Spendenübergabe und Weihnachtsgottesdienst der Lindenauschule

Spendenübergabe und Weihnachtsgottesdienst der Lindenauschule

Vier Wochen lang wurden an der Lindenauschule in Hanau Großauheim von den Schülerinnen und Schülern haltbare Lebensmittel gesammelt, um damit bedürftigen Menschen zu helfen.

Heute wurden die Lebensmittel an die Leiterin der Hanauer Tafel, Annette Geier-Neugebauer übergeben, die sich für die große Spendenbereitschaft der Lindenauschule herzlich bedankte und versicherte, dass durch die Spenden vielen Menschen geholfen und damit die Weihnachtszeit ein bisschen heller gemacht wird, da gerade haltbare Lebensmittel  bei der Hanauer Tafel Mangelware und daher herzlich willkommen sind. Denn für viele Menschen sind kleine Dinge wie beispielsweise eine Packung Nudeln, ein Glas Nutella oder ein Duschgel schon eine große Hilfe.

Die Spendenmenge der Lindenauschule war so groß, dass Frau Geier-Neugebauer zwei Fahrten mit ihrem PKW machen musste, da nicht alles auf einmal hineinpasste. Die Spendenaktion, die von der SV und der Fachschaft Religion/Ethik organisiert und bereits letztes Jahr großen Anklang fand, war auch in diesem Jahr ein großer Erfolg.

 

Ebenso großen Anklang fand der traditionelle Weihnachtsgottesdienst, bei dem in diesem Jahr das Symbol „Stern“ im Mittelpunkt stand und der ebenfalls von der Fachschaft Religion/Ethik organisiert wurde. Dieses Symbol wurde beispielsweise in der Predigt von Pfarrer Eckhard Kleppe oder in den Fürbitten, die vom Religionskurs der Jahrgangsstufe 7 vorbereitet wurden, deutlich. Denn so wie der Stern über Betlehem den Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe wies, so kann er auch unsere Herzen und unseren Alltag erhellen und ist somit Zeichen für unsere Hoffnung.

Zum Schluss des Gottesdienstes wandte sich der kommissarische Schulleiter Dirk Eckrich an die Schulgemeinde und wünschte allen ein frohes Weihnachtsfest sowie einen guten Start in das Jahr 2019.

Beim Verlassen des Forums der Lindenauschule bekam jeder noch einen selbstgestalteten Stern geschenkt, um dieses Hoffnungszeichen mit in den Alltag zu nehmen.

Esther Lang

 

Die Lindenauschule Großauheim trägt ihr traditionelles Schwimmfest vor den Weihnachtsferien aus

Die Lindenauschule Großauheim trägt ihr traditionelles Schwimmfest vor den Weihnachtsferien aus

Die Fachschaft Sport der Lindenauschule in Großauheim hat in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien wieder ihr traditionelles Schwimmfest der Jahrgangsstufe 5 und 6 ausgetragen. An diesem Wettkampf nahmen an die 360 Schülerinnen und Schüler der beiden Jahrgänge teil. Von den traditionellen Schwimmstilen Brust, Kraul und Rücken bis zu eher geschicklich bis lustigen Staffeln, wie Ball-, Brettstaffel, war für jeden Schüler etwas in seinem Leistungsbereich im Schwimmprogramm dabei. Für die schwächeren Schwimmer wurde ein Wasserballturnier zeitgleich ausgetragen. Es gab zum ersten Mal seit Beginn der Schwimmfestaustragung zwei zweite Plätze in der Jahrgangsstufe 5 und 6. Diese belegten die Klassen 5a,5e  und die 6c und 6e. Die 5c und 6b gewannen jeweils den ersten Platz.

Ein besonderer Dank von Seiten der Fachschaft der Schule wurde wieder den Bediensteten des Lindenauschwimmbades ausgesprochen, die die Lindenauschule während des Wettkampfes – und im abgelaufenen Schulhalbjahr – unterstützte.

Danke!!!

Für die Fachschaft Sport i. A. Steffen Schleicher

UBL-Nachwuchsförderung

UBL-Nachwuchsförderung

Über einen Spendenscheck freut sich in diesem Jahr auch der Förderverein der Lindenauschule Hanau-Großauheim, einer schulformübergreifenden Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Am Tag der offenen Tür der Lindenauschule nahm Claudia Neumann, Vorsitzende des Fördervereins (auf dem Foto links), freudig den symbolischen Scheck entgegen, überreicht durch UBL-Spendenpatin Stefanie Zimmermann. Ziel des Vereins ist es, zu einer hochwertigen Ausstattung der Schule mit Lehr- und Unterrichtsmitteln beizutragen – und das Team der UBL freut sich, einen Beitrag dazu leisten zu können.

