Workshop „Storytelling in einer Minute“

Workshop „Storytelling in einer Minute“

Am 24. Februar 2026 nahm die Klasse 8b der Lindenauschule am Workshop „Storytelling in einer Minute“ des Hessischen Rundfunks teil.

Zu Beginn beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, was ein gutes Video ausmacht. Gemeinsam erarbeiteten sie Kriterien für einen gelungenen Aufbau: ein spannender Einstieg, eine klare Struktur und Inhalte, die die Aufmerksamkeit der Zuschauerinnen und Zuschauer halten. Dabei wurde auch besprochen, warum manche Videos in sozialen Medien sofort fesseln und andere beim Scrollen schnell übersprungen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem bewussten Umgang mit Social Media. Die Klasse reflektierte, wie Inhalte auf Plattformen wirken, wie schnell sich Informationen verbreiten und welche Verantwortung mit dem Erstellen und Teilen von Beiträgen verbunden ist. Ziel war es, die Medienkompetenz der Jugendlichen zu stärken und sie zu einem kritischen Umgang mit digitalen Inhalten zu ermutigen.

Im praktischen Teil arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit Fact Sheets zu verschiedenen Themen, etwa „Wie teuer ist Schulschwänzen?“, „Berufe nach der mittleren Reife“ oder „Berufe mit Tieren“. In Kleingruppen entwickelten sie eigene Ideen, schrieben kurze Scripts und setzten diese in kreative Kurzvideos um.

Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre Videos im Plenum und erhielten wertschätzendes Feedback. Der Projekttag bot den Jugendlichen eine spannende Mischung aus Kreativität, Medienbildung und Präsentationserfahrung.

Besuch der Hanauer Tafel an der Lindenauschule

Besuch der Hanauer Tafel an der Lindenauschule

Am 5. März 2026 erhielt die Lindenauschule in Großauheim besonderen Besuch: Annette Geier-Neugebauer, Leiterin der Hanauer Tafel, sprach im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts mit den Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen über die Arbeit der Hilfsorganisation.

In ihrem Vortrag erklärte Geier-Neugebauer anschaulich, was die Hanauer Tafel ist und wie sie arbeitet. Sie berichtete, wie überschüssige, aber noch einwandfreie Lebensmittel gesammelt und an Menschen weitergegeben werden, die Unterstützung benötigen.

Im Anschluss an die Präsentation hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Fünftklässler zeigten sich dabei neugierig und interessiert und wollten unter anderem wissen, wie viele Menschen von der Tafel unterstützt werden und wie die Lebensmittel verteilt werden.

Der Besuch stand im Zusammenhang mit der jährlichen Spendenaktion der integrierten Gesamtschule. Seit mehreren Jahren unterstützt die Lindenauschule die Hanauer Tafel durch das Sammeln haltbarer Lebensmittel. In diesem Jahr findet die Aktion parallel zur christlichen Fastenzeit sowie zum muslimischen Ramadan statt. Beide religiösen Zeiten stehen traditionell auch für Besinnung, Teilen und Solidarität mit Menschen, denen es nicht so gut geht.

Der Besuch von Annette Geier-Neugebauer bot den Schülerinnen und Schülern einen direkten Einblick in die Arbeit der Tafel und verdeutlichte, wie wichtig soziales Engagement im Alltag ist. Die Veranstaltung wurde von allen Beteiligten als gelungen wahrgenommen und stärkte das Bewusstsein der Jugendlichen für Hilfsbereitschaft und gesellschaftliche Verantwortung.

Julia Völker

 

Jung hilft Alt

Jung hilft Alt

Im Rahmen der Kooperation „Jung hilft / trifft Alt“ zwischen der Martin-Luther-Stiftung Hanau und der Lindenauschule haben Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses der Jahrgangsstufe 10 ein besonderes Projekt umgesetzt: In der Hauptstelle der Stiftung in Hanau gestalteten sie ein Smartphone- und Tablet-Seminar für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Für einen Nachmittag wechselten die Jugendlichen die Rollen und wurden selbst zu Lehrkräften. Geduldig erklärten sie den älteren Herrschaften grundlegende Funktionen rund um Smartphone und Tablet. Viele praktische Fragen standen im Mittelpunkt:

Wie richte ich ein Adressbuch ein?

