I am MINT“ – Junge Lindenauer besuchen zwei Betriebe

I am MINT“ – Junge Lindenauer besuchen zwei Betriebe

Endlich ist auch das wieder möglich. Im Rahmen des Projektes „I am MINT“ an der Lindenauschule konnten sich Schüler des 9.Jahrgangs freiwillig eintragen, um an den Einführungsveranstaltungen sowie den Besuchen zweier Betriebe teilzunehmen. Unter Federführung der MINT-Koordinatorin Frau Dević und den beiden „I am MINT“ – Beauftragen von Schule und Wirtschaft Hessen, Frau Löb und Herrn Bork, entstand der Kontakt zum in Hanau-Wolfgang ansässigen Fraunhofer Institut und dem Kraftwerk uniper, ehemals Staudinger.

Am Mittwoch, den 04.05.22 stand zunächst die Führung durch das Fraunhofer Institut an. Herr Lux, Mathe- und Physiklehrer an der Lindenauschule, der auch die Werksführung bei uni per betreute, konnte je 8 Schüler zu diesem Highlights begrüßen. Frau Dr. Breuer stellte das Fraunhofer Institut als eines von 79 Standorten in Deutschland vor, sowie deren Tätigkeiten und Abläufe in der Hanauer Filiale. Besonders interessant waren für die jungen Leute auch die Gespräche mit zwei Mitarbeitern aus dem Bereich Technik und Software und einer jungen Angestellten, die auch ihre Ausbildung im Fraunhofer Institut absolviert hatte, sowie die Führung durch die Werkshalle 1, in der alte Magnete in ihre kleinsten Bestandteile zerlegt werden, um einige Arbeitsschritte später neue Magnete entstehen zu lassen.

Etwas anders verlief der Tag am Staudinger am Donnerstag, den 12.05.22. Hier konnte die Achtergruppe unter Aufsicht von Chefausbilder Herrn Stefan Burgard und unter Mithilfe einiger aktueller Azubis einen sogenannten „Heißen Draht“ zusammenbauen – ein Werkstück, welches nach Fertigstellung  viel Geschicklichkeit erfordert und rot blinkt, wenn man den Kupferdraht mit der Schlinge berührt. Jeder durfte sein Exemplar mitnehmen und wurde zwischendurch von der Werkskantine obendrein noch hervorragend verköstigt.

Zwei gelungene Exkursionen also, was nach Fortsetzung ruft.

Holger Lux

Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule diskutieren im Hanauer Kulturforum mit Katrin Himmler

Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule diskutieren im Hanauer Kulturforum mit Katrin Himmler

Im Mai kamen die Zwölftklässlerinnen und -klässler aus dem Grundkurs Geschichte und dem Leistungskurs Politikwissenschaft der Großauheimer Lindenauschule in Begleitung ihrer Lehrer Sebastian Saliger und Manu Seidel im Kulturforum in Hanau zusammen, um die Autorin und Politikwissenschaftlerin Katrin Himmler zu treffen. Frau Himmler hielt dort zunächst einen Vortrag zum Thema Neue Rechte, auf den eine Diskussionsrunde mit den Lindenauern folgte. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Ausstellung „Leben im Krieg. Perspektiven auf Hanau im 2. Weltkrieg“ statt.

Katrin Himmler, die heute in Berlin lebt, ist die Großnichte Heinrich Himmlers, der als ehemaliger Reichsführer der SS, Chef der deutschen Polizei und ab 1943 Reichsinnenminister eine der wichtigsten Personen für die Durchführung des Holocaust war und innerhalb des NS-Staates eine Machtfülle besaß, die von keinem Reichsminister übertroffen wurde. Sie selbst hatte zur Familiengeschichte und zum Umgang mit Heinrich Himmler recherchiert und dazu mehrere Bücher (u.a. Himmler privat: Briefe eines Massenmörders) veröffentlicht.

