Schauspiel Frankfurt gastiert mit B-Heimat. Orte unserer Sehnsucht an der Lindenauschule

Schauspiel Frankfurt gastiert mit B-Heimat. Orte unserer Sehnsucht an der Lindenauschule

Standing Ovations als Dank für ein beeindruckendes Theaterstück: Rund 200 Gäste, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie über 60 Ehrengäste hatten sich am Abend des 18. Dezember in der Mehrzweckhalle der Lindenauschule eingefunden, um der Aufführung des Theaterstücks B-Heimat. Orte unserer Sehnsucht von Regisseurin Martina Droste beizuwohnen. Am 8. März 2025 in den Kammerspielen uraufgeführt, hatte es bereits viele Hundert Besucher im Frankfurter Stadtzentrum begrüßen können. Die von Schülerinnen und Schülern der Lindenauschule gemeinsam mit den Städtischen Museen Hanau gestaltete Museumsausstellung ¿Angeworben-Angekommen? zur Arbeitsmigration nach Großauheim bot nun den Anlass für eine Kooperation der besonderen Art: Regisseurin Martina Droste hatte anlässlich ihres Theaterprojektes gemeinsam mit Sebastian Saliger (Kurator der Ausstellung und Leiter des Schulprojektes) die Ausstellung in Großauheim besucht und ihre Eindrücke in das Stück einfließen lassen.  In einem gemeinsamen Gespräch im Anschluss an eine Aufführung des Stücks im Frankfurter Schauspiel entstand die Idee B-Heimat. Orte unserer Sehnsucht ein weiteres Mal an der Lindenauschule zu zeigen.

Ankommen in der neuen Heimat und in diesem Zusammenhang das Gefühl von Zugehörigkeit, Begrenzung und Ausgrenzung bildeten einen Schwerpunkt der Aufführung: Stühle, jeder von ihnen in einer Weise defekt, symbolisierten – so lässt sich vermuten – unterschiedliche Ausgangsbedingungen, die das Ankommen in der Heimat erschweren.

So berichtete der ehemalige spanische „Gastarbeiter“ José von seinen Erfahrungen als Arbeitsmigrant und der in Teilen erniedrigenden Behandlung, die er durch offizielle Stellen in der noch jungen BRD erfuhr – die Schwierigkeit eine Wohnung zu finden war nur eines der Probleme, dem der junge Andalusier damals begegnete. Nicht allein thematisierte das Stück die Anwerbung von „Gastarbeitern“ in Zeiten des sog. „Wirtschaftswunders“, sondern widmete sich auch im besonderen Maße dem Einsatz ausländischer Arbeitskräfte im Nationalsozialismus. Anhand eingespielter Videosequenzen wurde die Entwicklung der Zwangsarbeit im NS beschrieben: Wurden Arbeitskräfte zunächst – und anfangs wenig erfolgreich – aus befreundeten Ländern angeworben, verbrachte man spätestens ab 1942 aus besetzten Gebieten Arbeitskräfte zwangsweise nach Deutschland, um in Industrie, Handwerk und Landwirtschaft die Lücken zu füllen, die durch die massenhafte Rekrutierung junger Soldaten entstanden waren. Die Aufführung spannte ferner den Bogen zu aktuellen Fragen um das Thema Arbeit: Unter welchen Umständen ist man bereit auch prekäre Arbeitsbedingungen zu akzeptieren? Sind die von dem jungen Ensemble geäußerten – d.h. ins Publikum gerufenen – Berufswünsche realisierbar und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die soziale Herkunft oder der Migrationshintergrund der eigenen Familie? Die Nichtanerkennung ihrer im Iran erworbenen beruflichen Qualifikationen thematisierte eine der Darstellerinnen, die in der neuen Heimat erkennen musste, dass Abschlüsse, die nicht in Deutschland erworben wurden, als minderwertig – wenn nicht gar als bedeutungslos – angesehen werden.  Wie geborgen kann man sich in der Heimat fühlen, wenn Religion – in diesem Fall der jüdische Glauben – nicht von aktuellen Konflikten im Nahen Osten getrennt wird und man Symbole seiner Religion in der Öffentlichkeit verbergen muss? Wie heimisch fühlt man sich, wenn man Angst verspürt, jederzeit wieder in die afghanische Heimat zurückgeschickt zu werden?