Wie mache und speichere ich Fotos?

Wie versende ich Bilder oder kleine Filme?

Wie finde ich im Internet eine passende Bahn- oder Busverbindung?

Auch die Handhabung von Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Nutzung im Alltag interessierte die älteren Herrschaften sehr.

Mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen unterstützten die Schülerinnen und Schüler die Teilnehmenden Schritt für Schritt. Die Seniorinnen und Senioren zeigten großes Interesse, stellten zahlreiche Fragen und arbeiteten motiviert mit. So entstand eine lebendige Lernatmosphäre, in der beide Seiten voneinander profitierten.

Organisiert und begleitet wurde der Nachmittag von Lucia Zeh, Leiterin der sozialen Betreuung an der Hauptstelle der Martin-Luther-Stiftung. Sie sorgte für einen reibungslosen Ablauf und einen passenden Rahmen für die Begegnung zwischen Jung und Alt.

Neben dem digitalen Lernen stand vor allem der persönliche Austausch im Vordergrund. Die Jugendlichen erfuhren mehr über den Alltag und das Leben in der Einrichtung, während die Bewohnerinnen und Bewohner Einblicke in die Lebenswelt der jungen Generation erhielten. Es wurde gelacht, erzählt und gemeinsam ausprobiert.

Ein weiteres Smartphone-Seminar ist bereits für Ende März geplant. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie gewinnbringend generationenübergreifende Zusammenarbeit sein kann: Die Älteren erweitern ihre medialen Kompetenzen – und die Jüngeren erleben, wie es ist, Verantwortung zu übernehmen und selbst in die Rolle des Lehrenden zu schlüpfen.

Steffen Schleicher

Einfühlsamer Besuch im Religionsunterricht

Einfühlsamer Besuch im Religionsunterricht

Im katholischen und evangelischen Religionskurs der Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule stand in den vergangenen Wochen ein sensibles und zugleich lebensnahes Thema im Mittelpunkt: Tod, Sterben und Trauer. Um den Schülerinnen und Schülern einen noch intensiveren Einblick in dieses wichtige Themenfeld zu ermöglichen, besuchte Frau Lisa Criseo-Brack, Leiterin des Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Hanau, den Unterricht.

Im Forum der Schule berichtete Frau Criseo-Brack sehr einfühlsam aus ihrer täglichen Arbeit. Sie erklärte, was Hospizarbeit bedeutet, wie Familien in schweren Zeiten begleitet werden und welche Rolle Trauerbegleitung – besonders bei Kindern und Jugendlichen – spielt. Dabei wurde deutlich: Hospizarbeit bedeutet nicht nur Sterbebegleitung, sondern vor allem Unterstützung im Leben – mit Gesprächen, Zeit, Trost und menschlicher Nähe.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor intensiv mit den Begriffen „Tod“, „Sterben“, „Trauer“ und „Hospiz“ auseinandergesetzt. Während der Veranstaltung konnten sie ihre Gedanken, Fragen und auch persönlichen Erfahrungen einbringen. In Kleingruppen wurden Fragen gemeinsam bearbeitet und besprochen. So entstand innerhalb der zwei Schulstunden ein offenes, respektvolles und tiefgehendes Gespräch.

Gerade im Rahmen der Schulseelsorge ist es der Lindenauschule ein wichtiges Anliegen, über Themen wie Abschied und Verlust zu sprechen. Denn Trauer begegnet jungen Menschen in unterschiedlichen Formen: Der Tod eines Haustieres, der Verlust eines Großelternteils oder – besonders einschneidend – eines Elternteils. Auch Trennungen und andere Abschiede können schmerzhafte Erfahrungen sein. Frau Criseo-Brack gab den Jugendlichen einen geschützten Raum, um darüber nachzudenken, Fragen zu stellen und eigene Gefühle zu reflektieren.

Am Ende stand nicht nur ein besseres Verständnis für die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes, sondern auch die Erkenntnis, wie wichtig es ist, über Trauer zu sprechen und Unterstützung anzunehmen.