Nach der Begrüßung durch Katharina Völk von den Städtischen Museen referierte Frau Himmler zunächst über das Thema Neue Rechte. So stellte sie detailliert einzelne Gruppierungen (darunter Denkfabriken, Parteien, Online-Plattformen) vor, die auf den ersten Blick zwar eigenständig erscheinen, aber dennoch auf vielfältige Weise miteinander verbunden seien. Auch sprach Frau Himmler über geheime Codes der rechten Szene, die auf eine radikale Gesinnung hindeuten würden, aber strafrechtlich nur schwer zu verfolgen seien. In diesem Zusammenhang verwies sie auf Zahlenkombinationen, die in Verbindung zu Namen ehemaliger Nationalsozialisten stünden. Anschließend ging Frau Himmler auch auf die eigene Familiengeschichte ein: So sei Heinrich Himmler nicht nur ihr Großonkel, sondern auch der Taufpate ihres Vaters gewesen. Ebenso berichtete sie, dass eine der beiden Töchter Heinrich Himmlers, Gudrun Burwitz, Zeit ihres Lebens überzeugte Nationalsozialistin blieb und für die sog. „Stille Hilfe“, eine Hilfsorganisation für ehemalige Nationalsozialisten, tätig war.

Die Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule hatten zahlreiche Fragen mitgebracht, sodass sich im Anschluss an den Vortrag eine sehr lebendige Diskussion entwickelte. So wollten die Lernenden wissen, ob allein die Familiengeschichte der Grund gewesen sei, weshalb sich die Autorin mit dem Thema Neue Rechte beschäftige und wie die eigene Familie reagiert habe, als sie begann Nachforschungen über Heinrich Himmler anzustellen und ihre Erkenntnisse einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Frau Himmler sprach in diesem Zusammenhang den Moment an, der sie dazu veranlasst habe, sich mit der Person Heinrich Himmler intensiver zu beschäftigen: Im Geschichtsunterricht sei der Holocaust und die Person Heinrich Himmler besprochen worden. Einer ihrer Mitschüler habe plötzlich geäußert, dass seine Mitschülerin in der Klasse den gleichen Nachnamen trage und sie daraufhin gefragt, ob sie mit ihm verwandt sei. Die Lehrerin habe daraufhin schnell das Thema gewechselt. Frau Himmler versteht heute die Reaktion ihrer Lehrerin und ist sich sicher, dass die Pädagogin sie damit schützen wollte.

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurden sehr aktuelle Fälle diskutiert, wie z.B. rechtsextreme Chatgruppen in Hessens Polizei und in der Bundeswehr. Auf die Frage, wie man rechte Netzwerke zerschlagen könne, betonte Frau Himmler, dass man sich nicht sicher sein könne, dass Verbote rechtextremer Vereine oder Parteien immer effektiv seien, da sie in einem anderen Gewand wieder in Erscheinung treten können. Jedoch könne jeder selbst aktiv werden: Wichtig sei es, lauter zu sein als die Rechten. Auch in der Schule könne dies geschehen: So sei die Lindenauschule Teil des Schulnetzwerkes Schule gegen Rassismus und damit bereits in diesem Bereich engagiert, so Himmler. Am Ende der Veranstaltung dankten Frau Himmler und Frau Völk den Schülerinnen und Schülern für ihre vielen interessanten Fragen und die spannende Diskussion.

Die Lindenauschule bedankt sich herzlich bei Frau Himmler dafür, dass sie sich Zeit für die Lernenden genommen hat. Ebenso gilt der Dank den Städtischen Museen Hanau und Frau Katharina Völk für die Organisation dieser sehr gelungen Veranstaltung, die bei den Schülerinnen und Schülern auf eine sehr positive Resonanz stieß.

Sebastian Saliger

Ausstellung zum Gedenktag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in der Schülerbibliothek

Ausstellung zum Gedenktag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in der Schülerbibliothek

Mit diesen Worten Erich Kästners eröffnete Frau Siefert, Leiterin der Schülerbibliothek der Lindenauschule, am 9. Mai die Ausstellung zum Gedenktag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933. An diesem Tag vor 89 Jahren wurden in vielen deutschen Universitätsstädten zehntausende Bücher von über 200 Autoren von den Nationalsozialisten verbrannt.

