Hanauer Tafel zu Gast an der Lindenauschule

Hanauer Tafel zu Gast an der Lindenauschule

Am 1. Oktober war die Leiterin der Hanauer Tafel, Frau Annette Geier-Neugebauer, zu Gast an der Großauheimer Lindenauschule. Sie besuchte die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts und gab ihnen einen anschaulichen Einblick in die Arbeit der Hanauer Tafel.

Dabei erklärte Frau Geier-Neugebauer den Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern, wer bei der Hanauer Tafel einkaufen kann und welche Lebensmittel dort angeboten werden. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu und zeigten großes Interesse. Viele Fragen wurden gestellt – unter anderem wollten die Kinder wissen, wie die Hanauer Tafel zu ihrem Namen gekommen ist und ob man sich dort ehrenamtlich engagieren kann.

Frau Geier-Neugebauer kommt bereits seit einigen Jahren regelmäßig an die Lindenauschule, um den Schülerinnen und Schülern von der Arbeit der Hanauer Tafel zu berichten und für das Thema Lebensmittelspenden zu sensibilisieren.

Auch in diesem Jahr möchte die Lindenauschule die Hanauer Tafel wieder tatkräftig unterstützen. Im Rahmen der Aktion „Haltbare Lebensmittel statt Weihnachts-päckchen“ werden in den kommenden Wochen haltbare Lebensmittel gesammelt. Kurz vor Weihnachten sollen die Spenden an die Hanauer Tafel übergeben werden.

Damit möchten die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte der Lindenauschule einen kleinen Beitrag leisten und Menschen unterstützen, die auf Hilfe angewiesen sind. Denn gemeinsam kann man die Welt ein kleines Stückchen besser machen.

Julia Völker

Lindenauschule setzt Zeichen für den Umweltschutz

Lindenauschule setzt Zeichen für den Umweltschutz

Seit vielen Jahren engagiert sich die Lindenauschule in Hanau-Großauheim als zertifizierte „Umweltschule“ für den Schutz von Natur und Umwelt. Ein fester Bestandteil dieses Engagements ist die Zusammenarbeit mit den Sauberkeitspaten der Stadt Hanau. Direkt nach den Sommerferien fiel nun der Startschuss für die diesjährige Aktion: Auch in diesem Schuljahr übernehmen Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihr unmittelbares Umfeld und setzen sich tatkräftig für ein sauberes Großauheim ein.

Die Aufgabe übernehmen in diesem Schuljahr alle Klassen der fünften Jahrgangsstufe sowie die PuSch-Klasse (Praxis und Schule) der 9H. Über das gesamte Schuljahr hinweg kümmern sie sich regelmäßig um einen festgelegten Bezirk. Dazu gehören der Lindenaupark, der Bereich rund um die Großsporthalle sowie der Spielplatz in der Tiersiedlung. Die Schülerinnen und Schüler sammeln dort achtlos weggeworfenen Müll ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einem sauberen und gepflegten Stadtteil.

Die Lindenauschule engagiert sich dabei bereits seit vielen Jahren über ihren eigentlichen Stammbezirk hinaus. Auch angrenzende Bereiche rund um das Schulgelände werden regelmäßig in den Blick genommen. Das gemeinsame Ziel: Verantwortung übernehmen, aufmerksam hinschauen und aktiv dazu beitragen, dass das eigene Lebensumfeld sauber und lebenswert bleibt.

Den Auftakt machte vor Kurzem die PuSch-Klasse 9H. Aufgeteilt in drei Gruppen, machten sich die Jugendlichen auf den Weg durch das Gebiet in Großauheim und sammelten dabei eine beachtliche Menge an Müll ein. Unterstützt wird die Aktion vom Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) beziehungsweise der Abfallwirtschaft der Stadt Hanau, der die benötigten Arbeitsmaterialien wie Müllgreifer und Müllsäcke zur Verfügung stellt.

