Musikalischer Neujahrsgruß der Lindenauschule

Musikalischer Neujahrsgruß der Lindenauschule

Das traditionelle Neujahrskonzert der Großauheimer Lindenauschule belegt aufs Neue die musikalische Vielfalt und das Engagement an der Gesamtschule mit musikalischem Schwerpunkt

Wie in den vergangenen Jahren waren am 29. Januar 2025 zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer aller Altersklassen in die Lindenauhalle geströmt.

Sie erfreuten sich an den vielfältigen Klängen der musikalischen Schwerpunktklassen und AGs.
Als besonderes Highlight traten beim diesjährigen Neujahrskonzert auch die Tanz-AGs unter der Leitung von Frau Safie auf und boten dadurch zusätzliche Abwechslung auf der Bühne.

Herr Zahn brachte mit der Gitarren-AG und den Musik WP-Kursen 7,8 und 9 gleich vier Musikgruppen zur Aufführung. Diese Wahlpflichtkurse erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Schülerinnen und Schülern. Die beachtlichen Ergebnisse des Unterrichts präsentierten diese nun im Konzert. Sie musizierten in Band Besetzung Hits von Billie Eilish, David Guetta und Lil Peep.

Der Schulchor unter Leitung von Herrn Hoffmann brachte gefühlvoll und feinsinnig drei Lieder zu Gehör, u.a. das beliebte Hallelujah von Leonard Cohen.

Einen kleinen Höhepunkt gestaltete der Musikkurs des Jahrgangs 13, ebenfalls unter Leitung von Herrn Hoffmann, mit einem selbst erstellten Arrangement eines kleinen Orchesterstücks von Maurice Ravel.

Den ersten Konzertteil beschloss mit viel Einsatz die Schulband der Lindenauschule mit Hits von Toto, The Kinks und Wheatus. Hier beeindruckten vor allem Einzelleistungen einiger Instrumentalisten.

Seit mittlerweile 24 Jahren können sich neue Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 in die Bläserklasse einwählen. Dort erlernen alle Kinder unter fachkundiger Leitung ein Musikinstrument und können dieses sofort im Klassenorchester einbringen. Gleichzeitig eigenen sie sich auf spielerische Art und Weise den Unterrichtsstoff des Fachs Musik an.
Das bewährte Konzept bildet einen Eckpfeiler der Schule mit Schwerpunkt Musik und ist der Grund dafür, dass sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler während ihrer ganzen Schulzeit weiterhin musikalisch engagieren.

Die Bläserklasse 5 eröffnete unter der Leitung von Frau Heyer das Programm und beeindruckte nach nur wenigen Monaten Instrumentalunterricht das Publikum mit kleinen mehrstimmigen Sätzen.

Die enormen Fortschritte der im Klassenverband musizierenden kleinen Musiker demonstrierte im zweiten Teil des Konzerts die Bläserklasse 6 unter der Leitung von Herrn Seidel, u.a. mit einem mitreißenden Arrangement bekannter Melodien aus Pirates of the Carribean. Den fulminanten Abschluss des Konzertes gestaltete das Orchester unter der Leitung von Frau Heyer mit Arrangements des Rocksongs Seven Nation Army, der Filmmelodie aus A Million Dreams und dem bekannten Libertango von Astor Piazzolla.

Die kleinen und großen Künstlerinnen und Künstler durften sich über anhaltenden Applaus seitens des begeisterten Publikums freuen.

 

Ulrike Walther

 

Schnuppertag beim Chemiegroßkonzern Evonik

Der Chemiegrundkurs der 12. Klasse hatte am 27.01.2025 die Möglichkeit einen Einblick in die Chemiefirma Evonik zu erlangen. Nachdem jede Schüler und jede Schülerin eine Schlüsselkarte erhalten hat, die eine Erreichbarkeit des gesamten 820.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplexes sichergestellt hat, konnte es auch schon losgehen.