Schon der Weg zur Schülerbibliothek war beeindruckend gestaltet. Dort an den Wänden hingen auf 286 DIN A4-Seiten die Namen aller Autoren in alphabetischer Reihenfolge. In der Bibliothek konnten die Besucherinnen und Besucher mehrere Artikel, Bilder sowie einen Ausschnitt aus der Rede Joseph Goebbels zur Bücherverbrennung lesen und betrachten. Außerdem suchte das Bibliotheksteam die Bücher, die damals im Feuer verbrannten, aus dem heutigen aktuellen Bibliotheksbestand heraus und stellte diese ebenfalls aus. Somit konnten die Schülerinnen und Schüler selbst analysieren, warum gerade diese Werke von den Nazis verbrannt wurden. Darunter waren z.B. „Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner oder Werke von Thomas Mann, Berthold Brecht und Stefan Zweig. Sogar den Geruch von tatsächlich verbrannten Büchern konnten die Besucherinnen und Besucher erschnuppern und sich den grauenvollen Anblick verbrannter kleingedruckter Seiten zu Gemüte führen.

Eine Woche lang war die Ausstellung in der Schülerbibliothek der Lindenauschule geöffnet und wurde rege besucht. Vor allem Lerngruppen aus dem 10. Jahrgang, die im Fach Gesellschaftslehre den Nationalsozialismus thematisieren, nutzten die einmalige Gelegenheit, ihr Wissen zu diesem Thema zu erweitern.

Eine gelungene Ausstellung – großer Dank an das gesamte Bibliotheksteam sowie an alle helfenden Hände aus der Ganztagsbetreuung.

Lindenauschule nimmt an europaweiter Untersuchung der Fließgewässer teil

Lindenauschule nimmt an europaweiter Untersuchung der Fließgewässer teil

Dem Plastik auf der Spur sind in Zukunft auch die Schüler:innen der Lindenauschule. In Zusammenarbeit mit  dem Bundesbildungsministerium sind teilnehmende Schulen bis zum 30.06.2022 aufgerufen, das nahegelegene Fließgewässer auf Mikroplastikteilchen zu untersuchen. Die Ergebnisse der Citizen-Science-Studie „Plastic Pirates – Go Europe!“ werden u.a. auf einer Deutschlandkarte eingetragen und geben eine direkte Auskunft über die Kontamination von Mikroplastik in den Fließgewässern europäischer Flüsse. Darüber hinaus findet die Studie auch in weiteren Ländern des europäischen Auslandes statt, sodass das Bewusstsein um die Problematik von Plastik in ganz Europa geschärft wird.

Erst kürzlich haben Forscher Mikroplastik im menschlichen Blut in einer Studie, die im März 2022 im Fachmagazin Environment International erschienen ist, nachgewiesen. Mittlerweile gibt es keinen Ort auf der Erde, der sicher frei von Plastik ist, selbst an den entlegensten Orten der Welt, an denen zuvor noch nie Menschen gewesen waren, lässt sich Mikroplastik durch die Verbreitung über den Weg des Wassers nachweisen.

Plastik kann nicht einfach wieder verschwinden, aber es kann kleiner werden, sodass das menschliche Auge es nicht mehr sehen kann: Im Wasser sorgt die Kraft der Wellen und Strömungen sowie die Sonneneinstrahlung dafür, dass große Plastikteile in immer kleinere Fragmente zerbrechen. Diese kleinen Plastikteile werden je nach Größe Mikroplastik oder Nanoplastik genannt.

Das Problem an Mikroplastik ist, dass es in höherer Konzentration Entzündungen verursacht und somit krank machen kann, wie Forscher an Muscheln schon nachgewiesen haben. Ebenso steht Plastik auch im Verdacht, ein Auslöser für sogenannte Kreidezähne bei Kindern und Jugendlichen zu sein. Mit dem Wissen, welche Schäden Plastik im Organismus anrichten kann, lassen sich die Schäden für ganze Ökosysteme momentan nur abschätzen, zumal die Plastikmasse in unserer Welt tagtäglich zunimmt, da auch die Möglichkeit des Abbaus von Plastik bisher nur in Ansätzen bekannt ist und die Verwendung vieler verschiedener Kunststofftypen ein Recycling erschwert.