Für die Zukunft ist eine weitere Kooperation zwischen der Lindenauschule und dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Hanau geplant – insbesondere für den Fall, dass Schülerinnen oder Schüler in ihrem familiären oder freundschaftlichen Umfeld einen Trauerfall erleben. So bleibt das Thema nicht nur Unterrichtsinhalt, sondern Teil einer lebendigen und unterstützenden Schulgemeinschaft.

Ausstellung „Say Their Names“ an der Lindenauschule

Ausstellung „Say Their Names“ an der Lindenauschule

Anlässlich des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau zeigt die Lindenauschule die Ausstellung „Say Their Names“. Das Projekt entstand 2023 in Kooperation mit dem AWO Stadtverband Hanau, dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sowie der Otto-Hahn-Schule Hanau.

Im Mittelpunkt stehen die Namen und Porträts der neun Opfer. Ziel ist es, die Erinnerung wachzuhalten und ein klares Zeichen gegen Rassismus sowie für Demokratie und Vielfalt zu setzen.

Organisiert wurde die Ausstellung von der Klasse 10f. Zur Verfügung gestellt wurde sie von Anna Jagust vom AWO Stadtverband Hanau im Rahmen des Projekts „Hanau – Demokratie erleben“. Ursprünglich wurde sie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Otto-Hahn-Schule gestaltet.

In einer Ansprache betonte die stellvertretende Schulsprecherin Saoussane Charif, dass Rassismus oft im Alltag beginne – durch Vorurteile und Ausgrenzung. „Erinnern heißt verändern“, erklärte sie und rief dazu auf, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Anschließend gedachte die Schulgemeinschaft der Opfer mit einer Schweigeminute.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich Donnerstag im Schulgebäude zu sehen und kann von Klassen besucht werden.

 

Vildan Colak ( Klassenlehrerin 10f/ Schule ohne Rassismus)

Wissenschaftstag 2026 an der Lindenauschule

Wissenschaftstag 2026 an der Lindenauschule

Am 5. Februar 2026 verwandelte sich das Forum der Großauheimer Lindenauschule in einen lebendigen Ort des Forschens und Entdeckens. In Kooperation mit dem Projekt Brückenschlagen – Wissenschaft in die Schulen der Goethe-Universität Frankfurt erlebte die Jahrgangsstufe 12 einen vielseitigen und inspirierenden Wissenschaftstag.

Der Auftakt erfolgte um 8:45 Uhr mit einer offiziellen Begrüßung durch Schulleiter Dr. Hermann Alig sowie die Fachbereichsleitung III, Katrin Devic. In ihrer Ansprache betonte sie: „Wir möchten euch heute zeigen, dass Wissenschaft nicht trocken ist, sondern spannend und wichtig für unser Leben. Traut euch, Fragen zu stellen und neugierig zu bleiben.“

Unter dem Titel „Amy Winehouse – wenn Alkohol zum tödlichen Problem wird“ referierten Prof. Dr. Theo Dingermann und Prof. Dr. Dieter Steinhilber vom Institut für Pharmazeutische Biologie der Goethe-Universität Frankfurt. Anhand des Schicksals der Sängerin Amy Winehouse erläuterten sie anschaulich, wie Alkohol im menschlichen Körper wirkt und weshalb sein Konsum gravierende gesundheitliche Folgen haben kann. Ein Schüler resümierte: „Ich wusste nicht, dass Alkohol so viel im Körper kaputtmachen kann. Das hat mich echt überrascht.“ Eine Schülerin ergänzte: „Es war gut erklärt. Man hat gemerkt, wie wichtig Forschung ist, um solche Zusammenhänge zu verstehen.“

Nach einer kurzen Pause konnten die Schülerinnen und Schüler zwischen zwei Wahlvorträgen wählen. Im Vortrag „Charles Darwin – Begründer einer Evolutionstheorie, die existenzielle Fragen aufwirft“ sprach Rainer Gläsel vom Projekt „Brückenschlagen“ über die Ideen von Charles Darwin. Eine Schülerin fasste ihre Eindrücke so zusammen: „Ich fand spannend zu hören, wie sich Menschen und Tiere über viele Jahre verändert haben. Das macht Biologie viel interessanter.“ Ein weiterer Schüler hob hervor: „Gut war, dass wir auch Fragen stellen durften – es fühlte sich nicht wie normaler Unterricht an.“