Informationsveranstaltung Hanauer Tafel

Informationsveranstaltung Hanauer Tafel

Im Zuge der diesjährigen Spendenaktion zugunsten der Hanauer Tafel fand am Montag, den 03. Dezember 2018 eine Informationsveranstaltung in der Lindenauschule statt. Die Hanauer Tafel, ein Arbeitsbereich der Stiftung LICHTBLICK, bietet Bedürftigen eine Zusatzversorgung mit Lebensmitteln.

Die Leiterin der Hanauer Tafel, Annette Geier – Neugebauer, erzählte den Religions- und Ethikkursen der Jahrgangsstufe 5 von ihrer Arbeit.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich im Unterricht auf die Veranstaltung vorbereitet und zahlreiche Fragen erarbeitet, die sie dann zahlreich stellten.

Darunter waren zum Beispiel Fragen, wie: „Wie viele Menschen kommen pro Woche zur Tafel?“, „Wie viele (ehrenamtliche) Mitarbeiter hat die Hanauer Tafel?“ oder „Was kann außer Lebensmitteln noch gespendet werden?“.

Frau Geier – Neugebauer beantwortete ausführlich alle Fragen der Schülerinnen und Schüler, berichtete von ihrer Motivation für die Hanauer Tafel zu arbeiten und zeigte sich angetan von der Neugier und dem Interesse an ihrer Arbeit.

Für die laufende Spendenaktion der SV der Lindenauschule in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Religion/Ethik machte Annette Geier – Neugebauer darauf aufmerksam, dass gerade haltbare Lebensmittel, wie zum Beispiel Konserven, Nudeln oder Reis, aber auch Hygieneartikel Mangelware bei der Lebensmittelausgabe der Hanauer Tafel sind.

Annette Geier – Neugebauer, die SV sowie die Fachschaft Religion/Ethik hoffen darauf, dass wie im letzten Jahr wieder viele Lebensmittelspenden zusammenkommen, die dann im Weihnachtsgottesdienst am 21. Dezember 2018 feierlich an die Hanauer Tafel übergeben werden um bedürftigen Menschen in Hanau zu helfen.

 

Esther Lang

Gegen das Vergessen

Gegen das Vergessen

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 der Lindenauschule befassten sich am vergangenen Mittwoch, d. 28.11.18 sehr intensiv mit einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte: Dr. Manfred Greb besuchte die Lindenauschule und hielt dort für die Oberstufenschülerinnen und Schüler einen sehr bewegenden und eindringlichen Vortrag zum Schicksal der Großauheimer Juden während der NS-Zeit.

Herrn Dr. Greb gelang es, Geschichte begreifbar und spürbar zu machen, indem er den Anwesenden exemplarisch die Lebensgeschichte von Heinz Hirschmann vorstellte, der zur Zeit der Reichspogromnacht 18 Jahre alt war. Er entstammte einer alteingesessenen jüdischen Großauheimer Familie, die ein Eisen- und Haushaltswaren-Geschäft in Großauheim betrieb. Dieses wurde in der Reichspogromnacht zerstört, wie auch die Wohnung der Familie Hirschmann. Heinz Hirschmann wurde verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht.

Die Umstände der Fahrt, die Ungewissheit über das Ziel der Fahrt und das, was sie dort erwartete sowie die unbeschreiblichen Zustände im KZ Buchenwald wurden für die Schülerinnen und Schüler anhand der Schilderungen von Heinz Hirschmann greifbar. Dr. Greb konnte Details aus den Erinnerungen von Heinz Hirschmann wiedergeben, die das Unvorstellbare vorstellbar machten, wie z.B. die Häftlingsnummer  25340, die Heinz Hirschmann im Lager tragen musste und die er als Symbol für die Entmenschlichung  der Juden in der NS-Zeit verstand.

Heinz Hirschmann hatte Glück im Unglück: Ein weitläufiger Verwandter in Amerika stellte sich als Bürge für ihn zur Verfügung, sodass er ein Visum erhielt und im Dezember 1938 aus dem KZ Buchenwald entlassen wurde. Heinz Hirschmann wanderte in die USA aus und überlebte als einziges Mitglied seiner Familie den Nazi-Terror, seine Eltern und Geschwister wurden nach Mink deportiert und dort ermordet.