Nachdem anfangs anstehende Fragen geklärt und der Tagesablauf erklärt wurde, hat die Besichtigung der firmeninternen Ausbildungsstätte begonnen. Dabei wurde ein Schwerpunkt auf die Ausbildungsberufe Chemielaborant/Chemielaborantin und Chemikant/Chemikantin gesetzt.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Laborräume der Ausbildungsstätte erlangen konnten, wurden die Vorzüge einer Ausbildung bei Evonik nochmal klar aufgezeigt: Nicht nur bezahlt der Chemiekonzern überdurchschnittlich viel, sondern es gibt sogar eine unter 10% liegende Abbruchquote und eine 100%ige Übernahmechance. Der einzige Nachteil liegt nur darin, dass die Bewerbungsfrist schon knappe 1,5 Jahre vor Ausbildungsbeginn endet. Also alle nochmal schnell bewerben!

Um den guten Eindruck noch auszubauen, hat der Chemiegrundkurs noch einige generelle Fakten über die Firma erhalten. So gibt es zum Beispiel Firmenstandorte in 27 Ländern weltweit!

Um etwas Abwechslung in die ganzen trockenen Zahlen und Fakten zu bekommen, hatte die Schülerschaft anschließend die Möglichkeit sich an einem AR (Augmented Reality) Schweißsimulator auszuprobieren, um alle zukünftigen Industriemechaniker ausfindig zu machen.

Nachdem der hitzige Schweißwettbewerb abgeschlossen war, folgte eine Besichtigung des Kalibrierungslabores, indem den Schülern und Schülerinnen unter anderem von so fein eingestellten Waagen berichtet wurde, die ein Erdbeben auf der anderen Seite der Welt anzeigen können.

Um abschließend alle Erlebnisse des abwechslungsreichen Tages sacken lassen zu können, wurde der Ausflug mit einem kostenlosen Mittagessen in der firmeneigenen Kantine abgerundet.

Lilly Marie Förster

Gentechniktag der Jahrgangsstufe 12

Gentechniktag der Jahrgangsstufe 12

Der Gentechniktag ist ein informativer und aufregender Tag für die Schüler und Schülerinnen der 12. Jahrgangsstufe. Dieser Anlass ermöglicht den Schülern und Schülerinnen einen Einblick in die genetische Untersuchung eines Tatorts. 

Zu Beginn gab es eine Sicherheitsbelehrung der einzelnen Schritte, sowie einen groben Überblick zum Ablauf des Tages. Vorliegend gab es ein Tatszenario, welches mit Hilfe eines genetischen Fingerabdrucks die Möglichkeit verschate, den Fall zu lösen. So begann der Einsatz der „Laboranten-Detektive“. 

Der erste Auftrag befasste sich mit der Vorbereitung der Gelelktrophoresekammer sowie des eigentlichen Gels. Daraufhin lies man das Gel aushärten, währenddessen man eine DNA-Isolierung durchführte. In diesem Falle wurde ein Tomatenextrakt verwendet um den Prozess für die Schüler und Schülerinnen zu veranschaulichen. Mithilfe der DNA-Isolierung trennt man die benötigte DNA von deren Zellen und zurückbleibt das genetischen Erbgut. Dieses wird danach mit der PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion) exponentiell vervielfältigt, um dann in die Kammern der Gelektrophorese injiziert zu werden. Die extern zur Verfügung gestellte DNA-Proben enthielten die DNA des Täters und den Verdächtigen des vorliegenden Tatszenario. Den Prozess der PCR konnten wir jedoch nur mündlich besprechen, da uns die Materialien nicht zu Verfügung stehen und das PCR Verfahren zu komplex ist, um eigenhändig in der Schule durchzuführen. 

Nichtsdestotrotz wurde das PCR Verfahren mithilfe erstellter Arbeitsblätter den Laborant-Detektiven genau erklärt. Schließlich wurde die Gelelektrophorese unter Strom gesetzt mit 5×9 Volt Batterien für 35 Minuten. Das Ergebnis zeigte ein klares Bandenmuster, welches deuten lässt, das Täter und einer der Verdächtigen dieselbe DNA teilen und somit diese Person der Täter ist. 

Dank dieser faszinierenden Möglichkeit wurde der in Theorie erarbeitete Unterrichtssto anhand eines fesselnden Beispiels den Schülerinnen und Schülern vor Augen geführt. Es gab ihnen eine Chance selber anzupacken und das erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen. Zusätzlich verschate man sich somit einen kleinen Einblick in die Berufswelt des Kriminologen/Laboranten. 

