Erfolgreiche Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb Informatik-Biber

Erfolgreiche Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb Informatik-Biber

In diesem Schuljahr haben drei WP-Informatik-Kurse der Lindenauschule erstmals am bundesweiten Wettbewerb Informatik-Biber teilgenommen. Die Anregung zur Teilnahme kam von Frau Devic,  der Leiterin des Fachbereichs III, während Herr Trojanowski, Fachsprecher für Informatik, die Organisation und Anmeldung der Teilnehmenden koordinierte. Die Vorbereitung mit den Schülerinnen und Schülern sowie die Durchführung des Wettbewerbs übernahm Frau Scharpf, die Informatiklehrerin der WP-Informatik-Kurse.
Insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler aus diesen WP-Informatik-Kursen stellten sich im November 2025 den spannenden Online-Aufgaben, die logisches Denken und informatisches Verständnis fördern.

Für die Lindenauschule war es die erste Teilnahme an einem Informatik-Wettbewerb. Trotz der neuen Wettbewerbssituation konnten die Schülerinnen und Schüler gute Erfolge erzielen: Die Schülerinnen und Schüler Ahmad Isah Mujahed (7d), Axhi Bekolli (8b), Salek Quraby (8f), Alexandra Gryzmala (9c), Max Krömmelbein (9f), Dilraj Lidder (9c), Batuhan Tan (9c) und Elias Gabriel Tekin (9c) wurden für ihre Leistungen mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet.

Während des Wettbewerbs sammelten die Teilnehmenden vielfältige Erfahrungen. Sie trainierten, komplexe Aufgabenstellungen sorgfältig zu lesen, Probleme strukturiert zu analysieren und Lösungsstrategien systematisch zu entwickeln. Besonders gefördert wurde dabei das informatische Denken.
Alle Beteiligten können sehr stolz auf ihre Leistungen sein. Neben den Urkunden nahmen sie wertvolle Erfahrungen und zusätzliche Motivation für weitere Wettbewerbe mit.

Aufgrund der positiven Erfahrungen ist auch im kommenden Schuljahr wieder eine Teilnahme am Informatik-Biber geplant – dann mit noch mehr Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 5 bis 10. Außerdem bereiten sich die WP-Informatik-Kurse der Jahrgänge 9 und 10 bereits auf den Jugendwettbewerb Informatik (JwInf) im März vor. Dies ist ein bundesweiter Programmierwettbewerb, bei dem es um das konkrete Lösen von Programmieraufgaben geht.

Wir freuen uns auf weitere spannende Herausforderungen im Bereich Informatik!

Jessica Scharpf

100 Videos für die Wissenschaft

100 Videos für die Wissenschaft

Mit einem besonderen Meilenstein feiert die Lindenauschule in Hanau-Großauheim den Erfolg ihres naturwissenschaftlichen YouTube-Kanals „Lindenau for Life“: Kürzlich wurde das 100. Video veröffentlicht. Seit rund drei Jahren dokumentiert der Kanal Projekte, Experimente, Exkursionen und Unterrichtsformate aus dem naturwissenschaftlichen Bereich und das mit wachsendem Erfolg.

Inzwischen zählt der Kanal knapp 600 Abonnentinnen und Abonnenten und verzeichnet insgesamt über 62.000 Aufrufe. Mehr als 2.000 Likes sowie zahlreiche geteilte Inhalte zeigen: Die Beiträge stoßen auf großes Interesse – erfreulicherweise sogar über den unmittelbaren Schulalltag hinaus. Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden fast 700 Aufrufe erreicht.

„Lindenau for Life“ ist damit zu einem festen Bestandteil der schulischen Projektarbeit geworden und findet inzwischen auch in regionalen Studienseminaren Beachtung. In dieser Form und mit diesem klaren naturwissenschaftlichen Schwerpunkt ist das Projekt in der Region bislang etwas Besonderes.

Die inhaltliche und technische Umsetzung der Videos liegt derzeit überwiegend in den Händen von David Haamel, der die Beiträge in der Regel selbst filmt, schneidet und dokumentiert. Perspektivisch ist jedoch geplant, die Überarbeitung und den Videoschnitt zunehmend auch in Schülerhand zu legen und so die Medienarbeit noch stärker in den Unterricht und die Projektarbeit zu integrieren. Unterstützt wird David Haamel insbesondere von seiner Kollegin Seçil Yildirim, sie trägt mit ihrem Acker-Projekt regelmäßig und inhaltlich stark zu den Beiträgen bei und bereichert den Kanal um weitere praxisnahe und schülerorientierte Perspektiven aus dem Unterricht.