Heinz Hirschmann  kehrte am Ende des Krieges als US-Soldat in seine Heimat zurück.

Dr. Greb konnte verschiedene Situationen benennen, in denen Heinz Hirschmann trotz seiner traumatischen Erlebnisse in Deutschland als Friedensstifter in Großauheim und an anderen Orten in Deutschland wirkte. Mehrfach besuchte er seine alte Heimat, z.B. im Jahre 1992 zur Einweihung der Großkrotzenburger Synagoge, wo er ein gern gesehener Gast war.

Die anwesenden Schülerinnen und Schüler hörten dem 60-minütigen Vortrag gebannt und teils ergriffen zu.

Durch die Vorstellung eines jungen Mannes, der zum Zeitpunkt der Reichspogromnacht  ungefähr im Alter der Schülerinnen und Schüler war, wurde das Schicksal Heinz Hirschmanns umso eindrücklicher, die Stationen seines Lebens in der NS-Zeit umso beklemmender. Dass dieser junge Mann aus der Nachbarschaft der Lindenauschule stammte, die von Dr. Greb gezeigten Fotos das Großauheimer Leben dieser Zeit abbildeten, machte den Vortrag lebendig und fesselnd.

Dr. Greb folgte mit seinem Vortrag einer Einladung von Herrn Steffen Schleicher, Lehrer für katholische Religion an der Lindenauschule.

Vorlesewettbewerb an der Lindenauschule

Vorlesewettbewerb an der Lindenauschule

Lesen macht nicht nur schlau, man kann auch gewinnen!

Wie in den vergangenen Jahren nahm die Lindenauschule wieder am Vorlesewettbewerb teil, der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgeschrieben wird. Alle sechsten Klassen der Lindenauschule, insgesamt 153 Schüler, schickten einen Klassensieger ins Rennen. Der Schulentscheid fand am 28.11.2018 in der Schulbibliothek statt.

Die Jury, inklusive des letztjährigen Schulsiegers, erklärte Jannis Fiedler, 6e,  zum Sieger. Souverän las er einen Ausschnitt aus dem Buch „Bitte nicht öffnen- schleimig“ vor. Angel Addoquaye, 6f, und Moritz Weirauch, 6b,  belegten den zweiten und dritten Platz.

Der Schulsieger wird die Lindenauschule 2019 beim Stadtentscheid in Hanau vertreten.

Alle beteiligten Schüler freuten sich über Bücher (Spenden des Fördervereins  der Lindenauschule) und süße Überraschungen.

Tag der offenen Tür an der Lindenauschule 2018

Tag der offenen Tür an der Lindenauschule 2018

Zukünftigen Schülerinnen und Schüler mit dem Wunsch, nach der 4. bzw. der 10. Klasse die Lindenauschule zu besuchen, bot der Tag der offenen Tür am 17.11.2018 von 9.30 – 13.30 Uhr vielfältige Gelegenheit, sich durch ein breites Angebot an Veranstaltungen einen umfassenden Überblick zu verschaffen.

 

Vor allem die Grundschüler begeisterten sich für Experimente in den naturwissenschaftlichen Räumen, aber auch fremdsprachlich, musisch und musikalisch Interessierte kamen auf ihre Kosten bei den Darbietungen und Vorstellungen der verschiedenen Projekte und Arbeitsgruppen. So beeindruckten u. a. die Musikpräsentationen der Bläserklassen genauso wie die Aufführungen der Fachgruppe Darstellendes Spiel. Aber auch das abwechslungsreiche Programm der Sportler in der Sporthalle erfreute die Zuschauer. Ausstellungen boten einen Einblick in die Arbeit der zahlreichen unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Aktivitäten der Schule – auch für zukünftige Oberstufenschüler!

 

Für das leibliche Wohl sorgte der Elternbeirat mit einem reichhaltigen Angebot in der Mensa oder auch Schülerinitiativen mit ihren Lehrkräften mit englischen und französischen Spezialitäten.

 

Auch der Förderverein der Lindenauschule und  Kooperationspartner der Schule wie die Jugendwerkstatt stellten sich vor.

 

Zufrieden und bestens informiert (und zum Besuch der Schule motiviert) verließen die zahlreichen Besucher die Schule.