Für die Lindenauschule ist die Aktion mehr als nur gemeinsames Müllsammeln: Die Schülerinnen und Schüler erleben unmittelbar, dass ihr eigenes Handeln etwas bewirken kann. Gleichzeitig wird das Bewusstsein dafür geschärft, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt und dem eigenen Lebensraum ist.

Und das Engagement geht weiter: Schon bald steht an der Lindenauschule der große Umwelttag auf dem Programm. Dabei erwarten die Schülerinnen und Schüler weitere Aktionen und Projekte rund um Umwelt- und Naturschutz.

Die Lindenauschule zeigt damit auch in diesem Schuljahr: Umweltschutz beginnt vor der eigenen Haustür – und jeder kann einen Beitrag dazu leisten.

Steffen Schleicher

 

Bewegender Spielenachmittag im Haus am Brunnen

Bewegender Spielenachmittag im Haus am Brunnen

In der Altenpflegeeinrichtung Haus am Brunnen der Martin-Luther-Stiftung E.V. in Hanau-Großauheim herrschte in dieser Woche eine ganz besondere Dynamik. Der Wahlpflichtkurs der Jahrgangsstufe 10, Jung hilft/trifft Alt, startete offiziell in sein neues Projektjahr. Das Kooperationsprojekt zwischen der Integrierten Gesamtschule und der Stiftung besteht bereits seit mehreren Jahren und schlägt regelmäßig wertvolle Brücken zwischen den Generationen.

​In wechselnden Abständen besuchen die Jugendlichen im Rahmen dieser Partnerschaft die Einrichtungen der Stiftung – sowohl das Haus am Brunnen in Großauheim als auch das Altenhilfezentrum Bernhard Eberhard (ABE) in Hanau, das zur Martin-Luther-Stiftung gehört. Zum Auftakt des neuen Schuljahres stand ein fröhlicher Spielenachmittag im Haus am Brunnen auf dem Programm.

​Von Klassikern wie Rummikub bis hin zu kniffligen Memory-Runden reichte die Palette der Gesellschaftsspiele. In bunten, gemischten Gruppen wurde gewürfelt, kombiniert und herzhaft gelacht. Da einige Bewohnerinnen und Bewohner sehr vergesslich sind, wurden die Spielregeln bei Bedarf individuell angepasst. Neben leicht zugänglichen Spielrunden gab es jedoch auch anspruchsvollere Herausforderungen – ganz nach den Wünschen und Fähigkeiten der Seniorinnen und Senioren.

​Der Nachmittag zeigte eindrucksvoll den gegenseitigen Gewinn dieser Begegnungen:

  • ​Die Jugendlichen stärken aktiv ihre Sozialkompetenz, lernen den einfühlsamen Umgang mit älteren Menschen und erleben den Wert ehrenamtlichen Engagements.

  • ​Die Seniorinnen und Senioren genießen die frische Energie, die Abwechslung im Alltag und strahlen jedes Mal aufs Neue, wenn die Schülerinnen und Schüler zu Besuch kommen.

​Nach den bevorstehenden Herbstferien geht die Aktion direkt in die nächste Runde: Geplant ist ein gemeinsamer Herbst-Bastelnachmittag, bei dem Jung und Alt in Kleingruppen kreative Dekorationen gestalten werden. Auch für das weitere Schuljahr sind bereits viele unterschiedliche Aktionen geplant, um den lebendigen Austausch zwischen den Generationen weiterzuführen.

Steffen Schleicher

 

Die Klasse 6e bei der Frankfurter Kinder-Uni

Die Klasse 6e bei der Frankfurter Kinder-Uni

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Projekts Frankfurter Kinder-Uni besuchte die Klasse 6e der Lindenauschule eine spannende Vorlesung an der Goethe-Universität Frankfurt. Die Kinder-Uni fand in diesem Jahr bereits zum 23. Mal statt und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Wissenschaft außerhalb des Klassenzimmers zu erleben.

