Workshop mit italienischer Studentin zum Thema Arbeitsmigration in Europa an der Lindenauschule

Workshop mit italienischer Studentin zum Thema Arbeitsmigration in Europa an der Lindenauschule

Seit Anfang Mai trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 12a  und ihr Tutor Sebastian Saliger um mit der italienischen Studentin Mariella Scalera gemeinsam am Thema „Arbeitsmigration in Europa“ zu arbeiten – ein Thema, das aktueller nicht sein kann, wenn man bedenkt, dass die Europawahlen unmittelbar bevorstanden und gerade die Debatte um Migration und ihre Folgen eine der maßgebenden Schwerpunkte des Wahlkampfes darstellte und diesen direkt oder indirekt begleitete. Sechs Unterrichtsstunden bildeten den Rahmen für das Projekt von Europa macht Schule – ein Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes zur Förderung des interkulturellen Austauschs unter Europäern.  An der Biografie der Referentin zeigte sich, wie sehr der europäische Gedanke bei jungen Studierenden bereits Wirklichkeit geworden ist:  Mariella Scalera, die ursprünglich aus Bologna stammt, verließ mit 16 Jahren ihre italienische Heimat, um in den Niederlanden, am Coornet Lyceum in Haarlem, das Abitur abzulegen. In Augsburg erwarb sie anschließend einen BA-Abschluss in Interkultureller Sprachwissenschaft (Spanisch, Englisch und DaF), worauf ein Auslandssemester bei der deutschen Auslandshandelskammer in Barcelona folgte. Zurzeit ist sie mit den Fächern Politikwissenschaft und Romanistik an der Goethe Universität Frankfurt eingeschrieben. Die Idee eines gemeinsamen Workshops mit der Lindenauschule entstand, nachdem die junge Italienerin die Schülerausstellung Angeworben-Angekommen?  – einer Kooperation der Lindenauschule mit den Hanauer Museen- im Instituto Cervantes in Frankfurt besucht hatte, das sich unweit ihrer Universität befindet.  Nach einem ersten Kennenlernen, bei dem die Referentin sich selbst und das Projekt Europa macht Schule vorstellte,  startete die erste Sitzung mit einer Einführung in die Thematik des Workshops, der sich mit den aktuellen Fragen um den Komplex „Arbeitsmigration im europäischen Kontext“ befassen sollte. In diesem Zusammenhang erläuterte sie, welche Bedingungen für EU-Bürger und Staatsangehörige eines Nicht-EU-Landes bezüglich einer Arbeitsaufnahme innerhalb der Europäischen Union gelten. Im weiteren Verlauf des Workshops arbeiteten sich die Schülerinnen mit Hilfe von Zeitungsartikeln in die Migrationspolitik Spaniens und Italiens ein. Dabei stellten sie fest, welche Hindernisse bisweilen auch das Bildungssystem Neunankömmlingen bereiten kann: So kollidieren in der autonomen Region Katalonien Kultur- und Integrationspolitik. Durch den verpflichtenden Katalanisch- und Spanischunterricht müssen die Kinder der Neuankömmlinge gleich zwei neue Fremdsprachen lernen, was viele der Lernenden überfordert und den Familien eine gelungene Integration erschwert. Weiterhin stand die Migrationspolitik  Italiens  im Mittelpunkt: Rassismus sei eine Begleiterscheinung der jüngsten Migrationsbewegungen nach Italien, der sich auch in den Stadien der Serie A äußert. Ausführlich diskutieren die Schülerinnen und Schüler mit Frau Scalera ein Video des Fußallvereins Juventus Turin, der eine Kampagne gegen rassistische Äußerungen in italienischen Fußballstadien lancierte – „0 % razzismo = 100 % Juventus“, so die Botschaft des Vereins. 

In der abschließenden Sitzung entwickelten die Lernenden Ideen, wie ausländischen Fachkräften das Ankommen in Deutschland erleichtert werden sollte. Die Schülerinnen und Schüler, die ihre Vorschläge auf Plakaten festhielten, versuchten dabei möglichst umfassende Konzepte zu entwerfen. Eine der zentralen Ideen: Bereits im Heimatland müsse die Integration beginnen, um ein erfolgreiches Ankommen in Deutschland und eine gelungene Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.  

