Ostercamp in der Lindenauschule

Ostercamp in der Lindenauschule

Vom 6. bis 16. April dieses Jahres waren in Hessen Osterferien. Eine Zeit der Erholung und des Entspannens sollte man meinen – aber nicht so für etwa hundert Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 an der Großauheimer Lindenauschule.

An der Integrierten Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe fand vom 6. bis 9. April ein kostenloses Lerncamp statt. An diesen vier Tagen lernten die Schülerinnen und Schüler jeweils von 8:30 bis 12:30 Uhr fleißig vor allem in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch – dabei nutzten sie Fördermaterialien, die das Hessische Kultusministerium zur Verfügung gestellt hatte.

Selbstverständlich achteten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Einhaltung der bekannten AHA-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske). Zusätzlich führten die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte Corona-Selbsttests durch, um das Risiko einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten.

Maximal 15 Personen einer Jahrgangsstufe kamen in einem Klassenraum zusammen, um konzentriert zu lernen und die aufgrund der Corona-Pandemie entstandenen potentiellen Lernlücken zu schließen. Die betreuende Lehrkraft legte gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern den Tagesablauf fest. Auch über die Pausenzeiten konnte die jeweilige Gruppe individuell entscheiden.

Das Ostercamp stieß bereits im Vorfeld auf große Resonanz. Es gab sehr viele Schülerinnen und Schüler, die teilnehmen wollten. Das konzentrierte Arbeiten in kleinen Lerngruppen und eine individuelle Rhythmisierung ermöglichten es den Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrkräften, individuellen Förderbedarf festzustellen und etwas dagegen zu tun. Und so war das Ostercamp ein voller Erfolg für alle Beteiligten.

Collagen zum Thema „Ich und Corona“

Collagen zum Thema „Ich und Corona“

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b setzten sich im Kunstunterricht mit der Frage auseinander, wie sie persönlich die Corona-Zeit erleben. Dabei entstanden erstaunliche Collagen, die Auskunft darüber geben, wie die Schülerinnen und Schüler die Welt um sich herum mit all den bekannten Einschränkungen und Unsicherheiten wahrnehmen.

Hier finden Sie einige kreative Beispiele:

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Sarah Stephani neue stellvertretende Schulleiterin der Lindenauschule

Sarah Stephani neue stellvertretende Schulleiterin der Lindenauschule

Seit dem 01. Februar 2021 ist Sarah Stephani die neue stellvertretende Schulleiterin an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim.

Sarah Stephani ist verheiratet und Mutter eines kleinen Sohnes. Sie studierte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und hat die Lehrbefähigung für die Fächer Deutsch, Französisch und Geschichte. Ihr Referendariat leistete sie an einer Integrierten Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen.

Anschließend war Stephani an der Otto-Hahn-Schule in Frankfurt am Main, einer kooperativen Gesamtschule, tätig. Dort hatte sie neben einer Klassenleitung auch die Rollen der Stufenleiterin der Jahrgänge 5 und 6 sowie der Pädagogischen Leitung inne.

Beruflich ist sie somit in der „Gesamtschulwelt“ fest verankert. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen weitgehend auf der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie auf der Ausgestaltung des Ganztags.

„Im Zentrum meiner Bemühungen standen und stehen immer die Schülerinnen und Schüler“, so Stephani. Deren Wohlergehen sei bis heute der größte Antrieb Ihres Tuns. „Sie sollen gerne in die Schule kommen, mit ihren Potenzialen und Begabungen gesehen, gefördert und herausgefordert werden, ohne miteinander verglichen oder etikettiert zu werden“, betont die neue stellvertretende Schulleiterin. Es sei ihr wichtig, Schule zukunftsfähig zu machen und die Schülerinnen und Schüler als ganzheitlich gebildete Persönlichkeiten aus der Schule zu entlassen, die bereit und in der Lage sind, für sich und andere Menschen Verantwortung zu übernehmen.

In diesem Zusammenhang ist sie auch als Trainerin im Fortbildungsprogramm „Lions-Quest“ aktiv, das sich an Lehrkräfte und andere Berufsgruppen aus dem sozialen Bereich wendet. Dieses Programm umfasst pädagogische Methoden und Verfahren, um die Wertebildung, das Demokratieverständnis und damit letztlich die Lebens- und Sozialkompetenz von Kindern und Jugendlichen im Unterricht zu stärken. Hier wird sie in ihrem neuen Umfeld an der Lindenauschule als „Schule ohne Rassismus“ wichtige Praxisimpulse setzen können.