Unter dem Titel „Salzblöcke und Riesendonuts – Eine ethnologische Reise durch die Welt des Geldes“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Ethnologie des Geldes. Prof. Susanne Fehlings und Dr. Sophia Thubauville erklärten, wie Ethnologinnen und Ethnologen andere Kulturen erforschen – beispielsweise indem sie längere Zeit vor Ort leben, Menschen beobachten, Gespräche führen und deren Alltag kennenlernen.

Anhand verschiedener Beispiele erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass Geld weltweit ganz unterschiedlich aussehen und funktionieren kann. Auf der Insel Yap werden beispielsweise riesige steinerne Scheiben für große Geschäfte genutzt, während in Äthiopien auch Salzbarren als Zahlungsmittel dienen konnten. So wurde deutlich, dass Menschen unterschiedliche Lösungen für ähnliche Fragen finden.

Schon der erste Eindruck war beeindruckend: In einem riesigen Hörsaal der Goethe-Universität saßen bis zu 1000 Kinder und Schülerinnen und Schüler gemeinsam und warteten gespannt auf die Vorlesung. Diese besondere Atmosphäre machte den Besuch zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Die Vorlesung war dabei nicht nur zum Zuhören gedacht: Mit grünen, gelben und orangenen Karten konnten alle Kinder ihre Antworten auf verschiedene Fragen abgeben und sich aktiv an der Vorlesung beteiligen.

Für die Klasse 6e war der Besuch eine spannende Gelegenheit, Universitätsluft zu schnuppern und einen Einblick in die Welt der Wissenschaft und Forschung zu erhalten.

Mert Senlik

Perspektivwechsel im Rollstuhl

Perspektivwechsel im Rollstuhl

Wie fühlt es sich an, auf Unterstützung angewiesen zu sein? Wie verändert sich der Blick auf die vertraute Umgebung, wenn man sich nicht frei zu Fuß bewegen kann? Mit diesen Fragen beschäftigten sich vor Kurzem Schülerinnen und Schüler der Großauheimer Lindenauschule im Rahmen eines besonderen Projekttages. Im Wahlpflichtkurs 10 „Jung trifft / hilft Alt“ wagten sie ein eindrucksvolles Experiment: In Rollstühlen erkundeten sie die Hanauer Innenstadt – und erlebten hautnah, wie sich der Alltag für Menschen mit körperlichen Einschränkungen anfühlt.

​Die Aktion entstand in Kooperation mit dem Altenhilfezentrum Bernhard Eberhard der Martin-Luther-Stiftung Hanau, mit dem die Schule eine enge Zusammenarbeit pflegt. Tatkräftig unterstützt wurde das Projekt von der Leiterin der sozialen Betreuung der Einrichtung, Birgit Streich, und ihren Mitarbeiterinnen, die den Jugendlichen während der Aktion mit großem Engagement, Fachwissen und Empathie zur Seite standen.

​Die Aufgabe für die Jugendlichen war klar: Sie sollten sich in die Lebenswelt von Rollstuhlnutzerinnen und -nutzern hineinversetzen und erforschen, welche Hürden eine Innenstadt bereithält. Ausgestattet mit Rollstühlen stießen die Zehntklässler schnell auf bauliche Barrieren: unebene Gehwege, hohe Bordsteinkanten, schwer zugängliche Geschäfte und enge Durchgänge.

​Besonders prägend war für die Gruppe jedoch auch das soziale Miteinander. In der anschließenden Nachbesprechung berichteten die Jugendlichen von vielen positiven Begegnungen. Zahlreiche Passantinnen und Passanten boten spontan Hilfe an, hielten Türen auf oder fragten aufmerksam nach.