Angekommen ist Mariella Scalera in Deutschland längst. Sie fühlt sich als Europäerin, eine Rückkehr in die Emilia-Romagna ist nicht geplant. Im Juni folgt ein Praktikum bei der Friedrich Ebert Stiftung in Chile, darauf wird sie ein zweites Praktikum bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Wien absolvieren. 

Die Arbeitsprodukte des Workshops werden am 19. Juni auf einer Abschlussveranstaltung des Projektes Europa macht Schule an der Universität Mainz präsentiert. Die Lindenauschule bedankt sich bei Mariella Scalera für die Konzeption und Realisation eines sehr  lehr- und abwechslungsreichen Workshops, der allen Beteiligten viel Freude bereitet hat.  

 

Zeitzeuge berichtet über sein Leben in der DDR an der Lindenauschule

Zeitzeuge berichtet über sein Leben in der DDR an der Lindenauschule

Kurz vor dem früheren Tag der Einheit und des Gedenkens an den Aufstand in der der DDR am 17.Juni 1953 besuchte der Zeitzeuge Rolf Leipold Politik- und Geschichtskurse der Lindenauschule der Jahrgangsstufe 10.

Schon vor den Osterferien referierte er vor Geschichtskursen des kommenden Abiturjahrgangs 13 der Schule.

„Sein Leben in der ´sogenannten Deutschen Demokratischen Republik` war nicht demokratisch“, so Leipold. Rolf Leipold lebte und arbeitete mit seiner Familie 33 Jahre im anderen Teil Deutschlands im heutigen Bundesland Thüringen. „Sein Ausreiseantrag 1984 war sein persönliches Ende mit diesem für ihn diktatorischen Regime“, so Leipold. Kurz vor dem Mauerfall wurde er ausgebürgert.

Seinen fast zweistündigen Vortrag drehte sich um den Beginn des Mauerbaus und der innerdeutschen Grenze bis zum Leben und Alltag in der DDR. Bewegend und eindringlich waren auch seine persönlichen Erfahrungsberichte, die von der Lebensmittelversorgung, „Schlange stehen“ bis zum eingeschränkten Reisen sich drehten. „Freies Reisen und Meinungsfreiheit“ sind ein hohes demokratisches Gut, für das ihr dankbar sein sollt, appellierte Rolf Leipold an die jungen Zuhörer.

Aber auch die positiven Seiten des DDR Regimes zeigte Leipold auf. Kinderbetreuung und ärztliche Versorgung waren damals gewährleistet. Auch der Zusammenhalt untereinander war damals oft mehr ausgeprägt. Die ständige Beeinflussung gerade der Kinder mit dem kommunistischen System und die Bespitzelung, machten das Leben für Leipold aber dauerhaft unerträglich und führten zu dem Entschluss, diesem Staat dem Rücken zu kehren. „ Ich wurde freigekauft, damit hat das DDR Regime sogar auch noch an mir verdient. 40000 DM wurde für ihn von Westdeutschland bezahlt, um das kommunistische Regime zu stützen“, so Leipold. Menschenhandel modern, so der Referent.

Rolf Leipold ist Mitglied im VDK Hessen- Thüringen, der fester Kooperationspartner der Schulgemeinde ist. Auf Grund seiner Tätigkeit im Sozialverband VDK engagiert er sich auch geschichtlich zur Aufarbeitung der innerdeutschen Vergangenheit und geht an Schulen.

„Ein Leben in Freiheit und demokratischen Werten ist eines der höchsten Werte, für die wir jeden Tag dankbar sein sollten,“ waren seine Schlussworte.

Nach Nachfragen wurden die Kurse mit diesen bewegenden Vortrag und Eindrücken entlassen.

 

Für die Fachschaft Geschichte/ Politik und WPK 2 Bereich

Steffen Schleicher

9. Sponsorenlauf an der Lindenauschule

9. Sponsorenlauf an der Lindenauschule

Bereits zum 9. Mal wurde am Dienstag, 28. Mai, unser traditioneller Sponsorenlauf zugunsten einer gemeinnützigen und regionalen Organisation durchgeführt.