Inwiefern der Main vor den Türen der Lindenauschule von Mikroplastik belastet ist, wird die Untersuchung zeigen – unabhängig vom Ergebnis ist das Thema jedenfalls schon im Ökologie- und Chemieunterricht angekommen. Weitere Infos folgen.

David Haamel

Pastoralassistent Niklas Beck in der letzten Ausbildungsphase an der Lindenauschule

Seit vielen Jahren kooperiert die Lindenauschule im Rahmen der Ausbildung von Pastoralassistenten mit der katholischen Pfarrei St. Klara und Franziskus in Hanau.

Aktuell verbringt Herr Niklas Beck ein Jahr bei uns an der Schule und wird dort von Lehrkräften aus dem Fach Katholische Religion betreut und begleitet. Er unterstützt die Schule im Bereich pastoraler Arbeit und ist Bindeglied zwischen Schule und Gemeinde. Wie schon seine Vorgänger, hilft er zum Beispiel bei der Organisation und Gestaltung unserer Schulgottesdienste sowie bei caritativen Projekten mit. Außerdem unterrichtet er auch Lerngruppen in der Schule.

Parallel dazu wird Herr Beck an den Kirchorten in Großauheim und Großkrotzenburg ausgebildet und ist dort ebenfalls in der pastoralen Arbeit aktiv.

Die Fachschaft Religion/Ethik wünscht Herrn Niklas Beck für die weitere Zeit seiner Ausbildung VIEL ERFOLG!

Neuer Schaukasten vor dem Schulseelsorgeraum

Neuer Schaukasten vor dem Schulseelsorgeraum

Das Bistum Fulda unterstützt die Lindenauschule mit einem kleinen Etat, da an der Schule  Pastoralassistenten betreut und ausgebildet werden. Diese Mittel kommen in der Regel für caritative Unterrichtsprojekte zum Einsatz. Von einem Teil dieses Budgets wurde vor kurzem ein Schaukasten gekauft und vor dem Schulseelsorgeraum angebracht. Der Kasten soll über die Zusammenarbeit zwischen Schule und Gemeinde informieren und über gemeinsame Projekte berichten.

 

Steffen Schleicher

Großauheim barrierefrei?

Großauheim barrierefrei?

Die Zehntklässler des Wahlpflichtkurses „Jung trifft/hilft Alt“ haben in den vergangenen Wochen viel über das Älterwerden gelernt und unter anderem auch am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt, im Alter oder mit gesundheitlichen Einschränkungen den Alltag zu bestreiten. Nun erkundeten sie Großauheim noch einmal ganz neu und schauten, mit welchen Hindernissen ältere Menschen und/oder Menschen mit Behinderung im Stadtteil konfrontiert sind – kurz: sie untersuchten,  inwiefern Großauheim „barrierefrei“ ist.

Dazu teilten sich die Jugendlichen in Kleingruppen auf und nahmen die zuvor festgelegten Bereiche gründlich unter die Lupe. Alle Details wurden mit Fotos dokumentiert, Verbesserungsvorschläge entwickelt und schließlich PowerPoint-Präsentationen erstellt.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer schulischen Veranstaltung. Dabei waren der Ortsvorsteher von Großauheim/Wolfgang, Reiner Dunkel, einige Mitarbeiter des Sozialverbands VdK (Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrenter Deutschlands e.V., seit vergangenem Schuljahr fester Kooperationspartner der Lindenauschule) sowie Gert Schulz, Referent für Inklusion beim Deutschen Schachbund, anwesend. Gert Schulz ist selbst sehbeeinträchtigt und informierte im Anschluss an die Vorträge der Schülerinnen und Schüler aus eigener Erfahrung über die alltäglichen Herausforderungen von sehbehinderten Menschen, insbesondere im Straßen-verkehr.