Langanhaltender Applaus, der das Ensemble stets auf Neue auf die Bühne forderte, war der Dank für die beeindruckende Leistung aller Mitwirkenden. Regisseurin Martina Droste bemerkte nach der Vorstellung, es habe sie beeindruckt, wie konzentriert und aufmerksam das -überwiegend jugendliche- Publikum die Aufführung verfolgte.

In der anschließenden Diskussion im Forum der Großauheimer Lindenauschule wurde dem Theaterpublikum Gelegenheit geboten, den Inhalt des Stücks mit geladenen Gästen und Mitwirkenden zu vertiefen.  Zu diesen gehörten:  Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, Regisseurin Martina Droste mit Ensemble, Wolfgang Hombach und Sebastian Saliger (Kuratoren der Museumsausstellung) sowie Mitwirkende (Schülerinnen und Schüler sowie Interviewpartner) der Schülerausstellung.  Die Themen der Diskussion knüpften an die Fragen an, die im Verlauf des Stücks von den Darstellerinnen und Darstellern aufgeworfen wurden: Etwa, ob prekäre Arbeitsbedingungen noch heute Realität sind- schließlich seien die Beispiele, die das nahelegen, zahlreich. Als Vertreter der Stadt Hanau betonte Bürgermeister Dr. Bieri, dass man nicht nur heute im besonderen Maße auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sei, sondern Hanau von jeher von Migrationsbewegungen geprägt gewesen sei.  So hätten Hugenotten – protestantische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich – bereits im 17. Jahrhundert in Hanau eine neue Heimat gefunden.  Die Wallonisch-Niederländische Gemeinde existiere bis heute. Eine anregende Diskussion entspann sich, als eine Schülerin im Publikum fragte, welche Bedeutung die Stühle hätten. Regisseurin Martina Droste gab die Frage an das Publikum weiter: Während eine Besucherin in den Stühlen Symbole des „Ankommens“ und ein „Zur Ruhe kommen“ sah, warf einer der Diskutanten die Frage auf, warum die Stühle allesamt defekt seien und wer dafür die Verantwortung trage- eine Diskussion, die Regisseurin Martina Droste moderierte, aber nicht kommentierte, denn so betonte sie am Ende: „Die Stühle bedeuten das, was das Publikum in ihnen sieht.“

Die Lindenauschule bedankt sich herzlich bei Regisseurin Martina Droste, ihrem Ensemble sowie der Technik des Schauspiel Frankfurt für einen glänzenden Auftritt und einen unvergesslichen Abend.

Sebastian Saliger

„… und Frieden den Menschen auf der Erde!“

„… und Frieden den Menschen auf der Erde!“

Am Freitag, den 19. Dezember 2025, begann der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien für viele Schülerinnen und Schüler der Großauheimer Lindenauschule mit einem besonderen Moment: In der ersten Stunde fand im Forum der diesjährige Weihnachtsgottesdienst statt. Unter dem Leitgedanken „Frieden auf Erden“ lud der Gottesdienst dazu ein, innezuhalten, nachzudenken und Gemeinschaft zu erleben.

Nach einer kurzen Einführung durch Steffen Schleicher wurde der Gottesdienst mit einer Begrüßung und dem Entzünden einer Gedenkkerze eröffnet. In einem anschließenden Schweigemoment, gestaltet von Lisa Henningsen, wurde besonders an Eckhardt Kleppe erinnert, der viele Jahre als Schulpfarrer an der Schule tätig war und das Schulleben sowie zahlreiche Gottesdienste nachhaltig geprägt hat. Diese stille Phase setzte gleich zu Beginn ein nachdenkliches Zeichen und schuf eine ruhige, respektvolle Atmosphäre.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch bekannte Weihnachtslieder. Gemeinsam sang die Schulgemeinschaft „Hört der Engel helle Lieder“. Ein weiterer Höhepunkt war der Videoclip „Frieden“, präsentiert von Schülerinnen und Schülern des katholischen Religionskurses im Jahrgang 7, der das Thema auf kreative Weise aufgriff.