Außerdem möchten wir sie anregen auch unser Video bezüglich diesen Tages anzuschauen, zu liken und zu abonnieren: https://www.youtube.com/@lindenauforlife9310 

Johanna Schickling und Leyla Alwan aus dem Biologie LK 12
 

Projekttag über den Start in die Berufswelt

Projekttag über den Start in die Berufswelt

Am 23. Januar 2025 fand an der Lindenauschule in Hanau-Großauheim erneut die Berufs- und Ausbildungsmesse statt. Dieser Projekttag bot den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10 eine wertvolle Gelegenheit, sich umfassend über den Start in die Berufswelt sowie über weiterführende Schulen zu informieren.

Zahlreiche renommierte Unternehmen und Institutionen aus der Region, darunter die Martin Luther Stiftung, engelbert strauss, das Klinikum Hanau, der Arbeiter-Samariter-Bund, Evonik, Bruker EAS, die Stadt Hanau, die Bundeswehr, die Sparkasse Hanau sowie Systeex Brandschutzsysteme, Aldi Süd und Flexa, waren vertreten. Erstmals nahmen in diesem Jahr auch Materion aus Alzenau, Emmel Glas-Fenster-Türen, die Deutsche Bahn, Globus Maintal und die Handwerkskammer Wiesbaden teil. Die Unternehmensvertreter informierten die Schülerinnen und Schüler aus erster Hand über ihre Ausbildungsangebote, Bewerbungsverfahren und Karrierechancen.

Die Experten aus den verschiedenen Berufsfeldern standen den Jugendlichen für Fragen zur Verfügung. Themen waren unter anderem die schulischen Voraussetzungen für bestimmte Ausbildungsberufe, Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen. Besonders wertvoll waren die Einblicke aktueller Auszubildender, die authentisch aus ihrem Berufsalltag berichteten und wertvolle Tipps für den Berufseinstieg gaben.

In vier Informationsdurchgängen hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, gezielt Fragen an Fachleute ihrer Wunschberufe zu stellen. In der Pause wurden die Teilnehmenden zu einem ausgiebigen Frühstück in der Mensa eingeladen, was Raum für weitere Gespräche und Austausch bot.

Die Organisation des Projekttages lag in den Händen von Sebastian Gerlach, Stufenleiter der Jahrgänge 9 und 10, sowie Gunter Kretschmann, Schulkoordinator für die Berufsorientierung. Unterstützt wurden sie von der Jugendwerkstatt der Stadt Hanau, die für die Berufsorientierung an der Lindenauschule mitverantwortlich ist.

Der jährlich stattfindende Projekttag war erneut ein voller Erfolg. Er bot den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10 eine wertvolle Möglichkeit, sich intensiv mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Ein gut geplanter Einstieg ins Berufsleben ist schließlich der erste Schritt zu einer erfolgreichen Karriere.

Julia Völker

Vogelkästensäuberung und Aufräumaktion der Lindenauschule: Engagement für Umwelt und Natur

Vogelkästensäuberung und Aufräumaktion der Lindenauschule: Engagement für Umwelt und Natur

Die Lindenauschule trägt bereits seit längerem stolz den Titel „Umweltschule“. Vor Kurzem hauchten die Schülerinnen und Schüler diesem Namen im Stadtteil Hanau-Großauheim wieder neues Leben ein.

Dieses Mal engagierten sich die Jugendlichen der Klasse Pusch 9h (Praxis und Schule) sowie die gesamte Jahrgangsstufe 5 der Integrierten Gesamtschule. Gemeinsam säuberten sie Teile ihres „Sauberkeitspatenbezirks“ in der Waldsiedlung von Unrat und trugen so aktiv zur Verschönerung ihres Stadtteils bei. Die Sauberkeitspaten sind ein fester Bestandteil der Umweltbildungsarbeit der Schule. In regelmäßigen Abständen befreien die Schülerinnen und Schüler festgelegte Gebiete rund um die Schule von Müll.

