Die AG stellt sich vor
Schule ohne Rassismus

"Ich mache das alles deshalb ... . Werdet keine Nazis." Das hat Arno Lustiger gesagt (hier im Bild) am Ende einer Projektwoche im November 2005. Arno Lustiger ist ein Überlebender des Holocaust und hat seine Erfahrungen mit dem Nazi-Regime in mehreren Büchern veröffentlicht.
1. Wie alles anfing ...
Als wir uns in der Projektwoche im November mit dem Thema "Aus der Geschichte Lernen Schüler gegen Rassismus" auseinander gesetzt haben, war er in unserer Projektgruppe zu Gast und hat mit uns diskutiert.
"Ich mache das alles deshalb ... . Werdet keine Nazis." Mit diesen Worten hat er unser Interesse für das Projekt "Schule ohne Rassismus" geweckt und uns klar gemacht, wie wichtig es ist, auch heute gegen Rassismus vorzugehen und etwas zu unternehmen.
Und deshalb haben wir dann das Projekt durchgeführt...
2. Was ist das eigentlich Schule ohne Rassismus?...
Wenn man eine "Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage" werden will, müssen zunächst einmal zwei Dinge erfüllt werden:
- Unterschriftenaktion
- Suche nach einem Paten, der die Schüler inhaltlich unterstützt.
Also: "Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage" ist eine Aktion, bei der es darum geht Unterschriften gegen Rassismus an der Schule zu sammeln. Und zwar müssen sich 70% der Schüler, Lehrer, des Personals usw. gegen Rassismus aussprechen und das mit ihrer Unterschrift demonstrieren. Wenn eine Schule die nötigen 70% aller Stimmen erhält und einen Paten gefunden hat, bekommt sie von Aktion Courage in Berlin, einer bundesweit anerkannten Organisation gegen Rassismus, den Titel verliehen "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" (www.aktioncourage.org oder http://www.schule-ohne-rassismus.org).
3. Die Lindenauschule auf dem Weg zur Schule ohne Rassismus ...]
Eine Gruppe von Schülern hat sich nach der Projektwoche mit Arno Lustiger also an die Arbeit gemacht und im Sommer 2006 hatten sie 80% der Stimmen unserer Schule eingesammelt. Als Paten konnten die FFH-Moderatoren (Frühstücksradio) Johannes Scherer und Cathrin Sawatzki gewonnen werden. Und die haben dann auch in einem Festakt im Juni 2006 der Lindenauschule den Titel und das Schild übergeben.
4. Und übrigens ...
Campino, der Sänger der Toten Hosen, hat einmal gesagt, dass eine wirklich große Gefahr für das Leben hier bei uns der ständig vor sich hinschwelende Rassismus im Alltag ist. Recht hat er damit. Manchmal begegnet uns Rassismus ganz klar und offensichtlich, wenn Menschen anderer Hautfarbe oder aus anderen Ländern einfach schlecht behandelt oder angepöbelt werden z.B. in Geschäften oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Manchmal merkt man dann aber gar nicht, wie langsam und schleichend sich solche Meinungen in den Köpfen (auch in den eigenen) festsetzen und unterschwellig Vorurteile und Klischees über "die Anderen" erzeugt werden, die dann irgendwann einmal zum Rassismus führen.
5. Unsere SOR-AG heute ... was wir machen ...
- Denkmal in der Schule an den Holocaust
- Gestaltung unserer Internetseite "Lindenauschule - Schule ohne Rassismus" auf der Homepage der Lindenauschule
- Beschäftigung mit dem Thema "Holocaust": Dabei werden wir einerseits an Gedenkveranstaltungen zum Thema "Holocaust" in Hanau teilnehmen und andererseits daran arbeiten, ein Denkmal für Hanauer Juden und Jüdinnen in unserer Schule aufzubauen (siehe Bild)
- Möglich sind auch Synagogen- oder Moscheebesuche, die Analyse von Filmen zum Thema "Antisemitismus" und "Rassismus", die Auseinandersetzung mit dem Thema "Rassismus" in Form von Bildern oder Texten ... und anderes mehr.
- Argumentationstraining gegen Rassismus
- Vernetzung mit anderen SOR-Schulen
- Veranstaltung von Multi-Kulti Festen an der Schule
- Teilnahme an Wettbewerben
- ...
Und natürlich sind Eure eigenen Vorschläge ganz wichtig!!

Unsere AG „Schule ohne Rassismus“ ... Wir treffen uns montags in der 7. und 8. Stunde in dem Raum AU 2.
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Aktuelles
Wir klären auf: Was ist Rassismus?

Unsere AG "Schule ohne Rassismus" hat im März und April eine Aktion gegen Rassismus in den 6.Klassen durchgeführt. "Was ist Rassismus?" Das wollten wir mit den Schülern und Schülerinnen diskutieren.
Wider des Vergessen

Eine alte jüdische Weisheit sagt: Ein Mensch ist erst dann tot, wenn man seinen Namen vergessen hat. Oder anders gesagt: Solange man sich an einen Verstorbenen erinnert, bleibt er lebendig.
Lindenauschüler gedenken Opfer des Holcaust

Neben Vertretern der Stadt, der jüdischen Gemeinde und des Arbeitskreises Christen und Juden beteiligten sich Schüler der Karl-Rehbein- und unserer Lindenauschule an der Gedenkfeier in der Nordstraße (Hanau), in der Nähe der ehemaligen Synagoge.
Warum wir mitmachen ... !?
Schule ohne Rassismus

"Ich mache das alles deshalb ... . Werdet keine Nazis." Das hat Arno Lustiger gesagt (hier im Bild) am Ende einer Projektwoche im November 2005. Arno Lustiger ist ein Überlebender des Holocaust und hat seine Erfahrungen mit dem Nazi-Regime in mehreren Büchern veröffentlicht.
Archiv 2009/2010
1. Kulturfest

Die Lindenauschule Hanau-Großauheim feierte am 2.Juli 2009 ihr erstes Kulturfest. Geplant und durchgeführt wurde es von der AG „Schule ohne Rassismus“.
Das Programm bot eine ausgewogene Mischung zwischen, musikalischen Beiträgen, Theaterdarbietungen, Schülerarbeiten zum Thema „Kulturen“ sowie unterschiedliche „Stände“ der einzelnen „Kulturvereine“.
Gedenkveranstaltung zur Reichsprogromnacht

Die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht findet jedes Jahr in der Nordstraße in Hanau statt. Dort, wo in den 40er Jahren noch die jüdische Gemeinde Hanau lebte. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gab es eine vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Zerstörung von Leben, Eigentum und Einrichtungen der Juden im gesamten Deutschen Reich.
Archiv 2008/2009
Wir sind dabei und helfen mit ...

Bei der Eröffnung des Jugenbildungswerkes in Hanau im Schuljahr 2008/2009 hat die AG "Schule ohne Rassismus" tatkräftig mitgewirkt. Von den Schülern und Schülerinnen wurde eine Ausstellung zum Thema "Begegnungen" gestaltet.
Fiktive Briefe von Reisenden und gepackte Koffer mit Untensilien aus unterschiedlichen Ländern gaben Aufschluss über Herkunft und Traditionen unterschiedlicher Länder und Menschen.
Gedenkgottesdienst November 2008

... bei dem Gedenkgottesdienst zur „Reichspogromnacht“ in Krotzenburg im November 2008...
... und durch Namenschilder darauf hingewiesen, wo ehemalige jüdische Familien in Krotzenburg gewohnt haben ...