​„Ich war überrascht, wie hilfsbereit und aufmerksam viele Menschen reagiert haben“, schilderte eine Schülerin ihre Eindrücke. „Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie stark man im Rollstuhl wahrgenommen wird. Das hat mir sehr zu denken gegeben.“ Ein Mitschüler ergänzte: „Erst durch so eine Erfahrung versteht man wirklich, wie viele alltägliche Dinge zur Herausforderung werden. Es zeigt, wie wichtig Rücksichtnahme und Barrierefreiheit für unsere gesamte Gesellschaft sind.“

​Das Rollstuhlexperiment markiert den Auftakt zu einer Reihe gemeinsamer Aktivitäten im Schuljahr 2026/27. Erst kürzlich haben die Schülerinnen und Schüler den ersten Kontakt geknüpft und persönliche Briefe an die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenhilfezentrums verfasst, auf deren Antworten sie nun schon mit großer Vorfreude warten.

​Der persönliche Kontakt wird in den kommenden Monaten schrittweise vertieft: Für Oktober ist ein erstes persönliches Kennenlernen im Altenhilfezentrum geplant. Ende November steht bereits ein gemeinsamer Nachmittag auf dem Programm, an dem Schüler und Senioren zusammen Plätzchen backen, um die Adventszeit einzuläuten. Ein besonderes Highlight erwartet die Beteiligten schließlich im Dezember: Ein gemeinsamer Ausflug auf den Hanauer Weihnachtsmarkt soll das Jahr stimmungsvoll abrunden.

​Der Projekttag in der Innenstadt hat bei den Jugendlichen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er hat gezeigt, dass ein praktischer Perspektivwechsel oft mehr zu Bewusstsein und Empathie beitragen kann als jede theoretische Unterrichtsstunde.

Steffen Schleicher

Unsere Bio-Klasse beim „Echt kuh-l!“-Wettbewerb

Unsere Bio-Klasse beim „Echt kuh-l!“-Wettbewerb

Mit viel Neugier und Engagement hat unsere Bio-Klasse des ehemaligen Jahrgangs 7 am bundesweiten Wettbewerb „Echt kuh-l!“ teilgenommen. Unter dem Projekttitel „Der Agrarnützling auf dem Acker“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der spannenden Frage, welche wichtige Rolle Spinnen für eine nachhaltige und ökologische Landwirtschaft spielen können.

Ausgangspunkt für unser Projekt war unser eigener Schulacker. Bei unseren Beobachtungen entdeckten wir dort besonders häufig die Wolfspinne. Schnell wurde deutlich, dass Spinnen weit mehr sind als kleine Bewohner unseres Ackers: Als natürliche Jäger können sie dabei helfen, Schädlinge zu regulieren und so zum Schutz unserer Pflanzen beizutragen.

Daraus entstand die Idee, auf unserem Schulacker einen spinnenfreundlichen Blühbereich zu gestalten. Dieser soll den Tieren Schutz und geeignete Lebensbedingungen bieten und gleichzeitig die Artenvielfalt auf unserem Acker fördern. Auf diese Weise konnten die Schülerinnen und Schüler ganz praktisch erfahren, wie natürliche Kreisläufe funktionieren und wie schon kleine Veränderungen einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten können.

Auch wenn es dieses Mal nicht für einen Platz unter den Gewinnergruppen gereicht hat, wurde unser Einsatz gewürdigt: Als Dankeschön für die Teilnahme erreichte uns ein kleines Überraschungspaket. Darin befanden sich für alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler Schreibblöcke und Saatgut-Sticks zum Einpflanzen – eine schöne Erinnerung an unser gemeinsames Projekt.

Wir freuen uns über diese Anerkennung und vor allem über die vielen Erfahrungen, die wir während des Projekts sammeln konnten. Denn eine wichtige Erkenntnis nehmen wir aus unserer Teilnahme auf jeden Fall mit: Auch kleine Tiere können eine große Bedeutung für unser Ökosystem haben!

Und natürlich bleiben wir dran: Unser Schulacker bietet auch in Zukunft noch jede Menge Möglichkeiten zum Beobachten, Forschen und Entdecken.