Besonders in der Waldsiedlung fiel in diesem Jahr viel Abfall an, darunter auch zahlreiche Überbleibsel des letzten Silvesterfests. Mit großem Einsatz entfernten die Jugendlichen sowohl kleine als auch große Gegenstände und erhielten dabei tatkräftige Unterstützung von der städtischen Abfallentsorgung der Stadt Hanau, die Materialien wie Müllzangen, Handschuhe und Mülltüten bereitstellte.

Parallel zur Reinigungsaktion unterstützten die Schülerinnen und Schüler auch den Schulkooperationspartner „Vogelschutz Großauheim“. Auf dem Friedhof in der Großauheimer Waldsiedlung reinigten sie Nistkästen und überprüften diese auf Beschädigungen. Der Inhalt der Kästen bot spannende Einblicke in das Nistverhalten der Vögel. Dabei entdeckten die Jugendlichen Hinweise auf erfolgreiche Brutaktivitäten sowie gelegentliche „Gäste“, die die Kästen zweckentfremdet hatten. Mit großem Eifer wurden die Nistkästen gereinigt und ihre Nutzung dokumentiert. Diese jährliche Aktion ist ein zentraler Bestandteil der Kooperation zwischen der Lindenauschule und dem Vogelschutzverein.

Erfreulich in diesem Jahr war, dass offenbar in nahezu allen Nistkästen 2024 gebrütet wurde. Dies ließ die Schülerinnen und Schüler der Klasse vermuten, dass es um die Vogelpopulation in Großauheim gut bestellt ist.

Edgar Fritz, erster Vorsitzender des Vogelschutzvereins Großauheim, und Dr. Erik Bauer, sein Stellvertreter, betrachten diese Kooperation sowohl als einen wertvollen Beitrag zum Vogelschutz als auch zur Förderung des Verständnisses für die Natur und den Schutz der hier lebenden Vogelarten. „Die Zusammenarbeit soll im Jahr 2025 weiter intensiviert und ausgebaut werden. Gleichzeitig möchten wir das Bewusstsein der Jugendlichen für die örtliche Tier- und Vogelwelt weiter stärken,“ erklärten die beiden Vorsitzenden.

 

Steffen Schleicher

Otto-Hahn-Schule und Lindenauschule laden gemeinsam zur Lesung ein

Otto-Hahn-Schule und Lindenauschule laden gemeinsam zur Lesung ein

Die Schulbibliotheken der Otto-Hahn-Schule und der Lindenauschule haben erneut erfolgreich kooperiert und die Fantasy-Autorin Katharina V. Haderer zu sich nach Hanau eingeladen. Frau Haderer reiste extra aus Niederösterreich an und brachte jede Menge Fantasie mit im Gepäck.

Da das Fantasy-Genre bei den Schülerinnen und Schülern großen Anklang findet, war die Vorfreude entsprechend groß. Am 15. Januar las Frau Haderer an der Otto-Hahn-Schule und am 16. Januar an der Lindenauschule aus ihrer spannenden Fantasy-Trilogie „Drachen von Talanis“. Vor einem Publikum aus Neuntklässlerinnen, Neuntklässlern und deren Deutschlehrkräften entführte sie die Zuhörenden in die faszinierende Welt der Gestaltwandler, darunter Wölfe und Drachen, die in unterschiedlichen Kulturen und Regionen ganz anders dargestellt werden.

Mit eindrucksvollen Bildern und lebendigen Erzählungen gewährte die Autorin zudem Einblicke in das Leben und die Arbeit einer Schriftstellerin. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren unter anderem, wie ein Buchcover entsteht und wie der Weg zur Veröffentlichung eines ersten Buches aussieht.

In der anschließenden Fragerunde zeigte sich die Begeisterung der Jugendlichen deutlich. Nicht nur die Welt von Talanis faszinierte die Zuhörenden, sondern auch Frau Haderer selbst, die ihre Tipps und Erfahrungen großzügig mit angehenden Nachwuchsautorinnen und -autoren teilte.

Spätestens nach diesem inspirierenden Austausch war klar, dass die „Drachen von Talanis“-Trilogie einen festen Platz in den Regalen beider Schulbibliotheken verdient.

Die gemeinsame Lesung zeigte eindrucksvoll, wie Literatur Brücken zwischen Fantasie und Realität schlagen kann – und bleibt für die Schülerinnen und Schüler ein unvergessliches Erlebnis, das noch lange nachklingen wird.