Wir gratulieren Frau Stephani zu ihrer Beauftragung und wünschen ihr für die Zukunft in der Funktion als stellvertretende Schulleiterin an der Lindenauschule viel Erfolg und alles Gute!

Sauberkeitspaten der Lindenauschule wieder in Aktion

Sauberkeitspaten der Lindenauschule wieder in Aktion

Auch in pandemischen Zeiten setzt die Lindenauschule in Hanau-Großauheim im Rahmen des Projekts „Sauberkeitspaten“ ein Zeichen für den Natur- und Umweltschutz. Die Sauberkeitspaten befreien in regelmäßigen Abständen festgelegte Gebiete rund um die Schule von Unrat – in dieser Zeit selbstverständlich unter Beachtung der aufgrund von COVID 19 notwendigen Hygieneauflagen.

Seit einiger Zeit gibt es bei diesem Projekt eine Kooperation zwischen der Lindenauschule, die stolz den Titel der „Umweltschule“ trägt, und dem Grünflächenamt der Stadt Hanau.

Wöchentlich befreien Schülerinnen und Schüler – unabhängig vom Grünflächenamt –  den Lindenaupark vom Müll.

Am Projekt „Sauberkeitspaten“ sind in erster Linie alle Klassen der 5. Jahrgangsstufe beteiligt. Doch auch ältere Schülerinnen und Schüler nehmen an dieser Müllsammelaktion teil – so beteiligen sich regelmäßig auch die Lernenden der Gymnasialen Oberstufe.

Dieses Mal säuberte die Klasse 5b gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Tobias Bauer Teile der Großauheimer Waldsiedlung. Voller Tatendrang und ausgestattet mit Müllzangen, Mülltüten und Handschuhen, die von der Abfallentsorgung der Stadt Hanau zur Verfügung gestellt wurden, durchkämmten die Schülerinnen und Schüler das Gebiet rund um die Schule. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Lindenaupark, der – zum Entsetzen der Schülerinnen und Schüler – stark vermüllt war. Angesichts der gesammelten Müllmengen erwies sich die Aktion wieder als ein voller Erfolg.

In Zeiten von Umweltverschmutzung und immer größerem Müllvandalismus ist es der Schulgemeinde der Lindenauschule eine Herzensangelegenheit, das Gebiet rund um ihr Schulgebäude sauber zu halten und so ein Zeichen für den Natur- und Umweltschutz zu setzen.

Stadtverordneter der Stadt Hanau diskutiert mit Schülerinnen und Schülern der Lindenauschule

Stadtverordneter der Stadt Hanau diskutiert mit Schülerinnen und Schülern der Lindenauschule

Am Mittwoch, dem 10. März 2021, besuchte der Stadtverordnete Wolfgang Schaffert (SPD) die Lindenauschule in Hanau-Großauheim und stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler – in Zeiten von Corona selbstverständlich unter Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen.

Im Unterricht der Abschlussklasse „Praxis und Schule Klasse 9 (PuSch A)“ wurde in den vergangenen Wochen das Thema „Gemeinde und Kommunalwahlen“ ausführlich behandelt. Dabei wurden auch der städtische Haushalt, also die Einnahmen und Ausgaben einer Stadt, die kommunalpolitischen Gremien sowie verschiedene Details zum Wahlverfahren, wie Kumulieren und Panaschieren, thematisiert.

Der Besuch des stellvertretenden Stadtverordnetenvorstehers Schaffert im Unterricht stieß deshalb bei den Schülerinnen und Schülern auf großes Interesse und so stellten sie ihm zahlreiche Fragen.

Gleich am Anfang kam eine Frage zu seiner Motivation, die ihn in diesem Amt antreibt, eine weitere auch zu seiner Tätigkeit als Politiker. Anschließend wurden aktuelle politische Themen der Stadt Hanau, insbesondere die anstehenden Kommunalwahlen, mit den Schülerinnen und Schülern besprochen. Auch seine Tätigkeit als stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher sollte er den Jugendlichen beschreiben. Seine Arbeit in Sport- und Bauausschüssen war ebenfalls Inhalt einer Frage.  „Hanau ist eine wachsende Stadt, die ein enormes planerisches Engagement abverlangt“, so Schaffert.

Kritisch wurde von den Schülerinnen und Schülern angemerkt, dass es bei der Digitalisierung und Schulsanierung in Hanau, gerade an der Lindenauschule, doch erheblichen Verbesserungsbedarf gebe. Schaffert sicherte hier seinen weiteren Einsatz für die Schulgemeinde zu, insbesondere im Rahmen der anstehenden Erweiterung der Integrierten Gesamtschule.

Weiterhin wurde von den Lernenden bemängelt, dass die Fahrradwege und Markierungen zur Schule verbesserungswürdig seien. Dies wurde von den Schülerinnen und Schülern bei den Planungen für den zukünftigen Schülerlotsendienst, der an der Schule eingerichtet werden soll, festgestellt.  Auch bei diesem Punkt will sich Wolfgang Schaffert für eine Abhilfe einsetzen.

Abschließend bat er die jungen Leute, sich für ihre Stadt, auch im politischen Bereich, zu engagieren und später einmal wählen zu gehen. Wolfgang Schafferts Vorschlag ist hier, das Wahlalter, auf kommunaler Ebene, auf 16 Jahre zu senken.

 

Gedenken an die Opfer des Attentats vom 19. Februar 2020

Gedenken an die Opfer des Attentats vom 19. Februar 2020

 

 

Neun Hände,

neun Kerzen,

neun Mal unvorstellbares Leid,

neun Mal ungeheiltes Leid.

 

In diesem Sinn war es in der Zeitung zu lesen, vom Bruder eines Ermordeten. Es sei, sagt er, noch schlimmer geworden: der Schmerz, die Trauer, die Leere – es sei schlimmer geworden im ersten Jahr nach dem Attentat.

So schnell heilt die Zeit keine Wunden. Zuerst einmal zieht sie einen Tag für Tag und jeden Tag aufs Neue hinein in den Schrecken und das Entsetzen, das das Leben der Angehörigen seit dem Attentat begleitet.

Deshalb ist auch eine andere Art der Begleitung wichtig. Es ist vielleicht nur ein kleines Zeichen, nur eine kleine Hilfe. Und trotzdem ist es eine Herzensangelegenheit der Schulgemeinschaft der Lindenauschule, den Angehörigen mit diesen Worten und diesem  Bild ihre Solidarität und ihr Mitgefühl zu bekunden.

 

Am 19. Februar 2020 wurden in unserer Stadt Hanau Menschen aus Fremdenhass ermordet. An einem Tag. In einer Nacht. Töchter und Söhne von Eltern. Brüder und Schwestern einer Familie. Mütter und Väter von Kindern.

Keiner ist vergessen und ihre Namen sind:

 

Ferhat Unvar

Mercedes Kierpacz

Sedat Gürbüz

Gökhan Gültekin

Hamza Kurtović

Kaloyan Velkov

Vili Viorel Păun

Said Nesar Hashemi

Fatih Saraçoğlu

 

Ihre Namen zu lesen und zu hören, erschüttert immer wieder. Quälende Fragen geben keine Ruhe: Warum? Was wäre gewesen, wenn? Wie konnte nur…?

Ihre Namen zu lesen und zu hören, hilft uns aber auch, weil sie uns mahnen:

Wir sollen hinschauen, wo sich Unrecht einschleicht und Fremdenhass  breitmacht.

Wir brauchen Geschick und Mut, um jeden Funken von Hass und Gewalt auszutreten, bevor wieder ein Feuer um sich greift.

Wir brauchen die Sehnsucht nach Zusammenhalt, um aufzustehen für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt, in all unseren Städten und Dörfern.

 

Frieden – Schalom – Salam den Toten, den verletzten Seelen der Angehörigen und unserer Zukunft.

 

 

Wohin nach dem Hauptschulabschluss

Wohin nach dem Hauptschulabschluss

Liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Eltern,

liebe Erziehungsberechtigte,

 

im Sommer verlasst ihr die Schule mit dem Hauptschulabschluss. Wisst ihr denn schon wie es weitergehen soll? Wenn ihr euch noch nicht sicher seid, dann schaut euch unsere Videos auf der Homepage der Lindenauschule an. Dort findet ihr Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten, die ihr mit dem Hauptschulabschluss habt.

Mit und ohne Hauptschulabschluss

 

Wohin nach dem Hauptschulabschluss?

 

Berufsausbildung

 

 

 

Bei Fragen könnt ihr euch gerne an das Team der Jugendwerkstatt wenden! Hier die Kontaktdaten:

 

IGS

Karin Güntsche:

Mail: guentsche@jugendwerkstatt-hanau.de; Handy: 015253500505

Sabine Siemon

Mail: siemon@jugendwerkstatt-hanau.de, Handy: 017642779428

 

PuSCH

Angela Büchner

Mail: buechner@jugendwerkstatt-hanau.de; Handy: 01738163676

 

VB9

Katja Darimont-Weis

Mail: darimont-weis@jugendwerkstatt-hanau.de, Handy: 017645743593

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Das Team der Jugendwerkstatt

Wünsche der Schulseelsorge zum Jahreswechsel

Wünsche der Schulseelsorge zum Jahreswechsel

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen und alle Mitarbeitenden in allen Bereichen!

Mit diesen Worten wollen wir von der Schulseelsorge allen eine gesegnete Zeit wünschen bis wir uns wiedersehen im neuen Jahr, also das tun, was wir sonst im Schulgottesdienst machen. Dieses Jahr ist vieles anders und besonders, und wir sind gezwungen uns danach zu richten. Corona ist uns aufgezwungen und viel Trauer durch die Terror Ereignisse im Februar in Hanau und im Herbst an unserer Partnerschule in Conflans. Das hat das Jahr phasenweise sehr düster gemacht. Und wo Dunkelheit ist, da braucht es auch Licht.

Und das gibt es auch. Es gibt auch Anderes und Besonderes, z.B. einen selbstgemalten Adventskalender im Forum unserer Schule. Gemalt haben ihn die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 im katholischen Religionsunterricht. Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, wie viele mit lebendigen Augen dort gestanden und die Bilder betrachtet haben. Und eine große Freude war es mir selber die Bilder zu sehen und die Texte zu lesen. Da habe ich gelacht, geschmunzelt und gestaunt und ausnahmslos vor allen Bildern mit Bewunderung davor gestanden. Gedacht habe ich zweierlei: erstens, die, die da gemalt haben, haben das sehr, sehr gut gemacht und zweitens habe ich gedacht: das ist ja wie Glückswichteln. Glückswichteln ist federleicht, weil es nichts mit Sachen zu tun hat. Glückswichteln ist, anderen einen Moment zu ermöglichen, in dem es so wie es ist, einfach gut ist. Vor ein paar Tagen habe ich erlebt, wie ein Schüler dafür gesorgt hat, dass die Würde einer Mitschülerin nicht verletzt wird und dafür brauchte er nur ein paar Worte – das war grandios. Wie gesagt, das ist federleicht, aber manchmal auch ganz schön schwer. Das ist allerdings kein Grund, nicht mit zu machen.

Auf jeden Fall hat es viel mit Weihnachten zu tun. Weihnachten ist so eine Art Glückswichteln Gottes. Die alten Geschichten vom Kind in der Krippe, dem Stern, den Hirten, den Tieren, den Eltern und Königen, die Kerzen, die Geschenke, all das steht für eine einzige Botschaft, nämlich das Gott will, dass es immer wieder hell wird in unserem Leben und das er für uns da ist, uns hilft, tröstet und anlächelt, wenn wir es denn zulassen. Ansonsten ist alles nur Deko, aber das ist es eben nicht.

Es ist Gottes Segen zu unserem Lebensweg – und der mag für alle in den nächsten drei Wochen und im neuen Jahr ein guter werden.

Das wünschen wir der ganzen Schulgemeinschaft von Herzen – viele Momente, in denen das Glück bei Euch und Ihnen vorbeischaut. Gottes Segen und Friede sei mit Euch.

Adventskalender an der Lindenauschule

Adventskalender an der Lindenauschule

Seit vielen Jahren findet an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim am letzten Schultag ein Gottesdienst vor den Weihnachtsferien statt. Dieses Jahr lässt sich diese schöne Tradition aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht fortführen.

Trotz allem entschlossen sich die Schülerinnen und Schüler des katholischen Religionskurses im Jahrgang 10 dazu, gerade in diesen schwierigen Zeiten ein weihnachtliches Zeichen zu setzen und in der Integrierten Gesamtschule etwas Wärme und eine festliche Stimmung zu verbreiten. Es entstand ein eigens gestalteter Adventskalender zu dem Thema „Mitten im Leben. Ein Neuaufbruch…unsere adventliche Zeit: Hoffnung und Freude“.

So bastelten sie „Weihnachtstürchen“ in Form von Bildern mit lustigen aber auch nachdenklichen Motiven. Diese wurden in der Pausenhalle der Schule, dem sogenannten „Offenen Info“, aufgehängt und schmücken diese seither mit einem weihnachtlichen Glanz. Von Adventskränzen und Winterlandschaften bis hin zu Bildern vom Hanauer Weihnachtsmarkt ist alles dabei. Besonders die dazugehörigen Texte regen viele Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken an.

In den Motiven des Adventskalenders spiegelt sich die Vorfreude auf Weihnachten aber auch die Hoffnung und die Zuversicht der Jugendlichen wider, dass die frustrierende und deprimierende Zeit der Pandemie auch irgendwann ein Ende haben wird.

Unterstützt wurde das Adventskalender-Projekt von Hannah Ehlers, der angehenden Pastoralassistentin der Großauheimer katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus.

Steffen Schleicher

Gedenken an die Ermordung des Lehrers Samuel Paty

Gedenken an die Ermordung des Lehrers Samuel Paty

Am Nachmittag des 16. Oktober 2020 wurde der Lehrer Samuel Paty aus der französischen Partnerstadt Hanaus, Conflans Sainte-Honorine, in der Nähe seiner Schule ermordet.

Die Betroffenheit der Schülerschaft, des Kollegiums sowie der Schulleitung der Großauheimer Lindenauschule anlässlich dieses schrecklichen Ereignisses ist groß und nach wie vor ungebrochen. In den vergangenen Wochen konnten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften viel Zeit für die Aufarbeitung dieses mörderischen Anschlages nehmen. Im Unterricht wurden die grausame Tat und ihre Hintergründe thematisiert und die Jugendlichen setzten sich intensiv mit den Themen Meinungsfreiheit, Rassismus und Gewalt auseinander.

Seit 1969 besteht nun schon die Schulpartnerschaft zwischen der Lindenauschule und dem Collège du Bois dʼAulne in Frankreich und es finden regelmäßig Schüleraustausche statt. Um der Familie des Opfers Beileid zu wünschen und Anteilnahme auszudrücken, haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-13 Beiträge zu einem Kondolenzbuch geleistet. Dafür wurde jeder Klasse eine Seite zur Verfügung gestellt, die sie individuell gestalten konnte. So sind viele verschiedene Beiträge der Kinder und Jugendlichen, sowohl in Text- als auch in Bildform, zusammengekommen. Darüber hinaus haben auch Menschen außerhalb der Schulgemeinde ihrer Trauer und ihrem Mitgefühl Ausdruck verliehen und eine Seite für das Kondolenzbuch gestaltet. Alle Beiträge wurden schließlich zusammengefasst und – ergänzt um ein an die Opferfamilie adressiertes Vorwort auf Deutsch sowie Französisch – zu einem Buch gebunden.

Ursprünglich war geplant, dass der Ortsvorsteher von Hanau-Großauheim, Reiner Dunkel, dieses Kondolenzbuch persönlich im französischen Conflans übergeben sollte. Da sich dieses Vorhaben aber aufgrund der Corona-Pandemie nicht zeitnah realisieren lässt, lud der Schulleiter der Lindenauschule, Dr. Hermann Alig, am Dienstag, dem 15. Dezember, zu einem Treffen ein, bei dem das Kondolenzbuch übergeben werden sollte. Anwesend waren neben Hermann Alig und Jörn Schachtner von der Schulleitung der Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Claus Kaminsky, der Ortsvorsteher von Hanau-Großauheim, Reiner Dunkel, die Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck, ihr Stellvertreter Wolfgang Schaffert sowie Hubert Wenzel, der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Großauheim e. V.

Hermann Alig übergab das Kondolenzbuch an Hubert Wenzel, der das Kondolenzbuch dann postalisch nach Conflans schicken wird. OB Claus Kaminsky bedankte sich bei allen Beteiligten für das Erstellen des Buches und betonte, wie wichtig und richtig diese Geste der Anteilnahme ist. „Wenn die Schule nicht der Ort ist, an dem wir den Wertekanon unserer Gesellschaft vermitteln, wem überlassen wir dann das Feld?“, merkte der SPD-Politiker an.

Für die Lindenauschule als „Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage“, war es eine besondere Verpflichtung, der Ermordung des Lehrer Samuel Paty mit diesem Kondolenzbuch zu gedenken und so ihre Anteilnahme auszudrücken. Auch in Zukunft will die Schule die Erinnerung an diesen Mordanschlag wachhalten. Nur so kann dafür gesorgt werden, dass Rassismus, Terror und Gewalt in unserer Gesellschaft keine Zukunft haben.

 

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