Die Lesung aus dem Lukasevangelium (Lk 2,8–14), vorgetragen von Chris Otobo, erinnerte an die Weihnachtsgeschichte und die Botschaft der Engel: Frieden für die Menschen. Daran schloss sich ein Predigtimpuls von Lisa Henningsen an, der das Thema Frieden auf das heutige Leben und den Schulalltag bezog. Mit dem Lied „Mensch ist Mensch“ wurde diese Botschaft musikalisch vertieft.

Schülerinnen und Schüler der evangelischen Religionskurse der Jahrgangsstufe 10 und 11 gestalteten und trugen die Fürbitten vor, in denen um Frieden in der Welt, in der Schule und im persönlichen Umfeld gebetet wurde.

Das gemeinsame Vaterunser stärkte dabei das Gefühl von Zusammenhalt. Den Abschluss bildeten Dank, Segen und das traditionelle Weihnachtslied „Stern über Bethlehem“, von dem mehrere Strophen gesungen wurden.

Der Gottesdienst zeigte eindrucksvoll, wie wichtig das Thema Frieden auf Erden gerade in der heutigen Zeit ist. Er bot der Schulgemeinschaft einen ruhigen, besinnlichen Start in den Tag und stimmte auf die kommenden Weihnachtstage ein – mit der Hoffnung, dass Frieden nicht nur ein Wort bleibt, sondern im Alltag gelebt wird.

 

Julia Völker

Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule gestalten Adventsgestecke und erleben einen besonderen Adventsnachmittag mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses am Brunnen

Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule gestalten Adventsgestecke und erleben einen besonderen Adventsnachmittag mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses am Brunnen

In der Adventszeit engagierten sich die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses 2 der Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule in besonderer Weise für ein generationsübergreifendes Projekt. Unter der fachkundigen und engagierten Anleitung von Heidi Lang, Betreuungskraft an der Lindenauschule, gestalteten die Jugendlichen mit viel Kreativität und Sorgfalt liebevoll dekorierte Adventsgestecke für die Bewohnerinnen und Bewohner der Martin-Luther-Stiftung, Haus am Brunnen, in Hanau-Großauheim.

Bereits im Unterricht war deutlich zu spüren, mit wie viel Motivation und Freude die Schülerinnen und Schüler bei der Sache waren. Unterschiedlichste Materialien – von Tannengrün, Kerzen und Schleifen bis hin zu weihnachtlichen Dekorationselementen – standen zur Verfügung und regten die Fantasie der Jugendlichen an. Die Mensa der Lindenauschule verwandelte sich für mehrere Stunden in eine lebendige „Bastelstube“, in der konzentriert gearbeitet, ausprobiert und gegenseitig geholfen wurde. Mit Heißklebepistolen, Bastelutensilien und viel Geduld entstanden individuelle und stimmungsvolle Adventsgestecke, von denen jedes ein kleines Unikat war. Die fertigen Arbeiten erfüllten den Kurs mit sichtlichem Stolz und großer Vorfreude auf die bevorstehende Übergabe.

Am Donnerstag, dem 18. Dezember, fand schließlich der Höhepunkt des Projekts statt. Im festlich geschmückten Bistro des Hauses am Brunnen kamen Jung und Alt zu einem gemeinsamen Adventsnachmittag zusammen. In gemütlicher Atmosphäre, bei Plätzchen und Getränken, entwickelten sich schnell lebendige Gespräche zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Seniorinnen und Senioren. Es wurde aus dem Alltag erzählt, Erinnerungen wurden geteilt, Fragen gestellt und mit großem Interesse beantwortet. Dabei wurde viel gelacht, es entstanden herzliche Begegnungen und ein spürbares Gefühl von gegenseitiger Wertschätzung.

Ein besonderer Programmpunkt des Nachmittags war das gemeinsame Singen von Advents- und Weihnachtsliedern, das bei vielen Bewohnerinnen und Bewohnern schöne Erinnerungen weckte. Zusätzlich trugen die Schülerinnen und Schüler Weihnachtsgedichte vor und sorgten damit für besinnliche und zugleich fröhliche Momente. Begleitet und unterstützt wurde die Veranstaltung von der Leitung des Sozialen Dienstes, Krisztina Kiraly, sowie ihren Mitarbeiterinnen, die maßgeblich zum Gelingen dieses besonderen Nachmittags beitrugen.

