Ein Tag im Labor

Ein Tag im Labor

Ein Hauch von „CSI“ wehte durch die Labore der Ludwig-Geißler-Schule in Hanau, als der 12. Jahrgang der Lindenauschule dort einen spannenden Genetik-Labortag bei der Kathinka-Platzhoff-Stiftung verbrachte. Mit dabei waren der Biologie-Leistungskurs von Herrn Haamel und der Biologie-Grundkurs von Frau Broll, beide Gruppen tauchten gemeinsam in die Welt moderner molekularbiologischer Methoden ein. 

Auf dem Programm standen echte Laborstandards: Zunächst isolierten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene DNA aus Mundschleimhautzellen, arbeiteten mit Zentrifuge, Pipetten und Reagenzien und lernten Schritt für Schritt, wie aus Zellen ein verwertbares DNA-Präparat wird. Daran schloss sich die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) an, ein Verfahren, mit dem bestimmte DNA-Abschnitte millionenfach vervielfältigt werden. Zum Abschluss wurden die entstandenen DNA-Fragmente mithilfe der Gelelektrophorese sichtbar gemacht und ausgewertet. Genau diese drei Bausteine, DNA-Extraktion, PCR und Gelelektrophorese, bildeten den roten Faden des Labortags und vermittelten den Teilnehmenden einen realistischen Einblick in die Arbeitsweise moderner Genetiklabore.  

Aus organisatorischen Gründen konnte diesmal keine „Täter-DNA“ für einen klassischen forensischen Vergleich bereitgestellt werden. Das tat der Motivation jedoch keinen Abbruch: Umso spannender war es für die Lernenden, mit dem eigenen genetischen Material zu arbeiten, die Bandenmuster auf dem Gel zu beobachten und zu verstehen, wie genetische Analysen grundsätzlich funktionieren: von der Probenvorbereitung bis zur Auswertung. 

Begleitet wurden die praktischen Arbeiten durch fachliche Erklärungen und Sicherheitsunterweisungen, sodass nicht nur das „Wie“, sondern auch das „Warum“ der einzelnen Schritte klar wurde. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt davon, wie präzise und zugleich alltagsnah biotechnologische Methoden heute eingesetzt werden, sei es in der Medizin, der Kriminalistik oder der Forschung. 

Für die Lindenauschule war die Exkursion ein voller Erfolg: Sie verband anschaulichen, kompetenzorientierten Unterricht mit einem authentischen Lernort und zeigte einmal mehr, wie wertvoll Kooperationen mit außerschulischen Partnern wie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung sind. Solche Tage machen Naturwissenschaft lebendig und vielleicht wurde hier bei der einen oder dem anderen sogar der Grundstein für eine spätere Laufbahn im Labor gelegt. 

David Haamel 

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