Parallel dazu referierte Prof. Dr. Bruno Deiss vom Physikalischer Verein – Gesellschaft für Bildung und Wissenschaft / Sternwarte zum Thema „Neues vom Urknall“. Er erklärte verständlich, wie das Universum entstanden ist und welche Erkenntnisse die Forschung heute dazu bereithält. Ein Schüler berichtete: „Das Thema war schwer, aber gut erklärt. Jetzt verstehe ich besser, was mit dem Urknall gemeint ist.“ Eine Schülerin ergänzte: „Ich fand es cool, mehr über das Weltall zu lernen – das kommt im Unterricht sonst nicht so oft vor.“

Am Nachmittag vertieften die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen in Workshops zu Evolution und Astrophysik. In Gruppenarbeit entstanden Plakate, die anschließend im offenen Bereich der Schule ausgestellt wurden. Eine Teilnehmerin sagte dazu: „Im Workshop konnten wir selbst arbeiten und unsere Ideen festhalten. Das hat Spaß gemacht.“

Der Wissenschaftstag machte eindrucksvoll deutlich, wie bereichernd der direkte Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sein kann. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Projekt „Brückenschlagen – Wissenschaft in die Schulen“ der Goethe-Universität Frankfurt wurde Wissenschaft für die Jahrgangsstufe 12 greifbar, verständlich und nachhaltig erlebbar.

Katrin Devic

 

v.l.n.r.: David Haamel, Aylin Aksoy, Sebastian Barwinek, Rainer Gläsel, Prof. Dr. Theo Dingermann, Prof. Dieter Steinhilber

Lindenauschule besucht NS-Ausstellung im Schloss Philippsruhe

Lindenauschule besucht NS-Ausstellung im Schloss Philippsruhe

Die Klasse 10e besuchte am 26. Februar 2026 die Ausstellung „Vom Pfarrer in den Tod geschickt: Heimerziehung im Nationalsozialismus am Beispiel des Kreiserziehungsheims Mühlheim am Main“ im Schloss Philippsruhe. Dort hörten wir einen interessanten Vortrag über das Kreiserziehungsheim Mühlheim während der NS-Zeit. Wir haben erfahren, wie schlecht die Kinder und Jugendlichen damals behandelt wurden, die als ,,minderwertig“ oder „asozial“ galten. Für die Jugendlichen, die dort lebten, war das Leben dort sehr schwer, da sie unter schlechten Bedingungen lebten. Außerdem sprachen wir über den damaligen Leiter Hans Hofmann, der das Heim führte. Nach dem Vortrag hatten wir die Gelegenheit, uns die Ausstellung in der Remisengalerie anzuschauen. Dort wurden originale Fotos aus dieser Zeit gezeigt, die die Enkelin von Hans Hofmann zur Verfügung gestellt hatte. Die Fotos stammten von Hans Hofmann selbst. Es war eine lehrreiche und interessante Abwechslung, die das Thema NS-Zeit im GL-Unterricht thematisch sinnvoll und gelungen ergänzte.

Tuanna Sert

Erfolgreiche Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb Informatik-Biber

Erfolgreiche Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb Informatik-Biber

In diesem Schuljahr haben drei WP-Informatik-Kurse der Lindenauschule erstmals am bundesweiten Wettbewerb Informatik-Biber teilgenommen. Die Anregung zur Teilnahme kam von Frau Devic,  der Leiterin des Fachbereichs III, während Herr Trojanowski, Fachsprecher für Informatik, die Organisation und Anmeldung der Teilnehmenden koordinierte. Die Vorbereitung mit den Schülerinnen und Schülern sowie die Durchführung des Wettbewerbs übernahm Frau Scharpf, die Informatiklehrerin der WP-Informatik-Kurse.
Insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler aus diesen WP-Informatik-Kursen stellten sich im November 2025 den spannenden Online-Aufgaben, die logisches Denken und informatisches Verständnis fördern.

Für die Lindenauschule war es die erste Teilnahme an einem Informatik-Wettbewerb. Trotz der neuen Wettbewerbssituation konnten die Schülerinnen und Schüler gute Erfolge erzielen: Die Schülerinnen und Schüler Ahmad Isah Mujahed (7d), Axhi Bekolli (8b), Salek Quraby (8f), Alexandra Gryzmala (9c), Max Krömmelbein (9f), Dilraj Lidder (9c), Batuhan Tan (9c) und Elias Gabriel Tekin (9c) wurden für ihre Leistungen mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet.