Den emotionalen Höhepunkt bildete die Übergabe der selbst gebastelten Adventsgestecke. Die Schülerinnen und Schüler überreichten ihre Werke persönlich an die Bewohnerinnen und Bewohner und sorgten damit für große Freude und Dankbarkeit. Als Zeichen der Wertschätzung überraschte auch die Einrichtung die Jugendlichen mit kleinen Geschenken. Die Freude über diese Geste war auf beiden Seiten groß und machte deutlich, wie wertvoll solche Begegnungen für alle Beteiligten sind.

Am Ende des Nachmittags waren sich alle einig: Dieser Adventsnachmittag war ein voller Erfolg. Bereits jetzt wurden Ideen für weitere gemeinsame Projekte im Jahr 2026 gesammelt. Die Vorfreude auf zukünftige Aktionen der Lindenauschule mit dem Haus am Brunnen ist groß und zeigt, wie bereichernd das Miteinander der Generationen sein kann.

Steffen Schleicher

InMotion Rollstuhlbasketball als starkes Zeichen für gelebte Integration

InMotion Rollstuhlbasketball als starkes Zeichen für gelebte Integration

Bereits zum dritten Mal fand die Veranstaltung „Rollstuhlbasketball – Integration leben“ an der Großauheimer Lindenauschule statt und setzte erneut ein eindrucksvolles Zeichen für Inklusion, Teamgeist und soziales Miteinander. Unter der Leitung von Vildan Colak und Nils Noe erlebten zahlreiche Schülerinnen und Schüler Ende November einen besonderen Sporttag, der nicht nur Bewegung, sondern vor allem gegenseitiges Verständnis in den Mittelpunkt stellte.

Zu den Ehrengästen zählten Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri sowie Schulleiter Dr. Hermann Alig, die gemeinsam mit Projektpartnern, Lehrkräften und Teilnehmenden die Bedeutung von integrativen Projekten betonten. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Potenzial Pioniere, der AWO sowie des Programms „Demokratie leben“ waren vor Ort vertreten.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem das Projekt „Lindenau InMotion“ vorgestellt, das Anfang des Jahres ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche nachhaltig für Sport zu begeistern, Fairplay zu vermitteln und gleichzeitig Barrieren abzubauen. Das Leitmotiv lautet dabei: „Integrativ, frei, grenzenlos.“

Seit über zehn Jahren engagiert sich das Organisationsteam außerdem mit einem etablierten Sponsorenlauf, unterstützte bereits zahlreiche soziale Einrichtungen, war bei den Special Olympics aktiv und führte Sportprojekte an Grundschulen durch. Auch für das kommende Jahr sind bereits weitere Aktionen geplant – insbesondere im Zusammenhang mit der neuen, im Bau befindlichen Sportanlage. Dafür sprach das Organisationsteam der Stadt Hanau und Bürgermeister Dr. Bieri besonderen Dank aus.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie Sport Menschen verbindet – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen. Mit viel Begeisterung, Respekt und Teamarbeit wurde der Rollstuhlbasketball für viele Schülerinnen und Schüler zu einer neuen, prägenden Erfahrung.

Am Ende des Tages stand eines klar im Mittelpunkt: Gemeinschaft, Bewegung und gelebte Integration.

Bläserklasse 6 der Lindenauschule auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt

Bläserklasse 6 der Lindenauschule auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt

Mit festlichen Klängen sorgte die Bläserklasse 6b am 4. Dezember 2025 auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt für eine stimmungsvolle Adventsatmosphäre. Die Schülerinnen und Schüler spielten bekannte Weihnachtslieder wie Alle Jahre wieder, In der Weihnachtsbäckerei und We Wish You a Merry Christmas und begeisterten damit zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Die Bläserklasse der Großauheimer Lindenauschule wünscht allen eine schöne Adventszeit und freut sich auf den nächsten Auftritt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und zuzuhören! Am 14. Dezember spielt die Bläserklasse noch einmal um 14 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt in Großauheim.