 

„Verschwunden auf Schloss Philippsruhe“

„Verschwunden auf Schloss Philippsruhe“

Dass die Lindenauschule am Hanauer Fabulierwettbewerb teilnimmt, ist mittlerweile schon Tradition. Auch in diesem Jahr waren wieder alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Lindenauschule dazu aufgerufen, an diesem Hanauer Wettbewerb teilzunehmen.

Das Thema des Fabulierwettbewerbs lautete in diesem Jahr „Bulau, Kinzig, Park & Co: Erlebnisreiche Natur in und um Hanau“.

Jede Hanauer Schule hat die Möglichkeit, die besten drei Arbeiten pro Gruppe  an die Stadtbibliothek Hanau zu schicken. Die Lindenauschule nimmt alljährlich in Gruppe 3 (8. – 10. Schuljahr) teil.

In der Stadtbibliothek  werden die eingegangenen Arbeiten von einer unabhängigen Jury gelesen und prämiert. Wichtige Kriterien für die Prämierung sind Originalität der Geschichte und  Ausdrucksvermögen, die Rechtschreibung wird nicht bewertet.

Neben der Gewinner-Geschichte von Luise Taistra aus Klasse 8c konnten Merle Bennert (8b) und Pehchan Kapoor (8e) mit ihren Geschichten überzeugen. Die schulinterne Jury war von den beiden Geschichten so angetan, dass sie punktgleich auf Platz 2 landeten.

Die drei Arbeiten werden nun an die Stadtbibliothek weitergeleitet.

Wir drücken die Daumen für die Schülerinnen der Lindenauschule!

Wählen will gelernt sein!

Wählen will gelernt sein!

Am 22. Oktober 2018 hatten 279 wahlberechtigte Schüler/innen der Klassenstufen 9-12 die Möglichkeit an der Juniorwahl zum Hessischen Landtag und der Volksabstimmung über die Änderung der Hessischen Landesverfassung an der Lindenauschule teilzunehmen.

Dass wir als Schule an dem Projekt der U18/ Juniorwahl mitwirken konnten, verdanken wir der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, welche uns die Teilnahme finanzierte. Zu einer „richtigen“ Wahl gehören schließlich Wahlbenachrichtigungen, original-getreue Stimmzettel, Wahlkabinen und eine Wahlurne. Darüber hinaus wurden Schüler/innen und Lehrer/innen durch Unterrichtsmaterial bei der Vorbereitung der Wahl unterstützt, so dass im Unterricht die Themen: Wahlen, Wahlsystem, Demokratie, der Hessische Landtag und die Parteien und deren Wahlkampfinhalte bearbeitet werden konnten. In den Genuss dieses aktuellen und wirklichkeitsnahen Unterrichtsprojektes kamen die Gesellschaftslehre-Kurse der Klassen 9A (Herr Lux), 9B (Herr Seidel), 9C (Frau Reich), 9D (Frau Schauz), 9E (Frau Haselhuhn), 9F (Herr Hirsch), 10B (Herr Urhig) sowie die POWI Kurse der Klassen 11A (Herr Wunderlich), 11B (Herr Ille), 11C (Herr Seidel und Frau Gebert) und schließlich alle Grund- und Leistungskurse POWI 12 (Herr Seidel, Herr Ille, Herr Wunderlich, Frau Hartmann), wobei in dieser Jahrgangsstufe nicht mehr alle Schüler/innen an der Juniorwahl teilnehmen durften, da sie bereits Erstwähler sind und bei der Erwachsenenwahl zum Landtag ihre Wahlentscheidung treffen konnten.

Darüber hinaus bildete sich zum Anfang des Schuljahres die Juniorwahl AG, welche die Vorbereitung und Durchführung der Juniorwahl begleitet hat. Leanne Koob (12B), Leon Deißenberger (12B), Tim Elbert (12A), Leon Seemann (12A) und Lukas Weis (12B) planten beispielsweise eine Informationsveranstaltung für die an der Wahl teilnehmenden Kurse und recherchierten während der Herbstferien die Wahlkampfinhalte der Parteien, die Lebensläufe der Wahlkreiskandidaten des Wahlkreises 41, Main-Kinzig II und beschäftigten sich mit den fünfzehn Änderungen der Hessischen Landesverfassung, über welche bei der Wahl ebenso im Rahmen einer Volksabstimmung entschieden werden sollte. Bei der Informationsveranstaltung, welche die AG im Vorfeld der Wahl, am 18. Oktober im Forum durchführte, meisterte der eine oder andere der AG Schüler/innen zum ersten Mal die Herausforderung, vor einem größeren Publikum zu präsentieren.