Seçil Yildirim

Der Film ,,Wir sind Juden aus Breslau”

Der Film ,,Wir sind Juden aus Breslau”

Am 8. September 2026 fand im Kinopolis Hanau eine Filmveranstaltung für mehrere Klassen aus unterschiedlichen Schulen, die mehr über die NS-Zeit sowie den Holocaust lernen wollten, statt. Es wurde ein umfangreicher Film von Karin Kaper und Dirk Szuszies über den Holocaust bzw. über das Schicksal der Juden und Jüdinnen aus Breslau gezeigt. Das Schicksal der Juden und Jüdinnen sowie die einzelnen Phasen der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der Ausgrenzung der Juden und Jüdinnen in Breslau wurden durch Gespräche mit Zeitzeugen, die damals noch Kinder und Jugendliche waren, dargestellt.

Es wurden emotionale und verstörende Bilder gezeigt, die Schülerinnen und Schüler im Unterricht durch ein Schulbuch zwar kennenlernen, jedoch durch den Film und die emotionalen, persönlichen Lebensgeschichten völlig neu und intensiv erfahren. Es wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich über dieses Thema so gut wie möglich zu informieren.

Unsere Gedanken nach dem Film als Geschichts-LK der 13. Klasse waren sehr vielfältig, da wir zwar die Ereignisse des Holocaust im Unterricht behandelt hatten, jedoch durch die Einzelschicksale sehr ergriffen waren. Als wir aus dem Kino kamen, waren wir alle mitgenommen und mussten erst einmal durchatmen. Dennoch schätzen wir die neuen Perspektiven, die uns das Ansehen des Films eröffnet hat.

Als eine junge Frau, die sehr viel von der Welt und ihren Problemen sowie der Politik unseres Landes mitbekommt, empfehle ich diesen Film für jeden Geschichtskurs, für jede Person, die mehr darüber lernen möchte und für unsere Politiker, die denken, sie machen Deutschland wieder gut.

Felicitas Möller (13A)

Blut unter dem Mikroskop

Blut unter dem Mikroskop

Wie sehen unsere Blutzellen eigentlich unter dem Mikroskop aus? Welche unterschiedlichen Zelltypen befinden sich im Blut und wie lassen sie sich voneinander unterscheiden? Diesen Fragen gingen die Schüler und Schülerinnen der A-Kurse des Jahrgangs 9 am 4. September 2026 bei einem Schülerlabortag zum Thema „Blut“ an der Goethe-Universität Frankfurt nach.

Im Goethe BioLab konnten die Schülerinnen und Schüler für einen Tag selbst in die Rolle von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern schlüpfen. Ausgestattet mit Laborkitteln und Handschuhen erhielten sie zunächst eine fachliche Einführung in die verschiedenen Bestandteile des Blutes. Dabei wurde unter anderem thematisiert, welche unterschiedlichen Blutzellen es gibt und welche Aufgaben sie im menschlichen Körper übernehmen.

Anschließend ging es an die praktische Laborarbeit. Unter fachkundiger Anleitung stellten die Jugendlichen Blutausstriche auf Objektträgern her und lernten, wie diese für die anschließende Untersuchung vorbereitet und gefärbt werden. Dabei war sorgfältiges Arbeiten gefragt: Mit Pipetten wurden kleine Flüssigkeitsmengen aufgetragen und die Präparate Schritt für Schritt für die mikroskopische Untersuchung vorbereitet.

Besonders spannend wurde es anschließend am Mikroskop. Die Schülerinnen und Schüler konnten die angefertigten Präparate selbst untersuchen und verschiedene Blutzellen erkennen und unterscheiden. So wurde das zuvor theoretisch erarbeitete Wissen unmittelbar am realen Präparat sichtbar. Ergänzend ermöglichte die Arbeit mit digitalen bzw. virtuellen Mikroskopiebildern, Strukturen genauer zu betrachten und die unterschiedlichen Zelltypen miteinander zu vergleichen.