Die Präsentationen und die anschließenden Diskussionen über die Barrierefreiheit machten deutlich, dass es durchaus noch Verbesserungsbedarf im Stadtteil gibt. So ist beispielsweise der Signalton bei den Ampelanlagen an Kreuzungen und Überwegen zu leise und kaum wahrnehmbar. Für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder mit Sehbeeinträchtigung gibt es auf Gehwegen, Straßen und öffentlichen Plätzen ebenfalls jede Menge Hindernisse.

Positiv bewerteten die Zehntklässler die Behindertenfreundlichkeit des neuen Rochusplatzes, der sowohl von Körperbehinderten als auch von sehbeeinträchtigten Menschen gut genutzt werden kann.

Die Ausführungen der Jugendlichen kamen bei Ortsvorsteher Dunkel als auch bei den Mitgliedern des VdK sehr gut an. Letztere lobten ihr Engagement und ihr kritisches Auge für die Missstände und notierten sich die angesprochenen Punkte. Schon ist ein weiteres Treffen geplant, um an der Beseitigung der genannten Mängel zu arbeiten.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, dass das Engagement der Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule im Bereich der Inklusion, d.h. für die gesellschaftliche Einbeziehung aller Menschen im Stadtteil, einen großen Beitrag leistet.

Steffen Schleicher

Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule zu Besuch im Altenhilfezentrum Bernhard Eberhard in Hanau

Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule zu Besuch im Altenhilfezentrum Bernhard Eberhard in Hanau

Die Kooperation der Großauheimer Lindenauschule mit der Vereinten Martin Luther + Althanauer Hospital Stiftung Hanau geht weiter. So besuchten Zehntklässler des Wahlpflichtkurses „Jung trifft/hilft Alt“ das Altenhilfezentrum Bernhard Eberhard in Hanau. Die Leiterin der Einrichtung, Karina Feldmann, informierte den Kurs über die Kurz- und stationäre Langzeitpflege und führte die Jugendlichen durch Gruppenräume, Wohn- sowie Aufenthaltsbereiche. Sogar den „Therapiehund“, der den Bewohnerinnen und Bewohnern tagtäglich Gesellschaft leistet, lernten die Schülerinnen und Schüler kennen.

In einem anschließenden Treffen zeigten die Zehntklässler den älteren Herrschaften eigens aufgenommene Fotografien zum Thema Demenz. Birgit Streich, die Leiterin der Sozialen Betreuung, moderierte die Betrachtung und Kommentierung der mitgebrachten Fotos. Dabei berichteten insbesondere die älteren Bewohnerinnen und Bewohner über ihre Erfahrungen mit der Demenz-Erkrankung. Aber auch der Alltag in der Einrichtung sowie Freizeit und Schule im Wandel der Zeit waren Themen des gemeinsamen Gespräches. In der Folge kam es zu einem regen Gedankenaustausch, wobei sich Alt und Jung hierzu ihre Geschichten und Anekdoten erzählten.

Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen im benachbarten Luther Bistro & Catering konnten sich die Jugendlichen über das Erlebte austauschen.

Abgerundet wurde dieser erlebnisreiche Tag durch ein Gespräch mit den Pflegekräften des Altenhilfezentrums. Danach verabschiedeten sich die Lindenauschüler mit vielen neuen Eindrücken von der Einrichtung –  auf weitere Treffen und Aktionen mit der Martin Luther Stiftung freuen sie sich schon jetzt.

 

Steffen Schleicher

Erstmalig Abitur-Andacht an der Lindenauschule

Erstmalig Abitur-Andacht an der Lindenauschule

Am vergangenen Donnerstag, dem 31. März, fand im Forum der Integrierten Gesamtschule in Großauheim für die Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs zum ersten Mal eine Abitur-Andacht statt. Gemeinsam wurde innegehalten und an die zurückliegende Schulzeit gedacht.