 

„Mathe im Advent“ an der Lindenauschule

„Mathe im Advent“ an der Lindenauschule

Die Klassen 5f und 6f sowie der 8er-A-Kurs der Großauheimer Lindenauschule nehmen in diesem Jahr am bundesweiten Wettbewerb „Mathe im Advent“ teil. Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler dabei von Frau Scharpf und Herrn Behnsen.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und bietet im Advent täglich eine neue Knobelaufgabe. Diese sind in liebevoll gestaltete Weihnachtsgeschichten eingebettet und sollen den Kindern einen frischen, alltagsnahen Blick auf mathematische Zusammenhänge ermöglichen. Zu jeder Aufgabe gibt es vier Antwortmöglichkeiten – dennoch ist gemeinsames Tüfteln ausdrücklich erwünscht und sorgt für viel Motivation und Begeisterung.

Die Teilnahmegebühr von 35 Euro pro Klasse hat dankenswerterweise der Förderverein der Lindenauschuleübernommen.

Jonas Behnsen

Lindenauschule zeigt kreativen Adventskalender zum Thema Frieden

Lindenauschule zeigt kreativen Adventskalender zum Thema Frieden

Auch in diesem Jahr haben die Religionskurse der Jahrgangsstufen 7 bis 11 der Lindenauschule in Hanau-Großauheim einen großformatigen Adventskalender gestaltet, der in der Pausenhalle der Schule ausgestellt ist. Die Aktion ist traditionell Teil der Vorbereitungen auf den Weihnachtsgottesdienst, der am letzten Schultag vor den Ferien gefeiert wird.

Unter dem Motto „Frieden“ entstanden im Unterricht zahlreiche Bilder, die sowohl weihnachtliche und humorvolle Motive als auch nachdenkliche Darstellungen rund um den Wunsch nach Frieden zeigen. Die Arbeiten sollen einen bewusst positiven Akzent setzen – in einer Zeit, die für viele Schülerinnen und Schüler von Stress, Leistungsdruck und aktuellen politischen Sorgen geprägt ist.

„Wir wollten Wärme und festliche Stimmung in die Schule bringen“, erklärt die Schulpfarrerin Lisa Henningsen, die die Aktion im Rahmen der Fachschaft Religion / Ethik sowie der Schulseelsorge begleitet. Der Adventskalender schmückt nun das sogenannte Offene Info der Schule und schafft einen Ort der Besinnung und Vorfreude.

Die Motive spiegeln die Wünsche der Jugendlichen wider: Hoffnung, Zuversicht und das Bewusstsein, dass Nächstenliebe und Gemeinschaft gerade in herausfordernden Zeiten eine besondere Bedeutung haben.

Steffen Schleicher

Dankeschön zum Ausdruck besonderer Wertschätzung

Dankeschön zum Ausdruck besonderer Wertschätzung

Vier Schülerinnen der Verkehrslotsen der Lindenauschule hatten sich freiwillig zur Teilnahme am Landeswettbewerb der Schülerlotsen in Fulda gemeldet. Dort hätten sie sowohl eine schriftliche als auch eine praktische Prüfung absolvieren müssen.

Leider musste der Wettbewerb aufgrund zu geringer Anmeldezahlen abgesagt werden. Das herausragende Engagement der jungen Menschen sollte dennoch nicht ungewürdigt bleiben.

Um ihren Einsatz zu würdigen, besuchten Geschäftsführer Egbert Leistner und Schatzmeister Thomas Vehring Ende November die Schule persönlich. Sie überreichten den angemeldeten Schülerinnen – Sude-Nur Kosman, Sandy Karl, Leonie Klimt und Eda Imrak (nicht auf dem Foto) – jeweils einen Kino- und Snackgutschein.

Herr Leistner betonte dabei, wie wichtig der Dienst der Verkehrslotsen für die Sicherheit an der Schule ist und wie stolz man auf das freiwillige Engagement der Mädchen sei. Die Schülerinnen hätten mit ihrer Bereitschaft zur Teilnahme am Wettbewerb ein besonderes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Motivation gezeigt.

Die Lindenauschule bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten und freut sich über so viel Einsatzbereitschaft im Sinne der Schulgemeinschaft.