Bei bestem Läuferwetter, Wattewölkchen, Sonne und milden Temperaturen drehten die fleißigen Läuferinnen und Läufer ihre Runden. Wir sammeln jetzt den Rücklauf der Spendengelder und freuen uns auf die feierliche Spendenübergabe nach den Sommerferien an das Hanauer Start-up „planet tree“.

Ein großes Dankeschön an alle Läuferinnen und Läufer, alle Sponsoren und Sponsorinnen und alle helfenden Hände.

Seniorenbüro der Stadt Hanau und die Lindenauschule bieten wieder Smartphone- und Internetseminare im Rahmen des Projekts „Jung hilft Alt“ an

Seniorenbüro der Stadt Hanau und die Lindenauschule bieten wieder Smartphone- und Internetseminare im Rahmen des Projekts „Jung hilft Alt“ an

Ende Mai boten wieder Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule im Rahmen des Projekts „Jung hilft Alt“ Smartphone- und Internetseminare für Seniorinnen und Senioren im Seniorenbüro der Stadt Hanau an. Dieses erfolgreiche Kooperationsprojekt besteht bereits seit fast 20 Jahren. Auf Grund der Coronapandemie ruhte das Projekt und wurde jetzt wieder neu aufgelegt.

Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts 2 der Jahrgangsstufe 10 und der Schulseelsorge der Lindenauschule wurden die Schülerinnen und Schüler intensiv im Unterricht auf das Thema „älter werden“ eingestimmt. Dabei spielte der Aspekt „jung sein- alt werden“ eine prägende Rolle in der Vorbereitung. Vor dem Einsatz der Lehrtätigkeit des Kurses, wurden die Jugendlichen- im Rahmen des Unterrichts- für das Seminar geschult. Sie setzten sich mit den bevorstehenden Aufgaben intensiv auseinander, klärten mögliche Fragen der Senioren zu Tablet, Smartphone, I- Phone und Internet. Sie übten in Rollenspielen und besprachen ihre Aufgaben auch unter dem Aspekt des Ehrenamts.

Das Gesamtprojekt wird geleitet von Sabrina Lignelli vom Seniorenbüro der Stadt Hanau. Unterstützt wird dieses Projekt ebenfalls vom langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeiter Dieter Rohrbach.

Bei Kaffee und Kuchen traten die jungen „Lehrkräfte“ kompetent, mit großem Einfühlungsvermögen und Geduld auf, sodass die älteren Damen und Herrn viel lernen konnten. Nicht nur die technischen Details, sondern auch praktische Tipps rund um das Smartphone standen im Vordergrund. Eine Busverbindung finden, WhatsApp auf dem Tablet einrichten oder sich über ein Deutschland- Ticket zu informieren, waren nur einige Fragen, die die jungen Lehrkräfte kompetent beantworteten.

Zum Schluss waren viele Fragen geklärt und die Seniorinnen und Senioren hatten sich viel neues Wissen angeeignet. Auch der Austausch unter den Generationen wurde lebhaft gepflegt. So gab es am Ende Erfolgserlebnisse auf beiden Seiten und in guter Stimmung ging man auseinander.

Eine weitere Zusammenarbeit für die Zukunft ist geplant.

 

Für den WPK 2 Unterricht und der Schulseelsorge der Lindenauschule

Steffen Schleicher

 

Neue Schilder für Schülerlotsen

Neue Schilder für Schülerlotsen

Am Mittwoch, dem 08. Mai 2024, besuchten zwei Vertreter der Verkehrswacht Hanau/Gelnhausen die Schülerlotsinnen und -lotsen an der Großauheimer
Lindenauschule. Die Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe ist die einzige Schule im ganzen Main-Kinzig-Kreis mit aktiven Verkehrshelferinnen und
-helfern. Die Verkehrswacht unterstützt das Projekt als Kooperationspartner seit seinem Beginn.

Um die Ausstattung noch weiter zu optimieren, übergaben Thomas Verhing und Karl Heinz Herr von der Verkehrswacht den Schülerinnen und Schülern der Lindenauschule drei Aufsteller aus Holz. Diese sollen den Einsatzort der Lotsinnen und -lotsen für alle Verkehrsteilnehmer deutlicher sichtbar machen. Die leichten und gut zu transportierenden Schilder hatte Herr Herr selbst gefertigt. Die Verkehrshelferinnen und -helfer der Lindenau nahmen diese Spende mit großer Freude entgegen.