Auch überregional wurde die Arbeit bereits gewürdigt: Beim Hanauer Nachhaltigkeitspreis erreichte „Lindenau for Life“ den zweiten Platz im Bereich Medien- und Kreativpreis. Damit wurde insbesondere die Verbindung von naturwissenschaftlicher Bildung, Nachhaltigkeit und digitaler Medienarbeit hervorgehoben.

Der Kanal zeigt beispielhaft, wie kooperatives, handlungsorientiertes und gemeinschaftliches Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht gelingen kann und macht diese Lernprozesse sichtbar. Schülerinnen und Schüler erleben Wissenschaft nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch im Labor, auf Exkursionen und in Projekten.

Das aktuelle 100. Video dokumentiert die Exkursion des Jahrgangs 11 zum Schülerlabortag „DiffOs“ im BioLab der Goethe-Universität Frankfurt, bei dem die Themen Diffusion und Osmose praktisch erforscht wurden.

Auch die Fachbereichsleitung III würdigt das Projekt ausdrücklich. Katrin Dević betont: „‚Lindenau for Life‘ zeigt in beeindruckender Weise, wie moderner naturwissenschaftlicher Unterricht, Projektarbeit und digitale Medien sinnvoll zusammenwirken können. Der Kanal macht sichtbar, wie engagiert und praxisnah an unserer Schule gelernt und gearbeitet wird.“

Mit dem Erreichen der 100-Video-Marke wird deutlich: „Lindenau for Life“ ist mehr als eine Videosammlung, es ist ein lebendiges Archiv moderner naturwissenschaftlicher Bildungsarbeit an der Lindenauschule, das kontinuierlich weiterwächst. Das aktuelle Video ist über folgenden Link abrufbar: https://www.youtube.com/shorts/53nYcQ1QKGA

 

David Haamel

 

 

Plakaterstellung: David Haamel

 

Beauty Day im Haus am Brunnen

Beauty Day im Haus am Brunnen

Ein besonderer Nachmittag voller Herzlichkeit, Achtsamkeit und lebendiger Begegnungen fand im Haus am Brunnen, einer Einrichtung der Martin-Luther-Stiftung in Hanau-Großauheim, statt: Der Wahlpflichtkurs 10 „Jung hilft / trifft Alt“ der Lindenauschule gestaltete gemeinsam mit seinem Kooperationspartner einen „Beauty Day“ für die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung.

Der Kurs steht ganz im Zeichen der Begegnung zwischen den Generationen – und genau das wurde an diesem Nachmittag eindrucksvoll sichtbar. Mit viel Engagement und Feingefühl bereiteten die Jugendlichen den Seniorinnen und Senioren besondere Verwöhnmomente. Die Schülerinnen schminkten behutsam, lackierten Fingernägel, massierten Hände und Rücken und sorgten so für entspannte und wertschätzende Augenblicke. Dabei war ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen gefragt, denn viele der Bewohnerinnen und Bewohner im Haus am Brunnen leben mit einer Demenzerkrankung. Körperkontakt und persönliche Nähe erfordern hier besondere Sensibilität, da nicht jeder Mensch gleichermaßen offen dafür ist. Umso beeindruckender war es, wie achtsam, respektvoll und individuell die Jugendlichen auf die Bedürfnisse der älteren Menschen eingingen.

Parallel dazu brachten die Schüler des Kurses Gegenstände aus früheren Zeiten mit und kamen darüber mit den Seniorinnen und Senioren ins Gespräch. Vertraute Alltagsgegenstände weckten Erinnerungen und führten zu lebhaften Erzählungen aus vergangenen Jahrzehnten. Zwischen Jung und Alt entwickelten sich intensive Gespräche, es wurde gemeinsam gelacht, und es entstanden wertvolle Momente des Austauschs.

Die Freude war auf beiden Seiten deutlich spürbar. Überraschend offen ließen sich viele der Bewohnerinnen und Bewohner auf die Angebote ein und genossen die besondere Aufmerksamkeit. Die strahlenden Gesichter zeigten, wie bereichernd solche generationsübergreifenden Projekte sind.

