
{"id":2559,"date":"2020-02-08T10:30:44","date_gmt":"2020-02-08T09:30:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lindenauschule.de\/?p=2559"},"modified":"2020-02-08T10:30:45","modified_gmt":"2020-02-08T09:30:45","slug":"jahrgang-12-der-lindenauschule-im-hessischen-landtag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lindenauschule.de\/?p=2559","title":{"rendered":"Jahrgang 12 der Lindenauschule im Hessischen Landtag"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 31. Januar 2020 unternahm der zw\u00f6lfte Jahrgang der Lindenauschule in Hanau-Gro\u00dfauheim eine Exkursion in den Hessischen Landtag nach Wiesbaden, um Politik vor Ort hautnah zu erleben, zu verstehen und den F\u00f6deralismus anschaulich gemacht zu bekommen.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler erhielten zu Beginn einen einf\u00fchrenden Vortrag \u00fcber die Landtagsgeb\u00e4ude, die Aufgaben des Landtags und das hessische Wahlrecht sowie die Bedeutung des F\u00f6deralismus.<\/p>\n<p>Im Anschluss nahmen sie auf der Besuchertrib\u00fcne des Plenarsaals Platz und h\u00f6rten sich die Argumente der verschiedenen Fraktionen zum Antrag der AFD: \u201eRechtm\u00e4\u00dfige Verwendung von Steuergeldern durch staatlich subventionierte, gemeinn\u00fctzige Vereine der freien Wohlfahrtspflege \u2013 Pr\u00fcfung aller Vereine der Arbeiterwohlfahrt in Hessen\u201c an. Hierbei ging es vor allem um die Frage, wie die hessische Politik mit der Arbeiterwohlfahrt nach deren Skandalen um Postenvergaben und Privilegien f\u00fcr einzelne Politiker umgehen solle, und, ob andere aufsichtsf\u00fchrende Gremien versagt h\u00e4tten. Die von den Abgeordneten lebhaft gef\u00fchrte und durch Zwischenrufe \u201evers\u00fc\u00dfte\u201c Debatte erinnerte viele eher an eine Inszenierung; auch nach der Plenarsitzung war keine konstruktive L\u00f6sung in greifbarer N\u00e4he. Sicherlich auch deshalb, weil dieser Antrag wegen der Mehrheitsverh\u00e4ltnisse und seines Inhalts schon im Vorhinein keine Aussicht auf Erfolg hatte.<\/p>\n<p>Im Anschluss an die lebhafte Debatte wurden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler von Abgeordneten aller (!) sechs im Landtag vertretenen Parteien empfangen: Heiko Kasseckert (CDU), Christoph Degen (SPD), J\u00f6rg-Uwe Hahn (FDP), Markus Hofmann (Die Gr\u00fcnen), Walter Wissenbach (AFD) und Elisabeth Kula (Die Linke) beantworteten geduldig die vielen Fragen der Jugendlichen, z. B. \u00fcber den Alltag und das Berufsbild des Politikers, die Gefahr des Rechtsextremismus, die innerparteiliche Konsensfindung und die Arbeitsweise des Parlaments. Hierbei erfuhr der Jahrgang, dass \u2013 gerade nach dem Anschlag auf den Regierungspr\u00e4sidenten L\u00fcbcke im Juni 2019 \u2013 Angriffe auf deren Eigentum und Beleidigungen in den sozialen Medien zun\u00e4hmen. Jeder einzelne sei dazu aufgerufen, sich gegen Extremismus, egal welcher Couleur, entschieden entgegenzustellen, sei es im Sportverein, auf der Stra\u00dfe oder beim Gespr\u00e4ch im Familienkreis. J\u00f6rg-Uwe Hahn erkl\u00e4rte, dass innerhalb der Plenardebatten nicht die tats\u00e4chliche Arbeit des Parlaments stattf\u00e4nde, sondern diese Debatten eher eine Inszenierung seien. Die Abgeordneten versuchten dort, durch Aussagen, die von den Medienvertretern ver\u00f6ffentlicht w\u00fcrden, ins Gespr\u00e4ch zu kommen oder im Gespr\u00e4ch zu bleiben. Hinter geschlossenen T\u00fcren sei man an einer Konsensfindung bem\u00fcht, arbeite effektiv zusammen und ringe mit Argumenten um Antworten f\u00fcr eine Verbesserung des Lebens der hessischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Die Exkursion stand sinnbildhaft f\u00fcr das Leitbild der Lindenauschule \u201eVerantwortung \u2013 Demokratie \u2013 Handeln\u201c und stie\u00df bei allen Beteiligten auf gro\u00dfe Resonanz.<\/p>\n<ol>\n<li>Seidel<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 31. Januar 2020 unternahm der zw\u00f6lfte Jahrgang der Lindenauschule in Hanau-Gro\u00dfauheim eine Exkursion in den Hessischen Landtag nach Wiesbaden, um Politik vor Ort hautnah zu erleben, zu verstehen und den F\u00f6deralismus anschaulich gemacht zu bekommen. 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