Hannah Siefert

4. Wissenschaftstag für die Jahrgangstufe 12

4. Wissenschaftstag für die Jahrgangstufe 12

Am 15.01.25 fand der 4. Wissenschaftstag für den Jahrgang 12 an der Lindenauschule statt. Sowie die drei Jahre zuvor, konnten wir einige Professoren der Goethe-Universität für uns gewinnen und ihren spannenden Vorträgen lauschen.

Wie im letzten Jahr begann der Tag mit dem Impulsvortrag von Herrn Prof. Dr. Theo Dingermann, diesmal jedoch mit der Unterstützung seines Kollegen Prof. Dieter Steinhilber:

 

Impulsvortrag: Amy Winehouse – wenn Alkohol zum tödlichen Problem wird

von Prof. Dr. Theo Dingermann

Prof. Dr. Dingermann erzählte von Amy Winehouse und ihrem Kampf gegen ihre Akoholsucht: Sie war eine berühmte britische Sängerin und Songwriterin mit einzigartigem Soul-Talent und bekannt für Hits wie „Rehab“, „Back to Black“ und „You Know I’m No Good“. Der Kampf gegen Alkohol- und Drogenmissbrauch prägte ihr Leben und ihre Musik. Ihre Alkoholsucht führte zu ihrem tragischen Tod, sie starb 2011 im Alter von 27 Jahren an einer Alkoholvergiftung. Zuvor erlag sie einem langjähriger Alkoholkonsum und wiederholten Entzugsversuchen. Die Sucht und psychische Probleme überschatteten ihre Karriere.

Weiter erklärte Prof. Dr. Dingermann die Auswirkungen von Alkohol: Es erfolgen zunächst Kurzzeiteffekte: Glücksgefühl, Enthemmung, Reduzierung von Hemmungen, Beeinträchtigung von Motorik, Koordination und Urteilsvermögen. Danach folgen Langzeiteffekte: Schädigung von Nervenzellen und Gehirnstrukturen, Suchtentwicklung, psychische Erkrankungen wie Depressionen, erhöhtes Risiko für Lebererkrankungen, Herzinfarkte und Krebs. Weiter erklärte er, wie die Sucht entsteht: Hierbei erfolgt ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren: Genetische Prädisposition, psychosoziale Einflüsse (z.B. Stress, Traumata), lerntheoretische Aspekte (Belohnung durch Suchtmittel), Teufelskreis aus Suchtverhalten, Entzugserscheinungen und erneutem Konsum. Außerdem erklärte er, wie Alkohol im Gehirn wirkt: Dopamin ist ein wichtiger Bestandteil des internen menschlichen Belohnungssystems. Durch den Genuss von Alkohol wird die Ausschüttung von Dopamin im Gehirn erhöht. Der Botenstoff ist verantwortlich dafür, dass abhängiges Verhalten aufrechterhalten wird und löst das Suchtverlangen aus. Außerdem fördert Alkohol die Bildung von GABA und dockt sogar selbst an den GABA-Rezeptoren im Gehirn an. Das ist der Grund, warum man sich unter Alkoholeinfluss entspannter und gelassener fühlt. Ohne Alkohol verlangt der Körper danach, weil der Körper vermehrt GABA-Rezeptoren gebildet hat, die nun bedient werden müssen. Das löst ebenfalls das Suchtverhalten aus und ist nicht reversibel.

Am Ende kam Prof. Dr. Dingermann zu folgendem Fazit: Die Geschichte von Amy Winehouse ist eine tragische Erinnerung an die zerstörerischen Folgen von Alkoholmissbrauch. Das Verständnis der Auswirkungen von Alkohol auf das Gehirn und die Suchtentstehung ist wichtig für Prävention und Behandlung.