Schließlich forderte der Wahltag den AG Schüler/innen einiges ab. Sie betrieben als Wahlhelfer/innen das Wahllokal, d.h. sie glichen die Wahlbenachrichtigungen mit den Wählerlisten ab, wiesen die Wähler/innen in den Wahlvorgang ein, indem die Stimmzettel genau erklärt wurden, überwachten die ordnungsgemäße Wahl, indem sie für einen geregelten Ablauf bei der Besetzung der Wahlkabinen und das korrekte Falten und Einwerfen der Stimmzettel in die Wahlurne sorgten. Ein großes Dankeschön an die AG Schüler/innen für den engagierten Einsatz vor und bei der Juniorwahl! Ebenso haben sich Michelle Katzgrau und Vanessa Rother aus der Jahrgangsstufe 12 ein Dankeschön verdient, denn sie haben freiwillig den Dienst als Wahlhelfer/innen für die Zeit von 12-14 Uhr übernommen!

Wie die Schüler/innen der Lindenauschule gewählt haben, seht ihr hier: In der Grafik sind die Ergebnisse der Zweitstimme abgebildet:

 

Sandra Hartmann

Girls’Day Akademie

Girls’Day Akademie

Junge Frauen in Deutschland verfügen über eine besonders gute Schulbildung. Dennoch entscheidet sich die Mehrheit von ihnen immer noch für typisch weibliche Berufe und Studienfächer. Die Girls’Day Akademie (GDA) möchte gezielt Mädchen, die sich in der Berufsorientierung befinden, bei einem möglichen Weg in einen MINT-Beruf oder Studiengang unterstützen und begleiten.

Hanau. 16 Mädchen der Lindenauschule haben sich diese Woche zur Auftaktveranstaltung der hessischen Girls Day Akademie in der Agentur für Arbeit in Hanau eingefunden. „Das Video (der GDA aus Berlin) war ja total spannend und das wird voll abwechslungsreich“, äußert sich eine der Schülerinnen spontan. „Und es ist klasse, dass wir auch Ausflüge machen und auf die Teambildung Wert legen“, so eine andere.

„Wir freuen uns, dass auch in diesem Schuljahr wieder eine Akademie in Hessen stattfinden wird. Die Lindenauschule als auch die GfW aus Hanau stehen in den Startlöchern und freuen sich auf ein umfangreiches, interessantes und abwechslungsreiches Semester mit allen ausgewählten „Girls“ aus der Jahrgangsstufe 9 / 10 der Schule,“ so die Projektleiterin Daniela Grund von der Gesellschaft für Wirtschaftskunde, die das Projekt in Zusammenarbeit mit der Lindenauschule und vielen ortsansässigen Unternehmen durchführt.

Bei der Akademie handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Girls’Day, der seit 2001 jedes Jahr im April bundesweit durchgeführt wird. Tausende von Schülerinnen nutzen jährlich diesen Tag, um für sich wertvolle Einblick in technisch-naturwissenschaftliche Berufe in den unterschiedlichsten Unternehmen zu erhalten. Doch ein Tag pro Jahr ist für eine intensive Auseinandersetzung der Mädchen mit den umfassenden Möglichkeiten in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) viel zu kurz.

Die Verantwortlichen in Hanau möchten mit der Akademie dazu beitragen, dass möglichst viele junge Frauen traditionelle Rollenmuster bei der Berufswahl ablegen. „Nach wie vor beschränkt sich nämlich mehr als die Hälfte aller Mädchen bei der Job-Wahl auf zehn Ausbildungsberufe, unter denen sich aber kein naturwissenschaftlicher oder technischer befindet“, beschreibt Heike Hengster, Leiterin der Agentur für Arbeit Hanau die Berufswahl junger Mädchen. In der Rangliste der gewählten Berufe liegt bei jungen Frauen der erste aus z. B. der Metall- und Elektro-Industrie auf Platz 51. „Dabei kommt es in den M+E-Berufen nicht nur auf Präzision und auf den Umgang mit Technik, sondern auch auf Teamarbeit und das abteilungsübergreifende Denken an“, sagt Werner Kroth, Vorsitzender des Gesamtverbandes der Arbeitgeber Osthessen. Zudem seien die Chancen auf eine Karriere für Mädchen noch nie so gut gewesen wie heute. Er ist sich daher sicher, dass die Ausbildung und die Arbeit in MINT-Berufen für viele junge Frauen genau das Richtige sei – „sie wissen es nur noch nicht“, so Hengster und Kroth weiter.