Krisztina Kiraly, Leiterin des Sozialen Dienstes der Einrichtung der Martin-Luther-Stiftung in Hanau-Großauheim, würdigte gemeinsam mit ihrem Team am Ende des Nachmittags das Engagement der Jugendlichen. Sie betonte, dass das Einfühlungsvermögen der Schülerinnen und Schüler herausragend sei und sie den Bewohnerinnen und Bewohnern mit großem Respekt und echter Herzlichkeit begegneten.

Die Kooperation zwischen der Lindenauschule und dem Haus am Brunnen hat sich erneut als großer Gewinn für alle Beteiligten erwiesen. Weitere gemeinsame Aktionen im laufenden Schuljahr sowie im Jahr 2026 sind bereits geplant. Der Wahlpflichtkurs „Jung hilft / trifft Alt“ zeigt eindrucksvoll, wie wichtig soziale Verantwortung, Empathie und gelebte Begegnung zwischen den Generationen sind.

Steffen Schleicher

Bestattungsunternehmer zu Gast im Religionsunterricht der Lindenauschule

Bestattungsunternehmer zu Gast im Religionsunterricht der Lindenauschule

Einen besonderen Einblick in ein sensibles und zugleich gesellschaftlich wichtiges Berufsfeld erhielten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule: Im Rahmen des Religionsunterrichts zum Thema Tod, Sterben, Trauer, Sterbekulturen, Religionen und Auferstehungsglaube besuchte der Großauheimer Bestattungsunternehmer Marvin Schaack den Unterricht.

Marvin Schaack ist selbst ehemaliger Schüler der Lindenauschule und führt das Familienunternehmen Schaack mittlerweile in dritter Generation. In seinem Vortrag berichtete er offen und anschaulich von seinem Berufsalltag als Bestatter. Dabei ging es unter anderem um die vielfältigen Aufgaben eines Bestattungsunternehmens, die Kosten einer Grabstätte, den Ablauf einer Beerdigung sowie um organisatorische Tätigkeiten wie Kondolenzanzeigen, Trauergespräche und seelsorgerische Begleitung der Angehörigen.

Besonders eindrücklich schilderte Herr Schaack auch die emotionalen Herausforderungen seines Berufs. Grenzerfahrungen, etwa bei Kinderbeerdigungen, gingen an keinem Bestatter spurlos vorüber. Auch Tränen gehörten manchmal dazu, betonte er ehrlich. Gerade deshalb seien Sensibilität, Empathie und ein hohes Maß an Menschlichkeit unerlässlich.

Großes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler zudem an den verschiedenen Bestattungsformen. Ob Erdgrab, Urnengrab oder Baumgrab – Herr Schaack erklärte die unterschiedlichen Möglichkeiten und beantwortete zahlreiche Nachfragen. Ebenso informierte er ausführlich über die Ausbildung zum Bestatter: Diese dauert drei Jahre, findet an speziellen Ausbildungsstätten statt und erfordert neben fachlichen Qualifikationen vor allem persönliche Eignung. „Bestatter zu sein, kommt aus tiefstem Herzen – dafür muss man geboren sein“, so Schaack. Trotz der Nähe zum Thema Tod sei es ein anspruchsvoller, aber auch erfüllender Beruf.

Herr Schaack zeigte sich sehr beeindruckt von den offenen, respektvollen und gut durchdachten Fragen der Schülerinnen und Schüler. Umgekehrt bewerteten auch diese den Besuch als äußerst interessant und bereichernd. Der lebendige Austausch habe das Unterrichtsthema greifbar und lebensnah gemacht.

In Zukunft sind weitere Kooperationen zwischen dem Bestattungsunternehmen Schaack und der Lindenauschule geplant, um den Schülerinnen und Schülern auch weiterhin praxisnahe Einblicke in gesellschaftlich relevante Berufsfelder zu ermöglichen.