Ebenfalls wie im letzten Jahr standen danach diese Wahlvorträge zur Auswahl:

Astrophysik – Neues vom Urknall

Prof. Dr. Bruno Deiss

 Herr Prof. Dr. Bruno Deiss erzählte vom Universum und vom Urknall: Das Universum ist in einem Zustand, bei dem man denkt, es komme ein neuer Urknall. Es erfolgt eine beschleunigte Expansion des Universums, dies kann man durch die Beobachtung entfernter Supernoven feststellen. Die Lichtverschmutzung sorgt dafür, dass man den Nachthimmel nicht mehr sehen kann (Milchstraße, etc.). Das Universum dehnt sich aus, wir können unsere Galaxie nur von der Seite sehen. Es gibt ca. 5000 Galaxien auf einer Fläche, die so groß ist wie ein Fingernagel. Alle Informationen, die man wahrnimmt stammen aus der Vergangenheit. Man kann am Licht ablesen aus welchen Stoffen die Objekte bestehen. Wellenlängen werden gedehnt (Rotdehnung), der Dehnungsfaktor der Astrophysik ist: 1+z. Je weiter die Galaxie weg ist, desto größer ist der Effekt. Die Raumzeit kann sich krümmen und dehnen. Laut Albert Einsteins Relativitätstheorie, gibt es keine Schwerkraft. Wir leben in einer vierdimensionalen Raumzeit. Die Masse krümmt die Raumzeit, in diesem Fall krümmt die Sonne die Raumzeit und die Erde spürt keine Schwerkraft, sie fliegt nur geradeaus, jedoch fliegt sie im Kreis, da sie in einem gekrümmten Raum geradeaus fliegt. Die Bewohner anderer Galaxien sehen sich immer selber im Zentrum, jedoch gibt es gar kein Zentrum. Man kann ausrechnen, wie groß die Erde zu einem bestimmten Zeitpunkt war. Der Supernovatyp 1a ist 500 Millionen Lichtjahre entfernt. Die Vakuumenergie ist die Energie, die aus dem Nichts entsteht. Das Quantenvakuum ist ein Gewaber von irgendeiner Struktur. Wenn Vakuumenergie in die Quantenphysik eingesetzt wird, wirkt sie antigravitativ. Es fehlt eine eindeutige Theorie.

 

Charles Darwin – Begründer einer Evolutionstheorie, die existenzielle Fragen aufwirft 

Rainer Gläsel

Herr Gläsel berichtete über die Evolutionstheorien und erklärte dabei folgende Sachverhalte:

Ähnlichkeiten zwischen Lebewesen

– Familiäre Ähnlichkeiten in Gesichtszügen, Nase, Haare.

– Verwandtschaft als Grundlage der Ähnlichkeiten.

– Ähnlichkeiten zwischen Menschen und Tieren, z.B. Mensch und Schimpanse.

Homologe und analoge Ähnlichkeiten

– Homologe Ähnlichkeiten basieren auf gemeinsamen Bauplänen (z.B. 7 Halswirbel bei Wirbeltieren).

– Analoge Ähnlichkeiten durch ähnliche Lebensumstände (z.B. Grabfähigkeiten von Maulwurf und Maulwurfsgrille).

Vielfalt des Lebens

– Ca. 400.000 Pflanzenarten und 1,5 Millionen Tierarten.

– Größenunterschiede von Mikroorganismen bis Blauwale.

– Faszination der Natur, z.B. Korallen als Wunderwerke.

Genetische Grundlagen der Ähnlichkeit und Unterschiede

– Entwicklungsschritte genetisch festgelegt.

– Genetische Ähnlichkeit erlaubt Unterschiede (z.B. bei Blättern).

– Ähnlichkeiten durch Anpassung an Umwelt, z.B. blattähnliche Ameisen.

Erstaunliche Anpassungen in der Natur

– Ameisen-Muster auf Insektenflügeln.

– Kleine Fische mit Leuchtorganen.

– Bärtierchen können jahrelang austrocknen und wieder aufleben.

– Stechmücken als biologische Wunderwerke.

Besondere Anpassungen bei Tieren

– Fische, die Eier im Maul ausbrüten.

– Pinguine schützen sich mit Fett vor Kälte, kommunizieren in Kolonien.

– Fruchtfliegen mit nur 4 Chromosomen, genetisch manipulierbar.

Historische Entwicklung des Evolutionsverständnisses

– Frühe Annahme der Unveränderlichkeit der Arten.

– Aristoteles und andere hinterfragten diese Annahme.