Der Labortag bot damit eine besondere Gelegenheit, biologische Inhalte nicht nur aus dem Schulbuch kennenzulernen, sondern naturwissenschaftliches Arbeiten selbst zu erleben. Pipettieren, Präparate herstellen, färben, mikroskopieren und Beobachtungen auswerten – viele Arbeitsschritte, die sonst nur theoretisch besprochen werden können, wurden an diesem Tag praktisch durchgeführt.

Nach einem abwechslungsreichen Tag mit vielen neuen Eindrücken kehrte die Klasse mit einem deutlich genaueren Blick auf das Thema Blut nach Hause zurück. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Team des Goethe BioLabs der Goethe-Universität Frankfurt, das den Schülerinnen und Schülern diesen praxisnahen Einblick in die biologische Laborarbeit ermöglicht hat.

Sicherer Schulweg

Sicherer Schulweg

Seit Beginn des neuen Schuljahres sorgen an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim wieder engagierte Schülerinnen und Schüler dafür, dass ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sicher zur Schule gelangen. Zwölf Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 haben in diesem Jahr die Ausbildung zu Schülerlotsinnen und Schülerlotsen absolviert.

Die Ausbildung fand an zwei Tagen Ende August statt. Unter der fachkundigen Anleitung von Heinz Rieth von der Verkehrspolizei lernten die Jugendlichen sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Umsetzung ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit. Dabei ging es unter anderem darum, Verkehrssituationen richtig einzuschätzen und Schülerinnen und Schüler sicher über den Schulweg zu begleiten.

Unterstützt werden die neuen Schülerlotsinnen und Schülerlotsen von zwei ehemaligen Schülern des neunten Jahrgangs, die sich auch nach ihrem Wechsel freiwillig für den Schülerlotsendienst engagieren.

Am 27. August fiel schließlich der offizielle Startschuss für den diesjährigen Schülerlotsendienst. Zum Pressetermin am Morgen waren neben den Schülerinnen und Schülern auch Volker Rostig vom Polizeirevier Hanau, der neue Großauheimer Ortsvorsteher Joachim Götz sowie Thomas Vehring und Egbert Leistner von der Verkehrswacht vor Ort.

Die Verkehrswacht unterstützt die Lindenauschule auch weiterhin bei ihrer wichtigen Arbeit und stellt unter anderem die notwendige Ausstattung für den Schülerlotsendienst zur Verfügung. So wurden beispielsweise neue Pylonen angeschafft.

Bereits um 7:35 Uhr beginnt täglich der Einsatz der Schülerlotsinnen und Schülerlotsen. Sie stellen die Pylonen auf, sichern die entsprechenden Bereiche und tragen dazu bei, dass insbesondere ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sicher auf dem Schulweg unterwegs sind.

Mit ihrem freiwilligen Engagement übernehmen die Jugendlichen eine wichtige Verantwortung für die Schulgemeinschaft. Die Lindenauschule freut sich daher besonders über die Bereitschaft der zwölf neuen Schülerlotsinnen und Schülerlotsen sowie der beiden ehemaligen Schüler, sich für die Sicherheit ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler einzusetzen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten – insbesondere der Verkehrspolizei, der Polizei, der Verkehrswacht und natürlich den engagierten Schülerlotsinnen und Schülerlotsen.

Julia Völker

Spatenstich für den Erweiterungsbau der Lindenauschule

Spatenstich für den Erweiterungsbau der Lindenauschule

Ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft der Lindenauschule ist erreicht: Am Dienstag, den 25. August 2026, erfolgte der Spatenstich für den Neubau und die Erweiterung der Lindenauschule zur achtzügigen Integrierten Gesamtschule (IGS). Zahlreiche Gäste, Vertreterinnen und Vertreter der Stadt sowie Mitglieder der Schulgemeinde kamen zusammen, um den offiziellen Start des Bauvorhabens zu feiern.