Steffen Schleicher

Schülerlabortag Verhalten an der Goethe-Universität Frankfurt

Schülerlabortag Verhalten an der Goethe-Universität Frankfurt

Am 18.09.2025 haben sich der Bio LK 13 und einer der Grundkurse zusammengeschlossen und den Schülerlabortag der Goethe-Universität Frankfurt besucht. Auf dem Campus auf dem Riedberg durften wir viel über Verhaltensbiologie am Beispiel der Zweifleckgrille lernen. Zu Beginn gab es eine kurze Einführung in die Basics der Verhaltensbiologie und in das typische Verhalten der Grillen. Wir bekamen die Möglichkeit, uns den Körper, die Beine und die Flügel unter dem Mikroskop anzuschauen und somit herauszufinden, wie eine Grille zirpt. Dieses Zirpen wurde für uns noch sehr wichtig. Der Kursleiter informierte uns über die verschiedenen Arten des Zirpens und so konnten wir einzelne Sequenzen in Paarungsverhalten, Territorialverhalten und Kampfverhalten unterscheiden. Nun durften wir selbst ein solches Verhalten herbeiführen. In kleinen Gruppen, welche jeweils unterschiedliches Verhalten beobachten sollten, wurden wir mit einer Box aus Glas ausgestattet. Diese Box hatte eine Kamera im Deckel verbaut, welche uns ein genaues Bild auf dem Laptop lieferte. Nun mussten sich mutige Schüler finden, welche nach und nach Grillen einsetzten oder auch wieder herausnahmen. Durch den Wechsel der Grillen, die Konkurrenz zwischen zwei Männchen, aufgrund eines Weibchens oder eines Verstecks konnten verschiedene Verhalten, bzw. Arten des Zirpens herbeigeführt werden. Diese haben die Gruppen nach 30 Minuten ausgewertet und wichtige Momente der Klasse vorgestellt und erklärt. 

Der Tag war für uns alle sehr interessant und wir konnten viel mitnehmen! 

Laura Born  

Ein Tag im Labor

Ein Tag im Labor

Ein Hauch von „CSI“ wehte durch die Labore der Ludwig-Geißler-Schule in Hanau, als der 12. Jahrgang der Lindenauschule dort einen spannenden Genetik-Labortag bei der Kathinka-Platzhoff-Stiftung verbrachte. Mit dabei waren der Biologie-Leistungskurs von Herrn Haamel und der Biologie-Grundkurs von Frau Broll, beide Gruppen tauchten gemeinsam in die Welt moderner molekularbiologischer Methoden ein. 

Auf dem Programm standen echte Laborstandards: Zunächst isolierten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene DNA aus Mundschleimhautzellen, arbeiteten mit Zentrifuge, Pipetten und Reagenzien und lernten Schritt für Schritt, wie aus Zellen ein verwertbares DNA-Präparat wird. Daran schloss sich die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) an, ein Verfahren, mit dem bestimmte DNA-Abschnitte millionenfach vervielfältigt werden. Zum Abschluss wurden die entstandenen DNA-Fragmente mithilfe der Gelelektrophorese sichtbar gemacht und ausgewertet. Genau diese drei Bausteine, DNA-Extraktion, PCR und Gelelektrophorese, bildeten den roten Faden des Labortags und vermittelten den Teilnehmenden einen realistischen Einblick in die Arbeitsweise moderner Genetiklabore.  

Aus organisatorischen Gründen konnte diesmal keine „Täter-DNA“ für einen klassischen forensischen Vergleich bereitgestellt werden. Das tat der Motivation jedoch keinen Abbruch: Umso spannender war es für die Lernenden, mit dem eigenen genetischen Material zu arbeiten, die Bandenmuster auf dem Gel zu beobachten und zu verstehen, wie genetische Analysen grundsätzlich funktionieren: von der Probenvorbereitung bis zur Auswertung. 

Begleitet wurden die praktischen Arbeiten durch fachliche Erklärungen und Sicherheitsunterweisungen, sodass nicht nur das „Wie“, sondern auch das „Warum“ der einzelnen Schritte klar wurde. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt davon, wie präzise und zugleich alltagsnah biotechnologische Methoden heute eingesetzt werden, sei es in der Medizin, der Kriminalistik oder der Forschung. 

Für die Lindenauschule war die Exkursion ein voller Erfolg: Sie verband anschaulichen, kompetenzorientierten Unterricht mit einem authentischen Lernort und zeigte einmal mehr, wie wertvoll Kooperationen mit außerschulischen Partnern wie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung sind. Solche Tage machen Naturwissenschaft lebendig und vielleicht wurde hier bei der einen oder dem anderen sogar der Grundstein für eine spätere Laufbahn im Labor gelegt. 