– Fossilienfunde als Belege für Veränderung über die Zeit.

Systematische Erfassung der Natur

– Linné ordnete Tiere und Pflanzen systematisch.

– Neue Fossilienfunde erschütterten alte Theorien.

– Suche nach dynamischem Evolutionsgeschehen.

Überzeugungstheorie

– Fossilienfunde und Artneuschöpfung als Theoriegrundlage.

– Lamarck entwickelte alternative Erklärungsansätze.

– Organismen besitzen innewohnende Entwicklungskraft.

Darwins Evolutionstheorie

– Charles Darwin: Zweifel an der Unveränderlichkeit der Arten.

– Veröffentlichung „On the Origin of Species“ (1859).

– Theorie der natürlichen Selektion: Kampf ums Dasein, Anpassung an Umwelt.

Mutationen als Grundlage der Evolution

– Mutationen als zufällige Ereignisse, von der natürlichen Selektion „behandelt“.

– Neue Arten durch Umweltanpassung.

Beweise für die Evolutionstheorie

– Homologien in Extremitäten von Wirbeltieren.

– Ähnlichkeiten in Embryonalstadien verschiedener Organismen.

– Fossile Übergangsformen wie Archaeopteryx.

– Experimentelle Beweise wie Antibiotikaresistenz bei Bakterien.

Synthetische Evolutionstheorie

– Zusammenführung verschiedener Forschungsbereiche in den 1950ern.

– Darwins Grundidee bleibt erhalten.

Zeitskala der Evolution

– Erde ca. 4,5 Milliarden Jahre alt.

– Erste Lebewesen vor ca. 3,5 Milliarden Jahren.

Herausforderungen der Evolutionstheorie

– Zeit für Mutationen und Anpassungen erscheint knapp.

– Viele Mutationen sind nicht vorteilhaft.

Darwinsche Evolution in Echtzeit am Beispiel COVID-19

– COVID-19 als Beispiel für Evolution in Echtzeit.

– Schnelle Verdrängung alter Virusstämme durch neue, besser angepasste.

Kritische Reflexion der Evolutionstheorie

– Rolle des Zufalls bei Mutationen.

– Möglichkeit göttlichen Wirkens.

– Missbrauch der Evolutionstheorie für ideologische Zwecke.

– Warnung vor Übertragung biologischer Konzepte auf andere Bereiche wie Wirtschaft.

 

In den darauf folgenden Workshops fassten die Schüler und Schülerinnen die Inhalte der Wahlvorträge auf Plakaten zusammen. Mit Hilfe eines Galeriegangs schauten sich danach alle Schüler und Schülerinnen die Plakate an und tauschten sich über die Inhalte aus.

Wir danken den Referenten für einen interessanten und abwechslungsreichen Tag!

Zwischen Fakt und Fiktion – Was wir wirklich über Wölfe wissen sollten

Zwischen Fakt und Fiktion – Was wir wirklich über Wölfe wissen sollten

Am Dienstag, dem 14. Januar 2025, fand ein Projekttag an unserer Schule statt, der sich mit dem Thema „Fake News“ beschäftigte. Dabei wurde das Thema in Verbindung mit der zunehmenden Ausbreitung von Wölfen in Deutschland beleuchtet. Der Tag bot spannende und lehrreiche Einblicke in den Umgang mit Informationen und zeigte auf, wie wichtig es ist, Fakten kritisch zu hinterfragen.

Zu Beginn präsentierte eine Wolfsexpertin umfangreiche Fakten zur Rückkehr der Wölfe in die deutschen Wälder. Sie erläuterte, dass sich die Tiere nach vielen Jahren der Abwesenheit zunehmend ausbreiten. Während diese Entwicklung aus Sicht des Naturschutzes ein Erfolg ist, bringt sie auch Herausforderungen mit sich. Besonders Landwirte sorgen sich um die Sicherheit ihrer Nutztiere, da es immer wieder zu Angriffen auf Schafe und Ziegen kommt. Die Expertin stellte Statistiken zu Wolfsangriffen vor und erklärte, welche Schutzmaßnahmen derzeit angewendet werden. Ein besonderes Highlight der Präsentation war die Möglichkeit, Wolfsfell, Kot und sogar Urin aus nächster Nähe zu betrachten. Die Reaktionen darauf waren unterschiedlich: Während einige Teilnehmende die Erfahrung spannend fanden, empfanden andere sie als unangenehm – auch wenn die Proben natürlich in luftdichten Petrischalen abgepackt und so hygienisch völlig unbedenklich waren.

Im Anschluss nahmen wir Schülerinnen und Schüler an einem Rollenspiel teil, um die kontroversen Diskussionen rund um die Wölfe nachzuvollziehen. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt, die jeweils eine spezifische Perspektive bzw. Rolle vertraten: eine TikTok-Gruppe, das Landwirtschaftsministerium, den Viehzuchtverband und „Langesagt“. Ziel war es, Lösungen für den Umgang mit Wolfsangriffen zu entwickeln und sich auf gemeinsame Maßnahmen zu einigen. Dabei zeigte sich, wie schnell falsche Informationen zu Missverständnissen oder Entwicklungen in einer Welt, die für Fake NEWS und Maniplation offen ist, führen können. Besonders deutlich wurde dies, als einige Gruppen bewusst oder unbewusst Fehlinformationen weitergaben, was zu durchaus heftigen Konflikten führte. Der Projekttag unterstrich eindrucksvoll die Bedeutung einer kritischen Prüfung von Quellen und der Vermeidung ungeprüfter Weitergabe von Informationen. Dieses Problem ist nicht nur im Klassenzimmer relevant, sondern auch in der realen Welt – insbesondere in sozialen Medien. Dort kursieren häufig dramatische oder sogar erfundene Geschichten über Wölfe, die Ängste schüren und die Tiere in einem schlechteren Licht darstellen, als es den Fakten entspricht. Beispielsweise wird oft von angeblichen Angriffen auf Menschen berichtet, obwohl es dafür keine belegbaren Beweise gibt.

Der Projekttag hat verdeutlicht, wie gefährlich Fake News sein können – insbesondere im Zusammenhang mit kontroversen Themen wie der Rückkehr der Wölfe. Gleichzeitig wurde aufgezeigt, wie wichtig es ist, Informationen kritisch zu hinterfragen und fundierte Entscheidungen auf Basis verlässlicher Fakten zu treffen.

 

 

Geschrieben von: Hedayatollah Safi (9a)

Adventsmeditation in der Heilig-Geist-Kirche in Großauheim

Adventsmeditation in der Heilig-Geist-Kirche in Großauheim

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Lindenauschule und der Pfarrei St. Klara und Franziskus trägt auch in der Adventszeit Früchte: Gemeinsame Aktionen zwischen der Fachschaft Katholische Religion und der Gemeinde sind ein fester Bestandteil dieser Kooperation.

In diesem Jahr war der katholische Religionskurs der sechsten Jahrgangsstufe der Lindenauschule zu einer besonderen Adventsmeditation in die Heilig-Geist-Kirche in Hanau-Großauheim eingeladen. Die Gestaltung des Kirchenraums und die inhaltliche Leitung übernahm die angehende Pastoralreferentin Tabea Günther, die mit viel Engagement einen besinnlichen Rahmen schuf.

Die Schülerinnen und Schüler wurden durch adventliche Gitarrenklänge, Gesang und stimmungsvolle Geschichten auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt. Im Mittelpunkt der Meditation stand die zentrale Botschaft von Weihnachten: die Liebe. Besonders die Bedeutung von gemeinsamen Momenten mit der Familie rückte bei der Besinnung in den Fokus.

Ein kreativer Höhepunkt war das Gestalten von Weihnachtswunschkarten. Die Kinder hielten darauf ihre persönlichen Wünsche für das Fest und ihre Liebsten fest und verzierten die Karten liebevoll mit weihnachtlichen Motiven.

„Gerade in einer stressigen Schulzeit mit vielen Arbeiten war diese besinnliche Runde eine wunderbare Abwechslung“, berichtete ein Schüler begeistert.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemütliches Beisammensein im Gastraum der Kirche. Bei Kinderpunsch und Weckmännern wurde die Vorfreude auf die bevorstehenden Weihnachtsferien und das Fest deutlich spürbar.

Steffen Schleicher

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