Während des Wettbewerbs sammelten die Teilnehmenden vielfältige Erfahrungen. Sie trainierten, komplexe Aufgabenstellungen sorgfältig zu lesen, Probleme strukturiert zu analysieren und Lösungsstrategien systematisch zu entwickeln. Besonders gefördert wurde dabei das informatische Denken.
Alle Beteiligten können sehr stolz auf ihre Leistungen sein. Neben den Urkunden nahmen sie wertvolle Erfahrungen und zusätzliche Motivation für weitere Wettbewerbe mit.

Aufgrund der positiven Erfahrungen ist auch im kommenden Schuljahr wieder eine Teilnahme am Informatik-Biber geplant – dann mit noch mehr Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 5 bis 10. Außerdem bereiten sich die WP-Informatik-Kurse der Jahrgänge 9 und 10 bereits auf den Jugendwettbewerb Informatik (JwInf) im März vor. Dies ist ein bundesweiter Programmierwettbewerb, bei dem es um das konkrete Lösen von Programmieraufgaben geht.

Wir freuen uns auf weitere spannende Herausforderungen im Bereich Informatik!

Jessica Scharpf

100 Videos für die Wissenschaft

100 Videos für die Wissenschaft

Mit einem besonderen Meilenstein feiert die Lindenauschule in Hanau-Großauheim den Erfolg ihres naturwissenschaftlichen YouTube-Kanals „Lindenau for Life“: Kürzlich wurde das 100. Video veröffentlicht. Seit rund drei Jahren dokumentiert der Kanal Projekte, Experimente, Exkursionen und Unterrichtsformate aus dem naturwissenschaftlichen Bereich und das mit wachsendem Erfolg.

Inzwischen zählt der Kanal knapp 600 Abonnentinnen und Abonnenten und verzeichnet insgesamt über 62.000 Aufrufe. Mehr als 2.000 Likes sowie zahlreiche geteilte Inhalte zeigen: Die Beiträge stoßen auf großes Interesse – erfreulicherweise sogar über den unmittelbaren Schulalltag hinaus. Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden fast 700 Aufrufe erreicht.

„Lindenau for Life“ ist damit zu einem festen Bestandteil der schulischen Projektarbeit geworden und findet inzwischen auch in regionalen Studienseminaren Beachtung. In dieser Form und mit diesem klaren naturwissenschaftlichen Schwerpunkt ist das Projekt in der Region bislang etwas Besonderes.

Die inhaltliche und technische Umsetzung der Videos liegt derzeit überwiegend in den Händen von David Haamel, der die Beiträge in der Regel selbst filmt, schneidet und dokumentiert. Perspektivisch ist jedoch geplant, die Überarbeitung und den Videoschnitt zunehmend auch in Schülerhand zu legen und so die Medienarbeit noch stärker in den Unterricht und die Projektarbeit zu integrieren. Unterstützt wird David Haamel insbesondere von seiner Kollegin Seçil Yildirim, sie trägt mit ihrem Acker-Projekt regelmäßig und inhaltlich stark zu den Beiträgen bei und bereichert den Kanal um weitere praxisnahe und schülerorientierte Perspektiven aus dem Unterricht.

Auch überregional wurde die Arbeit bereits gewürdigt: Beim Hanauer Nachhaltigkeitspreis erreichte „Lindenau for Life“ den zweiten Platz im Bereich Medien- und Kreativpreis. Damit wurde insbesondere die Verbindung von naturwissenschaftlicher Bildung, Nachhaltigkeit und digitaler Medienarbeit hervorgehoben.

Der Kanal zeigt beispielhaft, wie kooperatives, handlungsorientiertes und gemeinschaftliches Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht gelingen kann und macht diese Lernprozesse sichtbar. Schülerinnen und Schüler erleben Wissenschaft nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch im Labor, auf Exkursionen und in Projekten.

Das aktuelle 100. Video dokumentiert die Exkursion des Jahrgangs 11 zum Schülerlabortag „DiffOs“ im BioLab der Goethe-Universität Frankfurt, bei dem die Themen Diffusion und Osmose praktisch erforscht wurden.