Die Einrichtung des Schülerlotsendienstes an der Lindenauschule hat sich als sehr sinnvolle Maßnahme bewährt. Sie zeigt darüber hinaus, dass die Schülerinnen und Schüler gerne bereit sind, sich sozial zu engagieren, Verantwortung für andere zu übernehmen und selbst einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit auf dem Schulweg zu leisten.

Nicol Waniek- Für den Schülerlotsendienst der Lindenauschule

Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule richten Bewegungsolympiade im Haus am Brunnen aus

Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule richten Bewegungsolympiade im Haus am Brunnen aus

Die Lindenauschule ist ein fester Kooperationspartner der Martin Luther Stiftung, der größten Betreiberin von Altenpflegeeinrichtungen in Hanau und Umgebung. Vor kurzem besuchten Schülerinnen und Schüler der Lindenau wieder das Haus am Brunnen – eine Einrichtung der Martin Luther Stiftung in Hanau-Großauheim. Hier werden ältere Personen in Tages- und Dauerpflege betreut. In Zusammenarbeit mit Kristztina Kiraly, der Leitung des Sozialen Dienstes der Einrichtung, erstellte der Kurs zuvor im Unterricht verschiedene Bewegungsstationen für eine „Olympiade“, an der die Bewohnerinnen und Bewohner während des geplanten Besuches teilnehmen sollten. Das ganze Programm war als ein kleiner Vorgeschmack auf die Olympischen Spiele gedacht, die in diesem Jahr in Paris stattfinden.

Die unterschiedlichsten Stationen wurden von den Jugendlichen entworfen – so reichten die Spielideen von einer Handtaschenwurfstation über das Tischtennisball-Werfen und das Fußball-Schießen bis hin zu einem Luftballonschlagspiel. Jedem Bewohner stand am Spieltag während der „Olympiade“ ein Lindenauer zur Seite, der ihn von Station zu Station begleitete. Darüber hinaus kümmerten sich an den Stationen weitere Schülerinnen und Schüler um die Betreuung der Teilnehmer.

Das Ganze stieß auf große Resonanz bei den Heimbewohnern, es wurde gespielt und viel gelacht. Und ganz nebenbei kamen die älteren Herrschaften dabei auch ganz schön in Bewegung. Einige Stationen waren herausfordernd – denn es war dabei Koordination, Schnelligkeit und Kraft gefragt.

Doch letztlich hatten die Seniorinnen und Senioren an allen Stationen ihre Erfolgserlebnisse und jede Menge Spaß und Freude, so dass der Nachmittag für alle Beteiligten ein voller Erfolg wurde. Im Zuge der Kooperation mit der Martin Luther Stiftung sind im Laufe des Schuljahres weitere Aktionen mit der Lindenauschule geplant.

Steffen Schleicher

„Die Lindenauer“ in Finalrunde im Chemiewettbewerb von DECHEMAX

„Die Lindenauer“ in Finalrunde im Chemiewettbewerb von DECHEMAX

Supriya, Annabelle, Etin-Osa und Anya aus der Klasse 10b treten gemeinsam im DECHEMAX-Schülerwettbewerb als „Die Lindenauer“ an. Die vier Schülerinnen messen sich gegen über 1500 andere Gruppen aus ganz Deutschland.

In mehreren Runden mussten Fragen zu Themen der Chemie beantwortet werden. Nur wer sich keinen Fehler erlaubt hat, kam in die Finalrunde. Hier wird es nun ernst!

In einer Versuchsreihe zu Polyurethan (kurz: PUR) musste das Team umfangreiche Experimente durchführen, diese dokumentieren und gemeinsam auswerten – das alles in Form eines kurzen Videos von maximal 90 Sekunden. Polyurethan ist ein Kunststoff, der in vielen Bereichen Verwendung finden (z.B. als Dämmmaterial, Schäume oder Füllstoffe). Ob es für den Sieg der „Lindenauer“ reicht, entscheidet nun eine Jury. Als möglicher Preis warten neben Ruhm und Ehre und einer Urkunde auch 250 Euro pro Schülerin und eine Einladung zur diesjährigen Fach Messe ACHEMA in Frankfurt.