In Baden-Württemberg hat man daher im Jahr 2008 die Girls’Day Akademie, quasi den Girls’Day für ein Jahr, ins Leben gerufen. „Das ist einfach viel nachhaltiger“, sagt Reinhold Maisch, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftskunde e. V. (GfW), dem Bildungswerk der regionalen Wirtschaft. „Mit der Girls Day Akademie, die einmal pro Woche als Arbeitsgruppe stattfindet, bekommen die Mädchen viel tiefere Einblicke und bessere Chancen sich mit den beruflichen Feldern auseinanderzusetzen. Das Ziel sei schließlich, eine vertiefte Berufsorientierung und mehr Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen im Zusammenhang mit technisch-naturwissenschaftlichen Inhalten, zu vermitteln“.

Tatkräftig unterstützt wird die Umsetzung der hessischen Girls Day Akademie an der Lindenauschule durch die Lehrkräfte Katrin Devic, Anke Ott und Dr. Herrmann Alig. „Wir sind begeisterte Naturwissenschaftler und möchten diese Leidenschaft an die Mädchen weitergeben. Das Programm für dieses Schuljahr ist so vielfältig und abwechslungsreich, dass wir uns selbst sehr auf die einzelnen Veranstaltungen freuen“. Die Liste der Unternehmungen, die die GirlsDay Akademie in diesem Jahr unterstützen, kann sich sehen lassen. Unter anderem werden die Unternehmen VAC, Evonik, Hitradio FFH, dem Deutschen Wetterdienst, uvm. im Rahmen des Projektes die zeitweilige Betreuung der Schülerinnen übernehmen.

Jörn Crispens, Ausbilder bei der Vacuumschmelze, stellte den Teilnehmerinnen die Inhalte der geplanten Betriebstage kurz vor. „Als wir auf eine Beteiligung auch in diesem Jahr an der Girls Day Akademie angesprochen wurden, waren wir sofort dazu bereit. Wir schätzen die Mädchen in naturwissenschaftlich-technische Ausbildungen oder dualen Studiengängen sehr. Nicht nur wegen Ihrer fachlichen Kompetenzen, sondern auch wegen der Stimmung und dem Klima innerhalb des Ausbildungsteams“, so Crispens.

Durch die Kooperation aus Schule, Hochschulen, Arbeitsagentur und Unternehmen ist für die Schülerinnen der Klassen 9 & 10 von Gymnasium und Realschule ein abwechslungsreiches Programm gestaltet worden, das Informationen zu verschiedenen naturwissenschaftlich-technischen Berufsbildern, praktische Beispiele, Unternehmensbesichtigungen und Präsentationstechniken vereint. Die Gruppe von 16 Schülerinnen trifft sich einmal pro Woche nach dem Unterricht und wird in der Regel von Lehrkräften ihrer Schule betreut.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass es gelungen ist, eine breite Palette aus Betriebstagen bei den teilnehmenden Unternehmen, Besuch der Universitäten in Frankfurt und Gießen, naturwissenschaftlichen Experimenten, aber auch persönliche Kompetenzen wie Präsentationstechniken, Bewerbungstraining und weitere Soft Skills mit über 120 zusätzlichen Unterrichtsstunden zusammenzustellen“, so Daniela Grund, voll des Dankes an die geleistete Vorarbeit.

Bildunterschrift:

Die Mädchen der Girls Day Akademie vor der Agentur für Arbeit Hanau während der Vorstellung der Veranstaltungen, die bis Schuljahresende für sie geplant sind. V.l. Heike Hengster (GF Arbeitsagentur), Dr. Hermann Alig (Schulvertreter Lindenauschule), Anke Ott (Schulvertreterin), Katrin Devic (Schulvertreterin) Reinhold Maisch (Geschäftsführung GfW e.V.), Werner Kroth (Arbeitgeberverband), Ronald Kliehm (Projektkoordinator GfW), Burkhard Pölker (Projektkoordinator GfW), Jörn Crispens (VAC), Roland Meininger (Berufsberater Arbeitsagentur) Alexandra Morgenroth (Schulvertreterin), Daniela Grund (Teamleitung für Seminare GfW)

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