Die Großauheimer Lindenauschule hat sich erneut als engagierte „Umweltschule“ präsentiert. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Klasse 5d, angeleitet von ihrer Lehrerin Irem Akbayrak und unterstützt von Patenschülerinnen der Jahrgangsstufe 10, war dieser Tage in der Waldsiedlung im Stadtteil Großauheim unterwegs, um Müll zu sammeln und damit ein klares Zeichen für den Schutz ihrer Umwelt zu setzen.
Die Aktion ist Teil des Umweltkonzepts der Schule, die erst kürzlich wieder mit dem Titel „Umweltschule“ ausgezeichnet wurde. Ein wesentliches Element dieses Engagements sind die sogenannten Sauberkeitspaten: Jede Klasse der Jahrgangsstufe 5 übernimmt regelmäßig die Verantwortung für bestimmte Bereiche rund um die Schule und befreit diese von Abfall.
Neben der 5. Jahrgangsstufe war dieses Mal auch die PUSCH-Klasse 9h an der Aktion beteiligt. Gemeinsam konzentrierten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Lindenaupark und das Umfeld der Großsporthalle – ein Bereich, der nach Beobachtung der Kinder und Jugendlichen leider immer wieder stark verschmutzt ist. Mit Greifzangen und Handschuhen ausgestattet, machten sie sich daran, Unrat zu beseitigen, der zuvor achtlos weggeworfen worden war.
Seit einiger Zeit besteht zudem eine aktive Kooperation zwischen der Lindenauschule und der städtischen Abfallwirtschaft. Deren Mitarbeitende unterstützen bei der Vorbereitung der Einsatzgebiete, begleiten einzelne Aktionen und sorgen für eine fachgerechte Entsorgung der gesammelten Abfälle. Die Zusammenarbeit wird von beiden Seiten als wertvoll und nachhaltig wahrgenommen.
Gerade angesichts zunehmender Umweltverschmutzung sieht die Schule ihre Aufgabe darin, junge Menschen für den Wert einer sauberen und intakten Natur zu sensibilisieren. Mit ihren Projekten möchte die Lindenauschule nicht nur Wissen vermitteln, sondern praktische Handlungskompetenz fördern – und zeigen, dass Umweltschutz im schulischen Alltag sichtbar gelebt werden kann.
Nach Abschluss des Einsatzes blickten die Schülerinnen und Schüler auf beachtliche Mengen gesammelten Mülls zurück. Noch wichtiger jedoch war die gemeinsame Erfahrung, Verantwortung zu übernehmen. Viele Kinder äußerten den Wunsch, dass alle Bürgerinnen und Bürger stärker auf ihre Umgebung achten. Denn eines wurde ihnen im Laufe des Tages besonders bewusst: Eine saubere Umwelt beginnt mit dem Verhalten jedes Einzelnen.
Steffen Schleicher