Wir drücken die Daumen!

Marwin Uhrig

 

Erneute Auszeichnung der Lindenauschule zur „Schule mit Schwerpunkt Musik“ in Hessen 2024

Erneute Auszeichnung der Lindenauschule zur „Schule mit Schwerpunkt Musik“ in Hessen 2024

Das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen hat bei der Zertifizierungsfeier der „Schulen mit Schwerpunkt Musik“ im Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main in einem feierlichen Rahmenprogramm insgesamt 99 Schwerpunktschulen für die Förderung musikalischer Bildung ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist vier Jahre gültig und wurde der Lindenauschule zum wiederholten Mal verliehen.

„Musik fördert den Geist, Musik fördert die Kreativität und Musik fördert die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen“ betonte Bildungsminister Armin Schwarz in seinem Grußwort und gratulierte allen zertifizierten Schulen zu ihrem besonderen musikalischen Engagement.

Als „Schule mit Schwerpunkt Musik“ bietet die Lindenauschule durch ihre Bläserklassen einen besonderen musikalischen Zugang für Schüler*innen der Sekundarstufe 1 und ermöglicht durch ihr WP-Angebot, dem Blasorchester, der Schulband sowie dem Schulchor eine durchgehende Ensemble-Arbeit für die gesamte Schülerschaft. Die Musikfahrt an die Landesmusikakademie Hessen ist für alle musikbegeisterten Schüler*innen der Lindenauschule ein weiteres Highlight. In zwei Schulkonzerten präsentieren alle Musikensembles ihr musikalisches Können und die Freude am gemeinsamen Musizieren.

Katholischer Religionskurs erkundet den Jüdischen Friedhof in Hanau

Katholischer Religionskurs erkundet den Jüdischen Friedhof in Hanau

Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Die jüdische Religion“ besuchten Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe den Jüdischen Friedhof im Hanau.

Im Vorfeld hatte sich der Kurs intensiv mit dem jüdischen Glauben und den dazu gehörenden Gebräuchen beschäftigt. Dabei wurden die Glaubensvorstellungen und der Auferstehungs-glauben im Judentum theamtisiert. Auch der Vergleich zur eigenen christlichen Religion wurde dabei immer wieder herangezogen.

Kurz vor den Osterferien stand dann die Exkursion zum Jüdischen Friedhof in Hanau auf dem Programm. Am Tag der Erkundung führte der Weg an der ehemaligen Ghettomauer in der Nähe der Hanauer Polizeistation vorbei. Bei dieser Gelegenheit informierte der Religionslehrer den Kurs über die Bedeutung des Begriffs „Ghetto“ und über die Geschichte dieses Gedenkortes.

Der ehemalige Jüdische Friedhof in der Odenwaldstraße war das eigentliche Ziel der Exkursion.

Dort angekommen, fiel den Schülerinnen und Schülern sofort auf, dass die Gräber auf diesem Friedhof wenig bis kaum geschmückt sind. So wurden manchmal nur Steine auf den Grabstein gelegt, um den Verstorbenen zu gedenken.

Viele Details zur Geschichte konnten die Jugendlichen dort erfahren: So wurden seit dem 17. Jahrhundert über 1200 Menschen auf dem Hanauer Friedhof beerdigt, die letzte Bestattung fand im Jahre 1938 statt. Weiterhin wurde auf die Bedeutung der Symbole auf den Grabsteinen eingegangen. Es handelt sich dabei meist um die Hauszeichen der Familien der Verstorbenen. Viele alte Grabmale weisen beispielsweise Tiersymbole aber auch religiöse Zeichen oder Titel auf.

 

Mit großem Interesse und Neugier erkundete der Kurs diesen gleichermaßen historischen wie religiösen Ort. Viele Fragen konnten noch während des Besuches geklärt werden – einiges blieb aber auch noch offen. Mit vielen Eindrücken und Fragen kehrten die jungen Leute schließlich an die Schule zurück. In den kommenden Stunden soll die Exkursion inhaltlich nachbearbeitet und im Unterricht vertieft werden.

 

Steffen Schleicher

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