Nicol Waniek

Sauberkeitspaten der Lindenauschule erneut aktiv

Sauberkeitspaten der Lindenauschule erneut aktiv

Die Großauheimer Lindenauschule hat sich erneut als engagierte „Umweltschule“ präsentiert. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Klasse 5d, angeleitet von ihrer Lehrerin Irem Akbayrak und unterstützt von Patenschülerinnen der Jahrgangsstufe 10, war dieser Tage in der Waldsiedlung im Stadtteil Großauheim unterwegs, um Müll zu sammeln und damit ein klares Zeichen für den Schutz ihrer Umwelt zu setzen.

Die Aktion ist Teil des Umweltkonzepts der Schule, die erst kürzlich wieder mit dem Titel „Umweltschule“ ausgezeichnet wurde. Ein wesentliches Element dieses Engagements sind die sogenannten Sauberkeitspaten: Jede Klasse der Jahrgangsstufe 5 übernimmt regelmäßig die Verantwortung für bestimmte Bereiche rund um die Schule und befreit diese von Abfall.

Neben der 5. Jahrgangsstufe war dieses Mal auch die PUSCH-Klasse 9h an der Aktion beteiligt. Gemeinsam konzentrierten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Lindenaupark und das Umfeld der Großsporthalle – ein Bereich, der nach Beobachtung der Kinder und Jugendlichen leider immer wieder stark verschmutzt ist. Mit Greifzangen und Handschuhen ausgestattet, machten sie sich daran, Unrat zu beseitigen, der zuvor achtlos weggeworfen worden war.

Seit einiger Zeit besteht zudem eine aktive Kooperation zwischen der Lindenauschule und der städtischen Abfallwirtschaft. Deren Mitarbeitende unterstützen bei der Vorbereitung der Einsatzgebiete, begleiten einzelne Aktionen und sorgen für eine fachgerechte Entsorgung der gesammelten Abfälle. Die Zusammenarbeit wird von beiden Seiten als wertvoll und nachhaltig wahrgenommen.

Gerade angesichts zunehmender Umweltverschmutzung sieht die Schule ihre Aufgabe darin, junge Menschen für den Wert einer sauberen und intakten Natur zu sensibilisieren. Mit ihren Projekten möchte die Lindenauschule nicht nur Wissen vermitteln, sondern praktische Handlungskompetenz fördern – und zeigen, dass Umweltschutz im schulischen Alltag sichtbar gelebt werden kann.

Nach Abschluss des Einsatzes blickten die Schülerinnen und Schüler auf beachtliche Mengen gesammelten Mülls zurück. Noch wichtiger jedoch war die gemeinsame Erfahrung, Verantwortung zu übernehmen. Viele Kinder äußerten den Wunsch, dass alle Bürgerinnen und Bürger stärker auf ihre Umgebung achten. Denn eines wurde ihnen im Laufe des Tages besonders bewusst: Eine saubere Umwelt beginnt mit dem Verhalten jedes Einzelnen.


Steffen Schleicher

Wer liest, gewinnt

Wer liest, gewinnt

Am 2. Dezember 2025 fand an der Lindenauschule das schulinterne Finale des Vorlesewettbewerbs des 6. Jahrgangs statt. Die teilnehmenden Schülerinnen Leona Juliette Masjutin (6e), Naemi Zeiger (6f), Helen Malikzada (6b) und Magdalena Vuksic (6c) sowie die Schüler Gianluca Polizzotto (6e) und Driton Asiltürk (6a) überzeugten mit eindrucksvollen Leseleistungen. Sie zeigten, dass Vorlesen weit mehr ist als das Wiedergeben eines Textes: Es bedeutet Freude und Neugier, eine Reise in die Fantasie – und die Fähigkeit, für einen Moment alles andere auszublenden.

Mit großem Mut, spürbarem Engagement und viel Begeisterung präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre ausgewählten Textstellen. Damit sind sie alle zu Recht Gewinnerinnen und Gewinner dieses Wettbewerbs.

Am Ende setzte sich Driton Asiltürk (6a) als Schulsieger durch. Er wird die Lindenauschule beim Regionalentscheid vertreten – wofür wir ihm viel Erfolg wünschen.

Als Anerkennung für ihre Leistungen durften sich alle Teilnehmenden ein Buch als Preis aussuchen, gesponsert vom Förderverein der Lindenauschule. Die Jury bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Einsatz, ihre Lesefreude und die vielen schönen Vorlesemomente in diesem Schuljahr.

Ajla Skrijelj

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen