19.02 2020 – Attentat in Hanau
DENK…MAL des Monats Februar


19.02 2020 – Attentat in Hanau

Auch in diesem Jahr begab sich der 7. Jahrgang der Lindenauschule aus Hanau-Großauheim auf die traditionelle Skifreizeit. Ziel waren die malerischen Skigebiete Goldeck bei Spittal an der Drau sowie der Mölltaler Gletscher. Die Schülerinnen und Schüler waren in den charmanten Orten Obervellach und Millstatt am idyllischen Millstätter See untergebracht.
Begleitet von ihren engagierten Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern konnten die rund 150 Jugendlichen bei strahlendem Sonnenschein ihre ersten Erfahrungen im alpinen Skilauf sammeln oder bereits vorhandene Techniken verbessern. In leistungsgerechten Gruppen wurde individuell auf die Fähigkeiten der Teilnehmenden eingegangen, sodass jede und jeder am Ende der Woche persönliche Erfolge verbuchen konnte. Viele Schülerinnen und Schüler erlernten in diesen Tagen das Skifahren von Grund auf.
Besonders gelobt wurden die Unterkünfte, die mit ihrem hervorragenden Essen sowie freundlichen Mitarbeitern und Gastgebern eine angenehme Atmosphäre schufen. Auch die zuverlässigen und hilfsbereiten Busfahrer trugen zur rundum positiven Stimmung bei.
Die beeindruckende Berglandschaft Österreichs begeisterte die jungen Wintersportler. Das Panorama der hochalpinen Region auf über 1.600 Metern Höhe hinterließ nachhaltige Eindrücke und machte die Skifreizeit zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Auch abseits der Pisten wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten: Kinoabende, Gesellschaftsspiele, Turniere, eine stimmungsvolle Nachtwanderung sowie gesellige Lagerfeuerrunden mit Kakao sorgten für gemeinschaftliche Erlebnisse. Den krönenden Abschluss bildete eine ausgelassene Diskonacht.
Die Skifreizeit der 7. Jahrgangsstufe ist seit vielen Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Schulprogramms der Lindenauschule. Sie bietet allen Kindern die Möglichkeit, sich sportlich weiterzuentwickeln, neue Herausforderungen zu meistern und wertvolle Gemeinschaftserfahrungen zu sammeln. Auch in Zukunft bleibt diese Tradition ein Highlight im Schulleben.
Steffen Schleicher

Wie es seit nunmehr zwanzig Jahren Tradition ist, findet der Regionalwettbewerb Jugend debattiert im Februar an einem Nachmittag von 13 – 18 Uhr an der Otto-Hahn Schule in Hanau statt. Dieses Jahr waren sieben Schulen für den Debattierwettbewerb in den Jahrgangsstufen SEK. I und SEK. II angemeldet. Die Lindenauschule nahm am Wettbewerb der SEK.II teil. Neben der Lindenauschule kamen die Debattierenden aus der Karl-Rehbein Schule, der Hohen Landesschule Hanau, der Kaufmännischen Schule Hanau, dem Kreuzburggymnasium in Großkrotzenburg, der Otto-Hahn-Schule Hanau und dem Albert-Einstein Gymnasium Maintal.
Sahra Eren und Vanessa Konfronova stellten sich aus der Lindenauschule dem Wettbewerb. Als Juroren unterstützten Herr Seidel und Frau Hartmann die Veranstaltung. Eine tolle Unterstützung erhielten unsere beiden Debattantinnen durch Ella Niemkiewicz, welche als Nachrückerin verantwortungsbewusst mit angereist war, Melisa Zeqiri sowie Julia Simmich, die sich liebevoll um die Debattantinnen kümmerten und sicher auch aus den Debatten einen Erkenntnisgewinn ziehen konnten. Vielen Dank, dass ihr da wart!
In den beiden Qualifikationsdebatten ging es um die Fragen: „Soll Pyrotechnik in deutschen Fußballstadien erlaubt werden?“ und: „Sollen extreme Parteien von Diskussionsrunden ausgeschlossen werden?“
Die Erlaubnis, der bislang in den Stadien verbotenen Pyrotechnik war trotz des Aspektes der Gewährung des Rechtes auf persönliche Freiheit und Selbstentfaltung nicht so leicht zu verteidigen. Dem gegenüber wurde sehr schnell auch die im selben Grundgesetzartikel zugesicherte körperliche Unversehrtheit und Sicherheit in die Diskussion eingebracht.
Bei dem Ausschluss extremer Parteien von Diskussionsveranstaltungen stand und fiel die Argumentation entlang der Begrifflichkeiten. Hier standen sich die Vorstellungen einer wehrhaften Demokratie und die Definitionen der Meinungsfreiheit und was als extreme Partei zu qualifizieren sei, gegenüber.
Nach den beiden Qualifikationsdebatten errechnete das Turnierbüro die erreichten Punkte und eine Rangfolge nach Punkten. Die vier Debattanten mit den meisten Punkten traten im Anschluss im Finale ihrer Altersgruppe gegeneinander an. Das Finale zur Fragestellung: Sollen ehrenamtlich Engagierte einen staatlichen Zuschuss zum Führerschein gewährt bekommen?, fand leider ohne die Beteiligung der Lindenauschule statt. Am Ende hatte der Schüler Luca Herget aus der Otto-Hahn-Schule beim Wettbewerb der Altersstufe der SEK. II die Nase vorn.
Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die Ermöglichung dieses interessanten Nachmittages im Debattierwettbewerb bedanken! Ich hoffe, die Freude am überzeugenden Argumentieren bleibt Euch erhalten!
Sandra Hartmann
Schulkoordinatorin Jugend debattiert

Am Dienstag, dem 11. Februar 2025, stellten sich die beiden Sport-Leistungskurse der Lindenauschule in Hanau-Großauheim einer besonderen Herausforderung: dem Polizei-Sporteignungstest. Unter der Leitung von Herrn Noe und Herrn Behnsen absolvierten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Disziplinen, die Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit auf die Probe stellten.
Zwei Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Offenbach reisten an, um den Test durchzuführen und den Nachwuchs auf seine sportliche Eignung für den Polizeidienst zu prüfen. Zum Prüfungsprogramm gehörten Bankdrücken, ein Achterlauf, ein 5-Sprung sowie ein 500-Meter-Pendellauf.
Mit großem Einsatz und Ehrgeiz stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herausforderung und erzielten beachtliche Ergebnisse. Viele von ihnen überzeugten mit hervorragenden Leistungen – beste Voraussetzungen für eine mögliche Karriere im Polizeidienst.
Die Veranstaltung bot den Schülerinnen und Schülern nicht nur wertvolle Einblicke in die sportlichen Anforderungen des Polizeiberufs, sondern auch eine motivierende Erfahrung für ihre weitere berufliche Orientierung.

Auch in diesem Schuljahr setzte die Lindenauschule ihre bewährte Tradition fort und rief zu einer Spendenaktion zugunsten der Hanauer Tafel auf. Gerade in herausfordernden Zeiten wollte die Fachschaft Religion/Ethik ein Zeichen der Solidarität setzen und bedürftige Menschen unterstützen.
Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Angestellte waren eingeladen, sich mit einer Sachspende an der Aktion zu beteiligen. Die Hanauer Tafel erhält zwar viele Lebensmittel von Supermärkten, doch meist handelt es sich dabei um Produkte mit kurzer Haltbarkeit. Besonders dringend benötigt werden daher haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis sowie Hygieneartikel wie Shampoo oder Waschmittel. Auch kleine Aufmerksamkeiten wie ein Glas Nutella können Kindern eine Freude bereiten.

Bis Mitte Januar sammelte die Schulgemeinschaft zahlreiche Sachspenden, die schließlich am Mittwoch, dem 5. Februar 2025, an die Hanauer Tafel übergeben wurden. Annette Geier-Neugebauer, die Leiterin der Hanauer Tafel, bedankte sich herzlich für die großzügige Unterstützung.
Die Lindenauschule in Großauheim, eine Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, plant auch in Zukunft weitere Aktionen zugunsten der Hanauer Tafel und hofft, mit ihrem Engagement einen Beitrag für eine sozialere und gerechtere Gesellschaft leisten zu können.
Julia Völker

Am 03. Februar 2025 fand während der dritten bis zur fünften Stunde der Schulwettbewerb Jugend debattiert der elften Klassen im Klausurraum der Großauheimer Lindenauschule statt. Alle Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufe waren eingeladen, Zeugen der Ermittlung der Schulsiegerinnen des diesjährigen Debattierwettbewerbes zu sein.
In den letzten Wochen haben die Lernenden aller elften Klassen im Deutsch und POWI-Unterricht die Grundlagen des Debattierens erlernt und in Klassendebatten ihre jeweiligen Klassensieger gekürt. Im Schulwettbewerb ging es darum, aus den vier Klassensiegerinnen die beiden Schulsiegerinnen in zwei Debatten herauszufinden. Angetreten sind: Sarah Eren für die 11A, Aaliyah Maria Johnson für die 11B, Ella Niemkiewicz für die 11C und Vanessa Kofronova für die 11D. Die Jury bildeten die Jurorinnen Frau Väth, Frau Leuger-Alves und der Juror Herr Haamel. Die Aufgabe des Zeitwächters übernahm Konstantinos Savvidis aus der Klasse 11C. Vielen Dank!
Es wurden die Fragen debattiert, ob an jedem Schultag eine Unterrichtsstunde Sport stattfinden sollte und in der zweiten Runde: Sollten Zoos in Deutschland verboten werden?
Während Sport in der Schule mit allerlei Vorbereitungen und formalen Akten verbunden ist, scheint die Idee einer Stunde Bewegung pro Schultag durchaus sinnvoll zu sein. Allein aufgrund des zu betreibenden Aufwandes der Durchführung scheint ein alternatives Format, in dem mehr Bewegung an Schultagen für alle Schüler ermöglicht wird, aussichtsreicher zu sein. Auch die Forderung nach Schließung von Zoos, die vor allem die nicht artgerechten Haltungsbedingungen für die Tiere anklagt, ließ sich nicht so einfach argumentieren. Dass Zoos einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Menschen auch mit Arten in Kontakt kommen können, die sie wahrscheinlich niemals in ihrem Leben zu Gesicht bekommen würden, spreche für die Zoos. Auch sei es im Zoo möglich, vom Aussterben bedrohte Arten insoweit zu schützen, dass Bedingungen geschaffen werden können, um den Tieren Fortpflanzung zu ermöglichen. Ein bekanntes Beispiel dafür seien die Pandabären.
Im Anschluss an die Debatten tagte jeweils die Jury und beurteilte die einzelnen Debattierleistungen. Nach der ersten Debatte erhielten die Debattanten ein Feedback, nach der zweiten Debatte standen die Schulsiegerinnen dieses Jahres fest: Sahra Eren aus der Klasse 11A gewann den Wettbewerb ganz knapp vor Vanessa Kofronova aus der 11D. Herzlichen Glückwunsch! Damit sind alle vier Klassensiegerinnen für den Regionalwettbewerb am 12. Februar 2025 in der Otto-Hahn Schule qualifiziert. Sahra und Vanessa sind im Regionalwettbewerb als Debattantinnen gesetzt, Ella und Aaliyah sind die Nachrückerinnen.

In den letzten Tagen des Novembers öffnete das Museum Großauheim zum letzten Mal seine Ausstellungsräume, um Schulklassen den Besuch der Sonderausstellung ¿Angeworben-Angekommen? zu ermöglichen. Im Januar folgt nun der Abbau der Installationen. Die Ausstellung, die in Kooperation mit den Hanauer Museen gestaltet wurde, beleuchtete erstmalig die Geschichte der sog. Gastarbeiter, die in den frühen 60er Jahren nach Großauheim und Umgebung kamen und stellte diese in den Gesamtkomplex der Arbeitsmigration in die junge Bundesrepublik, die durch das starke Wirtschaftswachstum der 50er Jahre ausgelöst wurde.
Allein die Ausstellung in Großauheim hatten bis Dezember 2023 weit über 3000 Gäste besucht. Zahlreiche Besucher konnten in den kommenden 12 Monaten in Großauheim – und von Januar 2024 bis Ende April 2024 zusätzlich im Instituto Cervantes im Frankfurter Westend – begrüßt werden. Am letzten Tag nahmen über 80 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit wahr, mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die Ausstellung zu besuchen. Neben Schülerinnen und Schülern der Lindenauschule besuchten auch Lernende anderer Schulen und Bildungseinrichtungen die Sonderausstellung: Darunter Schülerinnen und Schüler des muttersprachlichen Spanischunterrichts für MKK und Frankfurt mit ihrer spanischen Lehrkraft und zahleichen Eltern sowie Großeltern der Lernenden. Ebenso konnten Studierende Frankfurter Hochschulen in Begleitung ihrer Professorinnen und Professoren als Gäste in der Großauheimer Ausstellung begrüßt werden. Martina Droste, Direktorin für junges Theater im Schauspielhaus Frankfurt, reiste aus Frankfurt an, um die Ausstellung als Inspirationsquelle für eigene Theaterprojekte zu nutzen. Über zwei Stunden nahm sie sich für das Studium der von den Schülerinnen und Schüler geführten Interviews Zeit und machte sich begleitend zahlreiche Notizen. Für die geleistete Arbeit sprach die Theaterdirektorin den Schülerinnen und Schülern der Lindenauschule ein großes Lob aus.
Als Vertreter ihrer Länder besichtigten die Generalkonsuln von Spanien (Ausstellung im Instituto Cervantes Frankfurt) und Italien die Ausstellung. Der Besuch des italienischen Generalkonsuls fand gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Claus Kaminsky, statt.

Die Arbeitsmigranten der ersten Phase der Einwanderung nach Großauheim stammten fast ausschließlich aus Spanien und Italien. Darüber hinaus war die in Großauheim angesiedelte Firma Brown Boveri & Cie deutschlandweit das erste Unternehmen, das nach dem deutsch-spanischen Arbeitskommen ein Kontingent spanischer Arbeitsmigranten unter Vertrag nahm – aus diesem Grund legt die Ausstellung den Fokus auf die spanische und italienische Migration.
Zahlreiche weitere Projekte wurden durch das Projekt inspiriert und initiiert: Angeleitet von Dokumentarfilmer und Theaterregisseur Sascha Schmidt haben Studierende für Kultur in der sozialen Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences aus Biografien spanischer Migrantinnen und Migranten eine dokumentarische Theaterinszenierung geschaffen. In Vorbereitung der Aufführung hatten die Studierenden mit ihrer Professorin Ulrike Pfeifer und Regisseur Sascha Schmidt die Ausstellung in Großauheim besucht. Die Aufführung fand am 27. Januar 2024 – einem Samstagabend – vor hunderten Gästen im Instituto Cervantes Frankfurt statt.
Am 9. Juni 2023 wurde im Museum Großauheim die Übersetzung des Buches Barraca 5, Habitación 11 von Antonio Cantero Galisteo präsentiert. Im Buch beschreibt das lyrische Ich die Erlebnisse der ehemaligen spanischen Arbeitsmigranten, die zu Beginn der 60er Jahre nach Deutschland kamen, um in der elektrotechnischen Fabrik Brown Boveri & Cie (heute ABB) in Hanau-Großauheim zu arbeiten. Dem Autor ist in der Ausstellung ein eigener Bereich gewidmet. Sein Buch bildete eine wichtige Quelle für die Erforschung der Arbeitsmigration nach Großauheim und Hanau. Der überwiegende Teil des Buches wurde von zwei Spanischkursen der VHS Hanau ins Deutsche übersetzt. Anlässlich der Veröffentlichung reisten die spanischen Familienangehörigen des bereits verstorbenen Autors nach Großauheim und wohnten den Feierlichkeiten der Buchpräsentation im Museum am Pfortenwingert bei.
Da in den kommenden Jahren eine sowohl analoge als auch digitale Quellenedition zum Thema „Arbeitsmigration in Hessen nach 1945“ geplant ist , besuchten am 30. August 2023 der Historiker Dr. Wilfried Rudloff und Maximilian Hammer vom Hessischen Institut für Landesgeschichte die Schülerausstellung „¿Angeworben-Angekommen?“ im Museum Großauheim. Im Rahmen eines Workshops im Hessischen Landesarchiv hatte das Kuratorenteam (Dr. Victoria Asschenfeldt, Wolfgang Hombach und Sebastian Saliger) den anwesenden Geschichtswissenschaftlern bereits einen Eindruck von Konzeption und Realisierung der Ausstellung vermittelt. Dr. Wilfried Rudloff und Maximilian Hammer reisten im August nach Großauheim, um sich ein genaueres Bild von der gemeinsamen Ausstellung der Lindenauschule mit den Hanauer Museen zu machen. Im Besonderen diente der Besuch, um Material zu sichten, das geeignet ist, die geplante analoge und digitale Quellenedition für die Region Hanau zu ergänzen.
Im Rahmen des Projektes Europa macht Schule -ein Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes – fand im Frühjahr 2024 ein gemeinsamer Workshop mit einem Grundkurs Geschichte der Jahrgangsstufe 12 und einer italienischen Studentin statt, die in Frankfurt die Ausstellung besucht hatte. Gemeinsam mit den Lernenden beleuchtete Mariella Scalera aktuelle Migrationsbewegungen nach Spanien und Italien.
Ende des Jahres 2024 wurde ein gemeinsames Seminar zum Thema „Gastarbeit“ mit internationalen Studierenden der Hochschule für Bildende Künste–Städelschule gestaltet, in Rahmen dessen die Ausstellung der Lindenauschule vom Kurator der Ausstellung – Sebastian Saliger – präsentiert wurde.
Neben den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die den Weg nach Großauheim fanden, zeigte die Resonanz in Presse und Medien die Relevanz des Themas auf: So berichtete ausführlich die überregionale spanische und deutsche Presse von der Ausstellung. Der spanischen Radiosender RTVE – die größte spanische Rundfunkanstalt – als auch Radio Nacional de España thematisierten das Ausstellungsprojekt und präsentierten Aussagen von Schülerinnen und Schülern zur Mitarbeit an dem Projekt in der Sendung.
Auch zeugen die zahlreichen – und vielsprachigen – Kommentare in dem Gästebuch der Ausstellung vom positiven Echo des Projektes. So schrieb ein Gast: „Eine schöne Ausstellung. Schön, wenn im örtlichen Museum Menschen aus dem Ort die Chance erhalten, von ihrer Geschichte zu erzählen. Eine echte Bereicherung! Ein Dank an die Aussteller und vor allem an die Lindenauschule!“
Eine andere Besucherin bemerkte: „Total klasse! Wunderbar! Und gerade in diesen Zeiten ein so wichtiges Thema. Schade, dass die Ausstellung nicht zur Dauerausstellung wird. Da müsste sich doch hier in Großauheim eine Örtlichkeit finden lassen.“
Ein spanischer Gast resümierte kürzer: „Fantástica exposición. Gracias y felicidades.“
Die Lindenauschule bedankt sich bei den zahlreichen Gästen der Ausstellung, allen Förderern und Unterstützern – und allen voran bei den Schülerinnen und Schülern der Lindenauschule, die an dem Projekt mitgewirkt und die Ausstellung und ihre Folgeprojekte überhaupt erst möglich gemacht haben.
Sebastian Saliger

Zum Abschluss des ersten Schulhalbjahres widmete sich die gesamte Jahrgangsstufe 10 der Großauheimer Lindenauschule einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Im Rahmen des Geschichtsunterrichts stand die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg im Fokus. Die Gesamtorganisation des Projekts lag in den Händen von Annika Werner aus dem Fachbereich 2 der Lindenauschule.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war ein Vorbereitungstag, an dem sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Entrechtung und Ermordung von Menschen mit Behinderungen im Dritten Reich befassten. In Klassen- und Gemeinschaftsvorträgen wurden die historischen Hintergründe und Mechanismen der NS-Euthanasie dargelegt und reflektiert. Die zugrunde liegende Ideologie der Eugenik, die bereits vor der NS-Zeit existierte, wurde dabei kritisch betrachtet. Die Rassenlehre propagierte die radikale Vorstellung, dass Menschen mit Einschränkungen als „nicht lebenswert“ und als „Volksschädlinge“ stigmatisiert wurden. Diese menschenverachtenden Theorien bildeten den Nährboden für die systematische Ermordung zahlreicher unschuldiger Menschen während des Zweiten Weltkriegs.

Ein besonderer Höhepunkt des Projekts war die Exkursion zur Gedenkstätte Hadamar in Hessen. Vor Ort setzten sich die Schülerinnen und Schüler in Workshops und Führungen mit den historischen Fakten sowie dem individuellen menschlichen Leid auseinander. Besonders die Biografiearbeit half, die Schicksale einzelner Opfer nachzuvollziehen und sich empathisch in deren Lebensrealität hineinzuversetzen.
Während der Führungen wurde eindringlich geschildert, wie die Opfer in Bussen nach Hadamar transportiert, entrechtet und schließlich ermordet wurden. Trotz Protesten aus Teilen der Bevölkerung und der Kirchen im Jahr 1941 wurde die Tötungspraxis nach einer kurzen Unterbrechung fortgesetzt. In Hadamar fielen etwa 15.000 Menschen der systematischen Ermordung zum Opfer – durch Vergasung, Verhungernlassen, Giftspritzen oder tödliche Medikamentengaben. Nach den Morden erhielten die Angehörigen sogenannte „Trostbriefe“ mit falschen Todesursachen. Viele der verantwortlichen Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger wurden nach dem Krieg kaum juristisch zur Rechenschaft gezogen.
Die Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule waren tief betroffen und zeigten großes Interesse sowie Sensibilität im Umgang mit diesem schwierigen Thema. Eine Schülerin brachte die Eindrücke der Exkursion mit bewegenden Worten auf den Punkt: „So etwas darf nie wieder in Deutschland passieren. So etwas darf nie wieder Menschen angetan werden.“
Als „Schule ohne Rassismus“ legt die Lindenauschule in Hanau-Großauheim großen Wert auf eine lebendige Erinnerungskultur und pflegt eine enge Kooperation mit dem Sozialverband VdK. Der Besuch der Gedenkstätte Hadamar ist daher nicht nur ein fester Bestandteil des schulischen Geschichtsunterrichts, sondern auch ein bedeutender Beitrag zur gelebten Erinnerungskultur. Auch in Zukunft soll dieser Projekttag ein fester Bestandteil des Schulprogramms bleiben.
Steffen Schleicher

Die Schülerinnen Leonie Klimt, Eleonora Eftimova und Sandy Karl aus der Klasse 8a nehmen an der 22. Internationalen JuniorScienceOlympiade 2025 teil. Diesmal lautete das Thema des Wettbewerbs wie folgt:
„Papperlapapp! – alles nur dummes Geschwätz? Von wegen! Papier ist ein faszinierender Werkstoff, der auch mit der Digitalisierung nicht aus all unseren Lebensbereichen wegzudenken ist. Hast du Lust, die Vielfalt von Papier zu erforschen? Dann versuche dich an den folgenden Aufgaben.“
Die Schülerinnen nahmen die Herausforderung an und verglichen im 1. Experiment folgende Papiere miteinander: Normales 80g Papier, Küchenrolle, Papiertaschentücher und Toilettenpapier. Sie untersuchten hierfür zunächst die Oberfläche der Papiere, durchleuchteten sie mit einer Taschenlampe und zerrissen sie. Ihre Beobachtungen hielten sie mit Hilfe einer Tabelle fest. Weiter verglichen die Schülerinnen die Papiere, indem sie diese in Gläser mit Wasser legten und beobachteten wie sich die Papiere innerhalb von 60 Minuten im Wasser verhielten. Die Beobachtungen sollten in Zusammenhang mit den Inhaltsstoffen der Papiere erklärt werden. Außerdem sollte die Entsorgung von Papiertaschentüchern in der Toilette beurteilt werden.
Im 2. Experiment ging es um die Inhaltstoffe Cellulose und Stärke, die im Papier stecken. Die Schülerinnen schrieben zunächst mit Tinte auf drei verschiedene Papiere und notierten die Beobachtungen. Dann wiesen sie mit Hilfe von Lugolscher Lösung die Stärke in den Papieren nach, um deren Auswirkung auf die Beschreibbarkeit der Papiere zu erklären. Zum Schluss sollte mit einem Geldscheinprüfstift ein Echt- und ein Spielgeldschein bemalt werden und dessen Funktionsweise erklärt werden.
Für das 3. Experiment bauten die Schülerinnen drei Papierbrücken: Eine mit zehn Zacken, eine mit fünf Zacken und eine mit drei Zacken. So konnte eine unterschiedliche Stabilität hergestellt werden, welche nun getestet werden sollte: Sie legten unterschiedlich schwere Objekte darauf (z. B. Bücher, Kartoffeln, Stifte… etc.) und dokumentierten, wo die jeweilige Belastungsgrenze lag. Nun sollten die Papierbrücken mit Wellpappe verglichen werden und ein Rückschluss auf dessen Aufbau und Belastbarkeit gezogen werden.
Wir sind gespannt, wie die Schülerinnen beim Wettbewerb abschneiden werden und wünschen ihnen viel Erfolg!

Am 29. Januar 2025 stand für die Schülerinnen und Schüler der PUSCH-Klasse 9 der Lindenauschule ein besonderes Seminar auf dem Programm: „Der erste Eindruck zählt!“. Ziel war es, die Jugendlichen gezielt auf Bewerbungsgespräche vorzubereiten und ihnen wertvolle Tipps für den Einstieg ins Berufsleben zu geben. Die PUSCH-Klasse, die einen starken Praxisbezug hat – mit wöchentlichen Praxistagen in Betrieben, Berufsorientierung und Arbeitslehre – traf sich in den Räumlichkeiten der Jugendwerkstatt Hanau e.V. in der Gustav-Hoch-Straße 10. Dort erhielten sie von zwei pädagogischen Mitarbeiterinnen der Jugendwerkstatt hilfreiche Anregungen und Strategien für eine erfolgreiche Selbstpräsentation.
Ein besonderer Fokus lag auf dem äußeren Erscheinungsbild und dem ersten Eindruck bei Bewerbungsgesprächen. Hierzu gab das Team des Friseursalons „Vielhaarmony by Michelle“ aus Linsengericht wertvolle Styling-Tipps für ein gepflegtes und professionelles Auftreten. Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Jugendwerkstatt hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, Vorstellungsgespräche in praxisnahen Rollenspielen zu üben. Dabei konnten sie ihr Auftreten verbessern und sich auf reale Bewerbungssituationen vorbereiten. Zum Abschluss des Tages erhielten alle Schülerinnen und Schüler professionelle Bewerbungsfotos, die der Großauheimer Fotograf Roland Grün anfertigte.
Das Bewerbungstraining wurde von der Jugendwerkstatt Hanau e.V. finanziert und durchgeführt. Die PUSCH-Klasse (Praktikum und Schule) wird durch das Land Hessen und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
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