Geleitet wurde die Andacht von Schulpfarrer Eckhard Kleppe, der den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten Glück und Segen für ihren weiteren Lebensweg wünschte. Auch aus dem Matthäusevangelium wurde gelesen. So nahm Pastoralassistent Niklas Beck die Geschichte von der Sturmstillung Jesu zum Anlass, den Schülerinnen und Schülern Mut zuzusprechen. Mut, sich selbst etwas zuzutrauen sowie Mut, die Hilfe anderer anzunehmen. Es sei wichtig, auf sich und seine Fähigkeiten zu vertrauen, um in stürmischen Zeiten wie die der Abiturvorbereitung zu bestehen.

In den von den Lehrkräften vorgetragenen Fürbitten wurden Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft der Schule sowie für eine glückliche Zukunft eines jedes Einzelnen zum Ausdruck gebracht.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung mit Beiträgen der Lehrkräfte Alejandro Veciana, Miriam Ehnert (Gesang), Sebastian Saliger und Uli Zahn.

Nach diesem Moment der Ruhe widmeten sich die Abiturientinnen und Abiturienten wieder den letzten Vorbereitungen für die anstehenden Prüfungen.

Julia Völker

Sozialverband VdK ist neuer Kooperationspartner an der Lindenauschule

Sozialverband VdK ist neuer Kooperationspartner an der Lindenauschule

Der Sozialverband VdK (Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrenter Deutschlands e.V.) ist seit dem vergangenen Schuljahr ein fester Kooperationspartner der Lindenauschule in Hanau-Großauheim.

Am Donnerstag, dem 17. März 2022, ermöglichte der Verein den Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern des Wahlpflichtkurses „Jung trifft / hilft Alt“ eine ganz besondere Erfahrung.

In der Mehrzweckhalle der Integrierten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe durften sie in Kleingruppen von bis zu 5 Personen an einem „Sensibilisierungsparcours“ teilnehmen.

Im Rahmen dieses neuen Projektes mit dem VdK konnten sich die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen in die Situation älterer und behinderter Menschen hineinversetzen und am eigenen Leib erfahren, wie Menschen mit Einschränkungen ihren Alltag meistern müssen – eine ganz neue Erfahrung für die Jugendlichen.

So konnten sie unter anderem mit einem Rollstuhl fahren, einen Rollator benutzen, die Blindenschrift kennenlernen oder mit eingeschränktem Sehvermögen einem veränderten Lebensgefühl nachspüren. Mit Rat und Tat zur Seite standen ihnen auch Personen, die selbst von einer Beeinträchtigung betroffen sind.

Außerdem durften die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler einen Alterssimulationsanzug tragen, der aufgrund seiner Beschaffenheit sowie seines Gewichtes alters- und gesundheitsbedingte Veränderungen simuliert. Beim Anziehen des mehrteiligen Anzuges, der auch eine Halskrause umfasst, halfen Mitarbeiter des VdK den Schülerinnen und Schülern. Spätestens beim Laufen und Treppensteigen merkten die Jugendlichen dann sehr schnell, wie sich das Körpergefühl verändert und die Mobilität stark eingeschränkt ist. „Ich habe mich ein bisschen wie gelähmt gefühlt“, stellt einer der Schüler fest. Und ein anderer ergänzt: „Gut zu wissen, dass man das wieder ausziehen kann. Jetzt bin ich richtig erleichtert.“ Den Alterssimulationsanzug konnten die Schülerinnen und Schüler wieder ablegen, die gesammelten Erfahrungen werden sie aber so schnell nicht vergessen.

Der Sensibilisierungsparcours des VdK war ein voller Erfolg – er schärfte den Blick der Jugendlichen für die alltäglichen Herausforderungen älterer und behinderter Menschen und regte zum Nachdenken an. „Ich werde Ältere oder Menschen mit Beeinträchtigung von nun an anders wahrnehmen“, resümierte eine Schülerin. Und darauf kommt es doch an: das eigene Verhalten zu reflektieren und zu überlegen, was man selbst dazu beitragen kann, allen Menschen eine selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Julia Völker

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