Auch die Fachbereichsleitung III würdigt das Projekt ausdrücklich. Katrin Dević betont: „‚Lindenau for Life‘ zeigt in beeindruckender Weise, wie moderner naturwissenschaftlicher Unterricht, Projektarbeit und digitale Medien sinnvoll zusammenwirken können. Der Kanal macht sichtbar, wie engagiert und praxisnah an unserer Schule gelernt und gearbeitet wird.“

Mit dem Erreichen der 100-Video-Marke wird deutlich: „Lindenau for Life“ ist mehr als eine Videosammlung, es ist ein lebendiges Archiv moderner naturwissenschaftlicher Bildungsarbeit an der Lindenauschule, das kontinuierlich weiterwächst. Das aktuelle Video ist über folgenden Link abrufbar: https://www.youtube.com/shorts/53nYcQ1QKGA

 

David Haamel

 

 

Plakaterstellung: David Haamel

 

Beauty Day im Haus am Brunnen

Beauty Day im Haus am Brunnen

Ein besonderer Nachmittag voller Herzlichkeit, Achtsamkeit und lebendiger Begegnungen fand im Haus am Brunnen, einer Einrichtung der Martin-Luther-Stiftung in Hanau-Großauheim, statt: Der Wahlpflichtkurs 10 „Jung hilft / trifft Alt“ der Lindenauschule gestaltete gemeinsam mit seinem Kooperationspartner einen „Beauty Day“ für die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung.

Der Kurs steht ganz im Zeichen der Begegnung zwischen den Generationen – und genau das wurde an diesem Nachmittag eindrucksvoll sichtbar. Mit viel Engagement und Feingefühl bereiteten die Jugendlichen den Seniorinnen und Senioren besondere Verwöhnmomente. Die Schülerinnen schminkten behutsam, lackierten Fingernägel, massierten Hände und Rücken und sorgten so für entspannte und wertschätzende Augenblicke. Dabei war ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen gefragt, denn viele der Bewohnerinnen und Bewohner im Haus am Brunnen leben mit einer Demenzerkrankung. Körperkontakt und persönliche Nähe erfordern hier besondere Sensibilität, da nicht jeder Mensch gleichermaßen offen dafür ist. Umso beeindruckender war es, wie achtsam, respektvoll und individuell die Jugendlichen auf die Bedürfnisse der älteren Menschen eingingen.

Parallel dazu brachten die Schüler des Kurses Gegenstände aus früheren Zeiten mit und kamen darüber mit den Seniorinnen und Senioren ins Gespräch. Vertraute Alltagsgegenstände weckten Erinnerungen und führten zu lebhaften Erzählungen aus vergangenen Jahrzehnten. Zwischen Jung und Alt entwickelten sich intensive Gespräche, es wurde gemeinsam gelacht, und es entstanden wertvolle Momente des Austauschs.

Die Freude war auf beiden Seiten deutlich spürbar. Überraschend offen ließen sich viele der Bewohnerinnen und Bewohner auf die Angebote ein und genossen die besondere Aufmerksamkeit. Die strahlenden Gesichter zeigten, wie bereichernd solche generationsübergreifenden Projekte sind.

Krisztina Kiraly, Leiterin des Sozialen Dienstes der Einrichtung der Martin-Luther-Stiftung in Hanau-Großauheim, würdigte gemeinsam mit ihrem Team am Ende des Nachmittags das Engagement der Jugendlichen. Sie betonte, dass das Einfühlungsvermögen der Schülerinnen und Schüler herausragend sei und sie den Bewohnerinnen und Bewohnern mit großem Respekt und echter Herzlichkeit begegneten.

Die Kooperation zwischen der Lindenauschule und dem Haus am Brunnen hat sich erneut als großer Gewinn für alle Beteiligten erwiesen. Weitere gemeinsame Aktionen im laufenden Schuljahr sowie im Jahr 2026 sind bereits geplant. Der Wahlpflichtkurs „Jung hilft / trifft Alt“ zeigt eindrucksvoll, wie wichtig soziale Verantwortung, Empathie und gelebte Begegnung zwischen den Generationen sind.

Steffen Schleicher

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