen. An diesem Wettkampf nahmen knapp 360 Schülerinnen und Schüler der beiden Jahrgänge teil. Von den traditionellen Schwimmstilen Brust, Kraul und Rücken bis zu eher geschicklich bis lustigen Staffeln, wie einer Ball- oder Brettstaffel, war für jeden Schüler und für jede Schülerin etwas dabei.

Für die schwächeren Schwimmerinnen und Schwimmer fand zeitgleich ein Wasserballspiel statt.

Die Klassen 5e und 6c gewannen die diesjährigen Wettkämpfe. Stolz nahmen die Klassensprecher die Urkunden für die Klassen entgegen. Besonders schön waren wieder einmal die Stimmung und die Unterstützung der jeweiligen Klassen für ihre Schwimmkameraden und Schwimmkameradinnen.

Ein besonderer Dank von der Fachschaft der Schule wurde den Bediensteten des Lindenauschwimmbades ausgesprochen, die die Lindenauschule während des Wettkampfes und im vergangenen Schulhalbjahr stets unterstützte.

 

Steffen Schleicher

Der erste Eindruck zählt

Der erste Eindruck zählt

Für die Schüler und Schülerinnen der PuSch-Klasse 9H (=Praktikum und Schule) hat das letzte Schuljahr an der Lindenauschule begonnen. Bald schon stehen die ersten Vor-stellungsgespräche an. Damit die Jugendlichen darauf vorbereitet sind, fand in den Räumen der Jugendwerkstatt Hanau e.V. ein Seminar zum Thema „Der erste Eindruck zählt“ statt. Unter der Anleitung von pädagogischen Fachkräften besprachen die Jugend-lichen, worauf bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche zu achten sei und wie sie einen guten ersten Eindruck machen könnten. Dazu gehörte auch ein schönes Bewerbungsfoto, das vom Fotografen Roland Grün aus Großauheim erstellt wurde. Davor erhielten die Jugendlichen zahlreiche Tipps und Ratschläge in Kleidungsfragen, Körperpflege und Hygiene von Michelle Bauer, Friseurmeisterin und Geschäftsführerin des Friseursalons Linsen-gericht und ihrer Kollegin. Dieser Projekttag wurde finanziert und unterstützt von der Jugendwerkstatt Hanau e.V., deren pädago-gische Mitarbeiterin zusammen mit dem Klassenlehrer die Klasse begleitete. Die PuSch-Klasse selbst wird finanziert vom Euro-päischen Sozialfond und vom hessischen Kultusministerium.

Ein gutes Team erobert mit kleinem Fußabdruck nachhaltig die digitale Zukunft

Ein gutes Team erobert mit kleinem Fußabdruck nachhaltig die digitale Zukunft

Auch in diesem Jahr bekamen die Schülerinnen und Schüler der neu gebildeten vier 11ten Klassen der Lindenauschule im Rahmen eines Ökoseminars im Rhöniversum in Oberelsbach vom 18. bis 22. November 2019 wieder Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und zugleich spannende Einblicke in die Themen Umweltschutz, nachhaltiges Wirtschaften und Leben sowie gesunde Ernährung zu gewinnen. Das Ökoseminar ist fester Bestandteil des Schulprofils der Lindenauschule als Umweltschule. Auch die Einübung methodischer Fähigkeiten für das Arbeiten in der gymnasialen Oberstufe kam nicht zu kurz. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten im Vorfeld eigenständig zu vielfältigen Themen rund um biologische, wirtschaftliche, politische und ethische Aspekte in Bezug auf den menschlichen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Zahlreiche Präsentationen zu Themen wie beispielsweise „Ist die Herstellung von Billigkleidung ökonomisch und ökologisch sinnvoll?“, „Soll die Massentierhaltung verboten werden?“ oder „Gibt es eine Zukunft ohne Bienen?“ boten zum einen Gelegenheit, klare Vorstellungen über die Frage zu gewinnen, wodurch sich eine wirklich gute Präsentation auszeichnet. Zum anderen vertiefte und ergänzte die Auseinandersetzung mit den Fragestellungen der Präsentationen das Seminarprogramm im Rhöniversum selbst.

Die Umweltbildungsstätte Rhöniversum in Oberelsbach liegt inmitten des Biosphärenreservates Rhön und hat sich dem Gedanken der ökologischen Nachhaltigkeit nicht nur inhaltlich, sondern ganzheitlich verschrieben. Das Verbauen nachwachsender Rohstoffe, das Vermeiden von Müll und Verschwendung, die Zubereitung der Speisen aus regionalen Produkten sowie zwei vegetarische Tage pro Woche sind Zeichen für die praktische Umsetzung dieses Gedankens, wobei sich die Schülerinnen und Schüler zugleich von der luftigen modernen Architektur des ansprechenden Rundbaus beeindruckt zeigten.

Der Seminarbaustein „Mut & Team“ bot den Lernenen der einzelnen Klassen Gelegenheit, in Erfahrung zu bringen, inwieweit sie schon gut als Team funktionieren. Hier wurden für verschiedene Probleme gemeinsam Lösungen gesucht und praktisch ausprobiert.

Beim Planspiel „Ökologischer Fußabdruck“ berechneten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Größe ihres eigenen „Fußabdrucks“ und erfuhren, wie dieser als Messgröße funktioniert. Vielmehr wurde das Spiel in manchen Klassen zu einem eindrucksvollen Erlebnis, welches Anlässe für in der Geschichte beobachtbare Eroberungskriege, aber auch den Sinn der Gründung von Freihandelszonen oder Wirtschaftsgemeinschaften plausibel machen konnte. Die Lernenden wurden dafür in Gruppen eingeteilt, welche Phantasienamen bekamen und exemplarisch für die unterschiedlichen Produktionsvoraussetzungen von Entwicklungs-, Schwellen-, und Industrieländern standen. Die Aufgabe bestand darin, aus den vorhandenen Rohstoffen (Papier), Energie, Produktionsmitteln (Schere, Bleistift) und Know-how (Schablonen) Lebensmittel, Autokarosserien und Autos zu produzieren, welche dann an die „Weltbank“ verkauft wurden, wobei diese einer strikten Prüfung auf die Einhaltung von Gütestandards unterzogen wurden. Dabei kam es schon einmal vor, dass einem Land ohne vorherigen Vertrag über Austausch von Produktionsanlagen oder Know-how eine Schere oder Schablone abhandengekommen ist und sich sehr emotionale Szenen abspielten, die Ungerechtigkeitsempfindungen bei den Schülerinnen und Schülern deutlich zum Ausdruck brachten.

Während der Werksführung bei Bionade in Ostheim konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Sorten von Bionade-Limo kosten und zugleich „das Geheimnis“ der „Bionade“ entschlüsseln. Ihr liegt nämlich die aus der Vergärung von Malz gewonnene natürliche Fruchtsäure Gluconsäure zu Grunde.

Wenige Tage nach dem 30jährigen Jubiläum des Mauerfalls erkundeten die Schülerinnen und Schüler das „grüne Band“, den ehemaligen „Todesstreifen“ bzw. Abschnitte der ehemaligen Grenze zwischen der BRD und der DDR im heutigen Dreiländereck zwischen Thüringen, Hessen und Bayern. Mit den Betreuern vor Ort drangen sie sowohl tief in die deutsche Alltagsgeschichte zu Zeiten der deutschen Teilung ein als auch in die Erörterung weltpolitischer Zusammenhänge, z. B. der Blockkonfrontation während des Ost-West-Konfliktes.

Schließlich bildete der Ausflug in das BayernLab in Bad Neustadt einen Ausblick in die nähere technische Zukunft. Hier konnte beispielsweise mithilfe von Virtuell Reality Brillen das Schloss Neuschwanstein von innen besichtigt werden. Ebenso informierten sich die Schülerinnen und Schüler über die Anwendungsmöglichkeiten von 3-D Druckern und waren live bei einer Videokonferenz dabei. Eine Drohne fertigte von allen Klassen ein Foto aus der Luft an. Am spannendsten war für die meisten jedoch das Programmieren und Bauen mit dem Baukasten „Lego Mindstorms“. Der Besuch im BayernLab rundete den gelungenen Aufenthalt in der Rhön ab und die Schülerinnen und Schüler können nun, in ihren Klassengemeinschaften gestärkt, den neuen Herausforderungen der Oberstufe mit neuer Motivation entgegengehen.

Sandra Hartmann

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