Einfühlsamer Besuch im Religionsunterricht

Einfühlsamer Besuch im Religionsunterricht

Im katholischen und evangelischen Religionskurs der Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule stand in den vergangenen Wochen ein sensibles und zugleich lebensnahes Thema im Mittelpunkt: Tod, Sterben und Trauer. Um den Schülerinnen und Schülern einen noch intensiveren Einblick in dieses wichtige Themenfeld zu ermöglichen, besuchte Frau Lisa Criseo-Brack, Leiterin des Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Hanau, den Unterricht.

Im Forum der Schule berichtete Frau Criseo-Brack sehr einfühlsam aus ihrer täglichen Arbeit. Sie erklärte, was Hospizarbeit bedeutet, wie Familien in schweren Zeiten begleitet werden und welche Rolle Trauerbegleitung – besonders bei Kindern und Jugendlichen – spielt. Dabei wurde deutlich: Hospizarbeit bedeutet nicht nur Sterbebegleitung, sondern vor allem Unterstützung im Leben – mit Gesprächen, Zeit, Trost und menschlicher Nähe.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor intensiv mit den Begriffen „Tod“, „Sterben“, „Trauer“ und „Hospiz“ auseinandergesetzt. Während der Veranstaltung konnten sie ihre Gedanken, Fragen und auch persönlichen Erfahrungen einbringen. In Kleingruppen wurden Fragen gemeinsam bearbeitet und besprochen. So entstand innerhalb der zwei Schulstunden ein offenes, respektvolles und tiefgehendes Gespräch.

Gerade im Rahmen der Schulseelsorge ist es der Lindenauschule ein wichtiges Anliegen, über Themen wie Abschied und Verlust zu sprechen. Denn Trauer begegnet jungen Menschen in unterschiedlichen Formen: Der Tod eines Haustieres, der Verlust eines Großelternteils oder – besonders einschneidend – eines Elternteils. Auch Trennungen und andere Abschiede können schmerzhafte Erfahrungen sein. Frau Criseo-Brack gab den Jugendlichen einen geschützten Raum, um darüber nachzudenken, Fragen zu stellen und eigene Gefühle zu reflektieren.

Am Ende stand nicht nur ein besseres Verständnis für die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes, sondern auch die Erkenntnis, wie wichtig es ist, über Trauer zu sprechen und Unterstützung anzunehmen.

Für die Zukunft ist eine weitere Kooperation zwischen der Lindenauschule und dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Hanau geplant – insbesondere für den Fall, dass Schülerinnen oder Schüler in ihrem familiären oder freundschaftlichen Umfeld einen Trauerfall erleben. So bleibt das Thema nicht nur Unterrichtsinhalt, sondern Teil einer lebendigen und unterstützenden Schulgemeinschaft.

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