David Haamel 

Bewerbungstraining mit der PUSCH-Klasse 9 der Lindenauschule

Bewerbungstraining mit der PUSCH-Klasse 9 der Lindenauschule

Am 29. Januar 2026 stand für die PUSCH-Klasse 9 der Großauheimer Lindenauschule das Seminar „Der erste Eindruck zählt!“ auf dem Programm. Die PUSCH-Klasse zeichnet sich durch einen hohen Praxisanteil aus, der wöchentliche Praxistage in Betrieben sowie Unterricht in Berufsorientierung und Arbeitslehre umfasst.

Die Schülerinnen und Schüler trafen sich in den Räumen der Jugendwerkstatt Hanau e.V. in der Gustav-Hoch-Straße. Dort erhielten sie zahlreiche Tipps und Anregungen zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche von der pädagogischen Mitarbeiterin Angela Büchner. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere das äußere Erscheinungsbild und der erste Eindruck im Bewerbungsgespräch. Ergänzt wurde das Seminar durch das Team des Friseursalons „Vielhaarmony by Michelle“ aus Linsengericht, das wertvolle Styling-Tipps für ein gepflegtes und angemessenes Auftreten vermittelte.

Nach einem reichhaltigen Frühstück in der Jugendwerkstatt wurden in Rollenspielen Bewerbungsgespräche sowie das angemessene Verhalten in einer zukünftigen Ausbildungsstelle eingeübt. So konnten die Jugendlichen praxisnah Erfahrungen sammeln und mehr Sicherheit für reale Bewerbungssituationen gewinnen.

Zum Abschluss des Projekttages wurden professionelle Bewerbungsfotos mit dem Großauheimer Fotografen Roland Grün angefertigt.

Der Projekttag wurde von der Jugendwerkstatt Hanau e.V. organisiert und finanziert. Die PUSCH-Klasse (Praktikum und Schule) wird vom Land Hessen sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Torsten Reinhardt, Geschäftsführer der Jugendwerkstatt Hanau e.V., zeigte sich beeindruckt vom Engagement und der Ernsthaftigkeit der Jugendlichen während der Veranstaltung. Die Jugendwerkstatt unterstützt die PUSCH-Maßnahme der Lindenauschule bereits seit vielen Jahren erfolgreich. Auch für die Zukunft ist eine weitere enge Zusammenarbeit geplant.

Steffen Schleicher

Vogelkästen-Säuberung und Aufräumaktion durch Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule

Vogelkästen-Säuberung und Aufräumaktion durch Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule

Die Lindenauschule trägt seit vielen Jahren den Titel „Umweltschule“. Dieses Selbstverständnis wurde kürzlich im Stadtteil Hanau-Großauheim erneut aktiv gelebt. Schülerinnen und Schüler der Praxis- und Schule-Klasse (PuSch 9h) engagierten sich mit großem Einsatz für Umwelt- und Naturschutz.

Ein Teil der Klasse säuberte gemeinsam mit ihrer Kurslehrerin Stefanie Walldorf Bereiche ihres sogenannten „Sauberkeitspatenbezirks“ in der Waldsiedlung. Dabei wurde achtlos weggeworfener Müll, darunter Klein- und auch größere Abfallteile, gesammelt und fachgerecht entsorgt.Die sogenannten Sauberkeitspaten sind ein fester Bestandteil des Umweltkonzepts der Lindenauschule. In regelmäßigen Abständen werden festgelegte Gebiete rund um die Schule von Müll befreit. An diesem Projekt ist neben weiteren Klassen auch die gesamte Jahrgangsstufe 5 beteiligt. Unterstützt wird die Aktion seit Jahren von der Abfallentsorgung der Stadt Hanau, die Müllzangen, Müllsäcke und Handschuhe zur Verfügung stellt.

Zusätzlich unterstützten die Schülerinnen und Schüler an diesem Aktionstag den Schulkooperationspartner „Vogelschutz Großauheim“. Auf dem Friedhof in der Waldsiedlung wurden zahlreiche Vogelkästen gereinigt und auf mögliche Schäden überprüft. Der Blick in die Nistkästen bot den Jugendlichen spannende Einblicke in Nisttätigkeiten, Brutverhalten und auch in die Nutzung der Kästen durch andere tierische „Untermieter“. Mit großem Eifer und Engagement säuberten und katalogisierten die Jugendlichen die Kästen.

