Lindenauschüler und Bewohner des „Haus am Brunnen“ erleben einen kreativen Nachmittag

Lindenauschüler und Bewohner des „Haus am Brunnen“ erleben einen kreativen Nachmittag

Ein Nachmittag voller Farbe, Lachen und Begegnungen: Der Wahlpflichtkurs „Jung hilft/ trifft Alt“ der Jahrgangsstufe 10 der Lindenauschule in Hanau besuchte erneut seinen langjährigen Kooperationspartner, das Haus am Brunnen der Martin-Luther-Stiftung in Hanau-Großauheim. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gestalteten die Jugendlichen einen Kreativnachmittag, der eindrucksvoll zeigte, wie bereichernd das Miteinander von Jung und Alt sein kann.

Bereits im Vorfeld hatte Sascha Lippert, Koordinator der Zentralen Ausbildung der Martin-Luther-Stiftung, den Kurs an der Lindenauschule besucht. In einem anschaulichen Vortrag informierte er die Schülerinnen und Schüler über Themen wie Demenz, Alzheimer und das Älterwerden. Viele Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses leben selbst mit Demenz – was den Alltag und die Kommunikation oftmals erschwert. Für die Jugendlichen war dieser Einblick eine wertvolle Vorbereitung, um mit Geduld, Einfühlungsvermögen und Offenheit auf die Seniorinnen und Senioren zuzugehen.

Am Tag des Treffens war alles liebevoll vorbereitet: Die jeweiligen Räume des Hauses am Brunnen waren für das gemeinsame kreative Arbeiten geschmückt und mit Bastel- sowie Malmaterialien ausgestattet. Farben, Pinsel, Papier und Leinwände lagen bereit, und die Stimmung war von Anfang an herzlich und offen. Schnell fanden sich kleine Gruppen zusammen – Jugendliche und Senioren Seite an Seite.

Mit viel Freude und Fantasie wurde gemalt, ausgeschnitten, geklebt und gestaltet. Dabei entstanden nicht nur farbenfrohe Kunstwerke, sondern auch viele herzliche Gespräche und bewegende Begegnungen. Die Jugendlichen hörten aufmerksam zu, wenn die Bewohnerinnen und Bewohner aus ihrem Leben erzählten, und brachten selbst neue Ideen und frische Energie in die Runde.

Kristina Kiraly, die den Nachmittag organisiert hatte, und ihre engagierten Mitarbeiterinnen begleiteten das Treffen mit großem Einsatz und Herzblut.

„Es ist immer wieder schön zu sehen, wie schnell Jung und Alt zueinanderfinden, wenn sie gemeinsam kreativ werden“, betonte Kiraly. „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner genießen solche Begegnungen sehr – sie bringen Lebensfreude, Bewegung und menschliche Nähe.“

Auch die Jugendlichen zeigten sich beeindruckt. Viele gaben an, dass sie durch das Projekt gelernt hätten, älteren Menschen mit mehr Verständnis und Respekt zu begegnen. „Am Anfang war ich etwas unsicher“, erzählte eine Schülerin, „aber dann habe ich gemerkt, wie offen und freundlich alle sind. Es war ein richtig schöner Nachmittag.“

Die Zusammenarbeit zwischen der Lindenauschule und der Martin-Luther-Stiftung besteht bereits seit fast 15 Jahren. Neben regelmäßigen Besuchen wie diesem Kreativnachmittag finden im Laufe des Jahres weitere gemeinsame Aktionen statt – etwa eine Adventsfeier oder kleine musikalische Veranstaltungen.

Zum Abschluss wurden die entstandenen Kunstwerke stolz präsentiert – viele sollen nun die Flure und Aufenthaltsräume des Hauses schmücken.

Diese herzliche Begegnung zwischen den Generationen zeigte erneut, wie wertvoll und lebendig die Kooperation zwischen der Lindenauschule und dem Haus am Brunnen ist. Das Projekt „Jung hilft/ trifft Alt“ schafft Brücken zwischen Jung und Alt – mit Herz, Kreativität und echtem Miteinander.

Ein herzliches Dankeschön an Kristina Kiraly, ihr Team, Sascha Lippert und die engagierten Schülerinnen und Schüler für diesen gelungenen Tag!

 

Steffen Schleicher

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