Musikalisch eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Bläserklasse 6B unter der Leitung von Janine Koch. Mit mehreren musikalischen Einlagen sorgten die Schülerinnen und Schüler für einen festlichen Rahmen.

Im Anschluss begrüßte Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri die Gäste und unterstrich die große Bedeutung des Bauprojekts. Die Lindenauschule wird nach dem Erweiterungsbau in der Sekundarstufe I achtzügig sein. Damit reagiert die Stadt auf das Wachstum und die steigenden Schülerzahlen. Insgesamt entstehen 30 neue Klassenräume, die der Schule künftig zur Verfügung stehen werden.

Die Stadt Hanau investiert rund 20 Millionen Euro in den Erweiterungsbau. Das Hessische Ministerium der Finanzen unterstützt die Maßnahme mit einem Investitionsfonds-Darlehen in höhe von 18 Millionen Euro.

Bieri machte deutlich, dass die Investition weit über die Schaffung zusätzlicher Räume hinausgeht: Sie sei ein klares Bekenntnis zur Bildung und zum Standort der Lindenauschule als Integrierte Gesamtschule. Mit dem Neubau werde die Stadt den wachsenden Anforderungen gerecht und schaffe langfristig moderne Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte.

Anschließend stellte Dipl.-Ing. Markus Leben vom Büro HGP Architekten die Planungen für den Erweiterungsbau vor. Rund drei Jahre habe die Planung in Anspruch genommen. Nun werde aus den Plänen Realität. Leben erläuterte die besondere Architektur des Neubaus: Das Gebäude wird U-förmig angelegt und über drei Geschosse verfügen. Im Mittelpunkt wird ein Forum entstehen, das als zentraler Treffpunkt innerhalb des neuen Gebäudes dienen soll.

Der Architekt bedankte sich bei der Stadt Hanau und allen weiteren Beteiligten für die gute und schnelle Zusammenarbeit. Insbesondere die zügige Umsetzung des Bauvorhabens sei nur durch das engagierte Zusammenspiel aller Beteiligten möglich gewesen.

Auch Schulleiter Dr. Hermann Alig richtete Grußworte an die Anwesenden. Er beschrieb die derzeitige Raumsituation der Lindenauschule: Faktisch seien die vorhandenen Räume bereits vollständig belegt. Umso größer sei seine Freude über den bevorstehenden Neubau.

Die Vorfreude auf das neue Gebäude sei bei der Schulgemeinschaft bereits durch einen virtuellen Rundgang geweckt worden. Dabei habe man einen ersten Eindruck davon gewinnen können, wie modern und großzügig die neuen Räumlichkeiten gestaltet sein werden. Dr. Alig betonte, dass die Stadt bei diesem Erweiterungsbau keine Kosten und Mühen gescheut habe, um der Lindenauschule die notwendigen räumlichen Voraussetzungen für ihre weitere Entwicklung zu schaffen.

Nach einer weiteren musikalischen Einlage der Bläserklasse 6B unter der Leitung von Janine Koch leitete Bürgermeister Dr. Bieri zum eigentlichen Höhepunkt der Veranstaltung über: dem gemeinsamen Spatenstich.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ist der Startschuss für ein Bauprojekt gefallen, das die Lindenauschule nachhaltig verändern wird. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für Herbst 2028 vorgesehen. Der Neubau schafft nicht nur dringend benötigten Raum, sondern stellt die Weichen für die Zukunft der Schule. Als achtzügige Integrierte Gesamtschule wird die Lindenauschule künftig über die räumlichen Möglichkeiten verfügen, die ihrer wachsenden Schulgemeinschaft gerecht werden.

Die Vorfreude auf das neue Gebäude ist damit groß – und nach drei Jahren Planung beginnt nun die Umsetzung eines Projekts, das für die Lindenauschule und den Bildungsstandort Hanau-Großauheim von großer Bedeutung ist.

 

Julia Völker

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