Diese Maßnahme ist eine jährlich stattfindende Aktion und fester Bestandteil der Kooperation zwischen Schule und Vogelschutzverein. Besonders erfreulich war in diesem Jahr die Erkenntnis, dass im Jahr 2025 offenbar in nahezu allen Kästen gebrütet wurde. Dies führte bei den Schülerinnen und Schülern zu der Einschätzung, dass es um die Vogelpopulation in Großauheim derzeit gut bestellt ist.

Edgar Fritz, erster Vorsitzender des Vogelschutz Großauheim, und Dr. Erik Bauer, zweiter Vorsitzender des Vereins, sehen in der Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zum aktiven Vogelschutz sowie zur Stärkung des Naturverständnisses junger Menschen. „Die Kooperation soll im Jahr 2026 weiter ausgebaut und vertieft werden. Ziel ist es, das Verständnis der Jugendlichen für die heimische Tier- und Vogelwelt weiter zu festigen“, so die beiden Vereinsvorsitzenden. Im Laufe des Jahres 2026 sollen im Rahmen eines Wahlpflichtkurses weitere Vogelkästen gesäubert, repariert und neu gestrichen werden. Nach der Brutzeit werden diese anschließend wieder in den jeweiligen Bezirken aufgehängt.

Unterstützung erhält der Vogelschutz Großauheim zudem von der Großauheimer St.-Josef-Schule, die sich ebenfalls engagiert am Vogelschutz beteiligt.

 

Steffen Schleicher

Zehntklässler der Lindenauschule besuchen Gedenkstätte Hadamar

Zehntklässler der Lindenauschule besuchen Gedenkstätte Hadamar

Im Rahmen ihrer Erinnerungskultur hat sich die Großauheimer Lindenauschule zum Ende des ersten Schulhalbjahres intensiv mit dem Thema „Euthanasie im Nationalsozialismus“ beschäftigt. Die gesamte Jahrgangsstufe 10 setzte sich im Geschichtsunterricht mit der systematischen Ermordung von Menschen mit Behinderungen während der NS-Zeit auseinander.

Koordiniert wurde das Projekt von Annika Werner aus dem Fachbereich 2. Den Auftakt bildete ein Projekttag, an dem die Schülerinnen und Schüler in Klassen- und Gemeinschaftsvorträgen über die Entrechtung, Ausgrenzung und Ermordung von Menschen mit Behinderungen informiert wurden. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Ideologie der Eugenik, der sogenannten Erb- und Rassenlehre, die bereits vor der NS-Zeit existierte und Menschen mit Einschränkungen als „nicht lebenswert“ diffamierte. Sie bildete die Grundlage für die späteren Verbrechen des NS-Regimes.

Höhepunkt des Projekts war eine Exkursion zur Gedenkstätte Hadamar in Hessen. Dort nahmen die Jugendlichen an Führungen und Workshops teil, die neben historischen Fakten vor allem das individuelle Leid der Opfer in den Mittelpunkt stellten. Durch Biografiearbeit wurden einzelne Schicksale greifbar und die Dimension der Verbrechen deutlich.

Während der Führung erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie Menschen nach Hadamar deportiert, entrechtet und ermordet wurden. Trotz Protesten aus der Bevölkerung und von kirchlicher Seite im Jahr 1941 wurde das Töten nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt. In Hadamar kamen rund 15.000 Menschen ums Leben – durch Vergasung, Hunger, tödliche Injektionen oder medikamentöse Tötung.

Angehörige erhielten nach den Morden sogenannte „Trostbriefe“, in denen falsche Todesursachen genannt wurden. Viele der beteiligten Ärzte und Pflegekräfte wurden nach dem Krieg kaum oder gar nicht juristisch zur Verantwortung gezogen.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich tief betroffen und begegneten dem Thema mit großer Ernsthaftigkeit. „So etwas darf nie wieder passieren“, fasste eine Schülerin ihre Eindrücke zusammen.

Als „Schule ohne Rassismus“ und durch die Kooperation mit dem Sozialverband VdK hat das Projekt für die Lindenauschule eine besondere Bedeutung. Der Besuch der Gedenkstätte Hadamar ist fest im Schulkonzept verankert und soll auch künftig Teil der schulischen Erinnerungskultur bleiben.

Steffen Schleicher

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